Frühlings-Maracuja-Tartelettes und Krötenschweinereien

Da ist er nun, in aller Pracht fast über Nacht gekommen, der Frühling.

Ich finde es mal wieder absolut überwältigend, da zu wohnen, wo ich eben wohne – hier blühen gerade Mandelbäume, Osterglocken, Weißdorn, Tulpen, Löwenzahn und noch ein paar letzte Krokusse, alles auf einmal. Auf den Felder sprießt der frische Salat und endlich nun auch der Spargel.
Viele Bäume zeigen ihre ersten Blattspitzchen, in diesem besonderen Grün, dass man nur ein, zwei Wochen Ende April genießen kann, bevor es in das endgültige Sommergrün übergeht.

Mein Apfelbäumchen hat ebenfalls über Nacht die ersten grünen kleinen Blättchen bekommen, es wird nicht mehr lange dauern und dann kommen seine wunderschönen rosa-weißen Blüten. Und hoffentlich viele Äpfel!

Ein tolles Spektakel haben wir am Sonntag im Wald erlebt – eine Krötenwanderung, wie wir sie in diesem Ausmaß noch nie erlebt haben, der Wald war vollgepackt mit paarungswilligen Kröten, wandernd, suchend, auf den Wegen herumhüpfend, überall.
Ein Weibchen, das schon ein Männchen auf dem Rücken trug und noch 3, 4 wartende Bewerber hinter sich hatte, war keine Seltenheit.
Wir mögen die kleinen Kerlchen sehr und haben auch viele in direkter Nachbarschaft, die Babies verirren sich oft mal in unseren Hausflur oder in den Hof.

Zu diesem traumhaften Frühling, auf den wir nun alle so lange gewartet und dabei gelitten haben, gibt es bei mir ein paar frisch-fruchtige Maracuja Tartelettes, die ich hier bei livingathome gesehen habe.

Das Himbeersorbet habe ich großzügig weg gelassen, für Himbeeren ist es ja noch viel zu früh.
Ähnlich wie die Tarte au Citron, die es ja in Perfektion schon hier, hier und hier zu bewundern gibt, durch die verwendete Maracuja mal etwas anderes, aber ebenfalls schön frühlingsfrisch, osterglockengelb und mit einer leichten Säure, die es für diese Tarte unbedingt braucht.

Ist das nicht eine schöne Überbrückung, bis es bald auch Rhabarber und Erdbeeren frisch vom Feld gibt?

Warum man das Eiweiß aber schlagen und unterziehen soll, hat sich mir nicht erschlossen – es verhindert eine homogene Creme und ich würde es nächstes Mal nicht mehr machen, aber das könnt ihr halten, wie ihr wollt.

Zutaten für die Maracuja-Tarte(lettes):
60 g Butter
15 g gemahlene Mandeln
100 g Puderzucker
3 Eier (Kl. M)
100 g Mehl
3-5 Passionsfrüchte, je nach Größe
2 El Zitronensaft
3 Eigelb (Kl. M)
100 ml Sahne

Butter schmelzen. Mandeln, 30 g gesiebten Puderzucker, danach 1 Ei und das Mehl kurz mit den Knethaken vermengen. Teig in Folie wickeln und über Nacht kalt stellen.
Passionsfrüchte halbieren, das Innere herauslösen und durch ein Sieb streichen.
Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis (odere mehrere kleine, wenn ihr wie ich Tartelettes machen wollt) ausrollen.
In eine gefettete Tarteform von 24 cm (oder kleinere Tarteletteformen) drücken, mit Backpapier und Linsen o.ä. belegen und bei 180° auf der 2. Schiene von unten ca. 20 Minuten blindbacken.

Das Maracujamark mit Zitronensaft, 70 g gesiebtem Puderzucker, übrigen Eiern und Eigelben glatt rühren. Sahne steif schlagen und unterheben. Masse auf den heißen Tarteteig geben. Backofen auf 120 Grad herunterschalten und die Tarte 50 Minuten weiterbacken (die etwas kleineren Tartelettes haben etwas weniger Zeit gebraucht, ca. 40 Minuten.

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Bärlauch Pa-Jeon

Bei uns gab es letztens mal wieder einen Pa-Jeon, diese simplen und doch so leckeren koreanischen Pfannkuchen.

Diesmal aber nach einem Rezept von Miss Boulette und mit Bärlauch statt mit Frühlingzwiebeln.

Endlich ist er da, auch wenn er bei uns immer gekauft und nicht gesammelt wie hier und hier wird, freuen wir uns doch jedes Jahr wie die Schneekönige (welch böse Ironie nach diesem März…) über den ersten Bärlauch als Frühlingsboten).

Liebe Miss Boulette, wir haben beide festgestellt, dass wir euer Familienrezept (ganz simpel, der Pa-Jeon nur aus Ei, ohne Mehl und der Dip ebenso simpel aus Sojasauce mit Sesamöl) noch lieber mögen als die Version von David Lebowitz mit Teig, die wir aber auch sehr lecker fanden.

Mit dem frischen Bärlauch darin ein Traum, bei uns gab es das zum Sonntagsfrühstück.

Ich gebe allerdings auf den angebratenen Bärlauch noch ein paar Tröpfchen Sojasauce, bevor die Eier darauf kommen.

Der Pa-Jeon ist auch ein leckeres kleines Abendessen, das superschnell gemacht ist (wollen wir jetzt nicht alle wieder ganz viel raus und nicht so lange am Herd stehen??) und ich empfehle euch dringend, die Bärlauchsaison noch zu nutzen, um diese Variante auszuprobieren.

Zutaten für 2 Personen und ca. 2 Pa-Jeon:
1/2-1 Bund Bärlauch, je nach Größe
4-5 Eier
etwas Sojasauce nach Geschmack
etwas Pflanzenöl
Salz

Für den Dip einfach etwas Sojasauce mit ein paar Tropfen gutem, geröstetem Sesamöl verrühren, fertig.

Bärlauch waschen und putzen, Pflanzenöl in eine nicht zu große Pfanne geben und erhitzen, einige Blätter Bärlauch hineingeben und anbraten. Wenn die Blätter leicht gebräunt sind (Achtung, geht recht schnell!), ein paar Spritzer Sojasauce darauf geben, dann die Hälfte der Eier darüber, beide Seiten schön braun backen.

In Stücke schneiden und mit dem Dip servieren.

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Endlich. Frühlingssalat.

Ich war ein bisschen faul die letzten Tage.
Hier im Blog und auch ansonsten, aber diese lange Kälte und der nicht kommen wollende Frühling machen mir so langsam wirklich zu schaffen und drücken mir auf die Laune, ich fühl mich gerade ein bisschen antriebslos…  und manchmal hat man auch eben gar nicht so viel zu sagen bzw. zu schreiben.
Das Highlight letzter Woche war tatsächlich nur das Verbrennen der Orangenkisten in der Osternacht, dazu haben wir Club Tropicana von Wham gehört, trotz Feuer und Schnaps gefroren und uns ein paar warme Gedanken gemacht.
Und dabei wollte ich doch schon vor längere Zeit den Winter mit diesem Schokoladenkuchen verabschieden!

Heute aber haben die Sonnenstrahlen und der allererste Kaffee im Freien ein klein wenig die Lebensgeister wachgekitzelt und Vorfreude geweckt, auf Wärme, auf Blumen, auf Grün und vor allem auf frisches Gemüse und Obst, in richtiger Erde unter richtiger Sonne gewachsen.

So viel gibt es ja noch nicht an Frischem.
Ein wenig Bärlauch, ein paar Radieschen, ja, es gibt auch schon Spargel, von beheizten Feldern, aber den braucht meiner Meinung nach kein Mensch.
Eine furchtbare Energieverschwendung, die paar Tage kann man nun auch noch warten, oder?

Einige Sachen, die es aber schon gibt und die eindeutig nach Frühling schmecken, habe ich heute schon zu einem ganz tollen Salat verarbeitet, eine solch leckere Kombi hatte ich schon lange nicht mehr.
So gut, dass ich nicht warten konnte, euch den Salat zu zeigen, vorhin gegessen, jetzt schon verbloggt, so schnell geht das selten.

Irgendwie ist mir eine Kindheitserinnerung von Radieschen und Käse im Kopf herumgeschwirrt… dazu habe ich dann noch Frühlingszwiebeln, süße Erbsen, frische Kräuter und ein Dressing aus 2 Sorten Senf, weißem Balsamico, Kürbiskernöl und Schmand gepackt.
Nussiger Emmentaler hat wunderbar in diesen Salat gepasst!

Ihr braucht für 2 Personen:
1 Bund Radieschen
1 große Handvoll Erbsen, frisch oder TK
3-4 Frühlingszwiebeln
100 g Schweizer Emmentaler, in Stifte geschnitten
1/2 Apfel
Frühlingskräuter nach Geschmack, bei mir waren Schnittlauch und glatte Petersilie im Einsatz

Für das Dressing:
1 EL körniger Dijonsenf
1 EL normaler Dijon- oder sonstiger mittelscharfer Senf
2 EL weißer Balsamico (oder Weißweinessig)
1 EL Kürbiskernöl
1/2 TL Zucker
2-3 EL Schmand
Salz

Radieschen und Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in Scheiben schneiden, die Erbsen ganz kurz blanchieren, sie sollten schön knackig bleiben. Den Apfel schälen und fein würfeln, die Kräuter hacken.
Alles mit dem Emmentaler in eine große Schüssel geben.
Alle Zutaten für das Dressing gut vermischen, über den Salat geben und einige Minuten ziehen lassen, evtl. noch mit etwas Salz abschmecken.

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Sunny side up: Spiegelei-Dessert mit weißer Schokoladencreme und Mango

Ostern steht direkt vor der Tür und hier gab es noch kein einziges österliches Rezept!

Liegt wohl auch daran, dass die Natur noch so gut wie gar nichts frühlingsmäßiges hergibt, es ist einfach noch viel zu früh und vor allem viel zu kalt.

Dieses Dessert mit Spiegelei-Optik ist allerdings perfekt für Ostern geeignet, es sieht hübsch aus und vor allem – schmeckt umwerfend gut!

Auf der Suche nach etwas Süßem, das ähnlich wie ein Spiegelei aussieht, habe ich leider fast nur schreckliche Dinge mit Dosenpfirsichen oder -aprikosen gefunden und das geht bei mir überhaupt gar nicht.
Schon als Kind hab ich nicht verstanden, wie man leckere Früchte so verhunzen kann, indem man sie in Dosen steckt und habe mich seit ich denken kann, geweigert, irgendwelches Obst aus Dosen zu essen – es schmeckt einfach unsäglich grässlich finde ich.

Also hab ich mir einfach selbst etwas ausgedacht und eine Creme aus Joghurt, weißer Schokolade und Mascarpone mit einem Klecks frischem, süßem Mangopüree kombiniert, et voilà, Spiegelei in süß und köstlich.

Ein schnelles, unkompliziertes und hübsches Osterdessert, das sicher auch Kinder gerne mögen, ganz ohne Dose.

Noch Ideen für den Osterbrunch gesucht?
Bitteschön:
Kleine Osterbrioches
Rhabarber-Vanille-Cheesecake mit weißer Schokolade
Maracuja-Curd
Lachs-Ei-Brunnenkresse Sandwich und Bärlauchsuppe

Und wenn jetzt noch endlich meine kleinen Osterglöckchen aufgehen, ist dann doch hoffentlich etwas passende Stimmung angesagt, ich warte ungeduldig und die Kleinen recken sich tapfer und der immer noch andauernden Kälte trotzend schon Richtung Sonne mit ihren gelben Köpfen:

Jetzt aber zum Dessert, ihr braucht für die Creme (ca. 4 Portionen/Gläschen à ca. 200 ml):

300 ml Vollmilchjoghurt
200 g Mascarpone
35 g Vanillezucker
Mark einer halben Vanilleschote
150 g gute weiße Schokolade

Für das Mangopüree:
1/2 reife, weiche Mango
Saft einer halben Zitrone
evtl. 1-2 TL Puderzucker nach Geschmack

Joghurt und Mascarpone rechtzeitig aus dem Kühlschrank nehmen, beides sollte Zimmertemperatur bei Verarbeitung haben.
Schokolade in einem nicht zu kleinen Gefäß im Wasserbad schmelzen, wenn sie komplett flüssig ist, nach und nach Joghurt und Mascarpone unterrühren, alles sollte sich gut verbinden.
Vanillezucker und -mark gut unterrühren, in kleine Gläschen füllen.
Die halbe, geschälte Mango mit dem Zitronensaft und evtl. Puderzucker pürieren, jeweils einen Klecks auf die Creme setzen.

Kalt stellen, das Dessert ist auch gut vorzubereiten und kann am nächsten Tag dann serviert werden.

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Heartbreaker reloaded: Zupf-Schuedi, diesmal mit Marzipan

Ein Herzensbrecher ohnegleichen ist er, der Zupf-Schuedi von Paules Kitchen.

Ob Männlein oder Weiblein ist in diesem Fall egal, bisher sind alle, die ich mit diesem unglaublich leckeren Kuchen konfrontiert habe, begeistert gewesen.
Auch Micha von Grain de Sel ist ihm hoffnungslos erlegen.

Er hat nur einen doch sehr dominanten Fehler:
Er ist einfach ruck-zuck aufgezupft.
Herrje noch mal.
Hier ein Stückchen abgezupft, da im Vorbeigehen noch eines mitgenommen, huch, schon wieder eines gezupft, dabei wollte ich doch gar nicht mehr… bei diesem Kuchen verabschiedet sich jede Selbstbeherrschung auf ganz leisen Sohlen.

Das Teil ist einfach unverschämt gut, sieht komplizierter aus als er ist und durch die gestapelten Päckchen wird er noch mal besonders locker und fluffig.
Außerdem besticht er eindeutig durch die tolle Vorportionierung und die Optik.

Die Originalversion von Paule ist eigentlich perfekt, vor allem durch die Gewürze, die man ja auch je nach Geschmack ein wenig variieren kann.
Da wir Marzipan aber sehr lieben, wollte ich unbedingt auch eine Variante mit Marzipan ausprobieren, die wir auch sehr mochten, eine schöne Abwechslung zur reinen Butter-Gewürzvariante.

Dem Marzipan habe ich auch noch ein paar Gewürze hinzugefügt, wenn man das nicht mag, kann man diese aber auch problemlos weglassen.

Zutaten für eine Kastenform:
350 g Mehl Type 550
160 g Milch
20 g Frischhefe
50 g Butter
30 g Rohrohrzucker
1 Ei
1 Teelöffel Salz

für die Füllung:
150 g Marzipan
60 g Butter
1 Ei
4 EL Vanillezucker
ca. 1 EL Gewürzmischung aus: Zimt, Muskatblüte, gemahlenem Ingwer und gemahlenem Koriander (kann nach Belieben variiert werden)

Hefe in 3 Esslöffel Milch auflösen und beiseite stellen.

Restliche Milch, Butter und Zucker erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Auf mindestens 38°C abkühlen lassen, sonst sterben die Hefekulturen ab. Ei unterschlagen.

Mehl in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben. Milchmischung und aufgelöste Hefe hinzufügen. Alles 4 Minuten auf kleiner Stufe kneten lassen. Salz hinzufügen und auf Stufe 2 weitere 8 Minuten kneten. Zugedeckt an einem warmen Ort 40 Minuten ruhen lassen.
Backform einfetten und mit Mehl bestäuben.

Den Teig kurz entgasen, rund formen und 10 Minuten entspannen lassen.

Das Marzipan mit der sehr weichen Butter und den restlichen Zutaten zu einer cremigen Masse verrühren (ein ganz klein wenig von der Butter und dem Zucker mit Gewürz vermischt aufheben).
Eigentlich dachte ich, man kann dann die Marzipanmasse einfach darauf streichen, aber dafür war sie ein wenig zu fest, also hab ich sie einfach gleichmäßig in Flöckchen daraufgekrümelt.

Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn zu einem 30 x 50 cm Rechteck ausrollen.
Die Marzipanmasse gleichmäßig darauf verteilen.
Den Teig entlang der schmalen Seite parallel in 6 gleichmäßig breite Streifen schneiden. Vorsichtig aufeinanderlegen. Diesen langen Stapel in 6 gleich grosse Häufchen schneiden. Diese parallel hochkant in die Kastenform schichten.
Eine genaue Anleitung mit Fotos findet ihr auch bei Paule, es ist wirklich ganz einfach!

Mit einem Pinsel den kleinen Butterrest auf der Oberseite verstreichen und mit dem Zuckerrest bestreuen.

Zugedeckt an einem warmen Ort 45-60 Minuten gehen lassen, bis der Teig die Form gut ausfüllt, in der Zwischenzeit den Ofen auf 175° vorheizen.

Den Schuedi auf der mittleren Schiene ca. 30-35 Minuten backen.
Falls nötig mit Alufolie abdecken, damit die Oberfläche nicht zu dunkel wird. 10 Minuten in der Form ruhen lassen, dann entnehmen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

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Aus Sultans Küchen – gefüllte Paprika nach Ottolenghi

Aus Sultans Küchen?  Hm.
Nein, eigentlich sind die gefüllten Paprika hier aus dem neuen Ottolenghi, von dem ich euch ja vor kurzem schon vorgeschwärmt habe.

Allerdings ist dieses Gericht mit all seinen Zutaten auch so typisch türkisch, dass auch Herr Kamafoodra meinte “schmeckt fast wie bei Mama”, lustigerweise stammt dieses Gericht auch von Yotam Ottolenghis Mutter.

“Schmeckt fast wie bei Mama” ist für mich ein riesiges Kompliment, weil meine türkische Schwiegermama einfach umwerfend kocht.

Einigen wir uns auf orientalische “Mamaküche” vom Feinsten, eines Sultans würdig und ich finde, damit ein perfekter Kandidat für Zorras Blogevent “Aus Sultans Küchen”, diesmal ausgerichtet von Christine von ninivepisces.

Blog-Event LXXXV - Aus Sultans Küchen (Einsendeschluss 15. März 2013)

Bei Christine findet ihr übrigens nicht nur leckere Rezepte, sondern auch Musik, bzw. Music, Dreams and more – vorbeischauen lohnt sich!

Zu den Paprika passt ein frisch gebackenes Pitabrot sehr gut – wie immer, gibt es das bei uns nach Petras Rezept hier.
Wie alle Rezepte, die ich bisher aus diesem Buch ausprobiert hat, war auch dieses toll mit einer sehr ausgewogenen, perfekten Würzung und Abstimmung der Zutaten,  wenn auch ein Klassiker, den man so oder ähnlich in sehr vielen Küchen findet.

Zutaten für 4 Personen:
8 mittelgroße rote Spitzpaprika
1 große Tomate (170 g)
2 mittelgroße Zwiebeln, grob gehackt
ca. 500 ml Gemüsebrühe

Für die Füllung:
140 g Basmatireis
1 1/2 EL Baharat Gewürzmischung (ich nehme dafür Baharat Köfte, gibt es in türkischen Supermärkten)
1/2 TL gemahlenen Kardamom
2 EL Olivenöl
1 große Zwiebel, fein gehackt
400 g Lammhackfleisch (ich habe Rind genommen)
2 1/2 EL gehackte glatte Petersilie
2 EL gehackter Dill
1/2 EL getrocknete Minze (hab ich durch frische ersetzt)
1 1/2 TL Zucker
Salz und schwarzen Pfeffer

Basmatireis gut waschen, in einen Topf mit leicht gesalzenem Wasser geben und ca. 4 Minuten kochen, abgießen.
Gewürze in einer Pfanne ohne Fett anrösten, Olivenöl und Zwiebel hinzufügen, rührend einige Minuten glasig dünsten. Zwiebel mit Fleisch, Reis, Kräutern, Zucker und 1 TL in einer großen Schüssel gut verkneten.
Paprikaschoten zu einem Drittel aufschneiden (Stielansätze nicht entfernen!) und vorsichtig die Samen entfernen, ebenso vorsichtig mit der Farce füllen, die Schoten sollen dabei ganz bleiben.

Tomaten- und Zwiebelwürfel in einem großen Bräter verteilen, die gefüllten Schoten darauflegen und ca. 1 cm hoch Brühe angießen. Bei sehr kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel ca. 1 h garen, ab und zu nachschauen, ob noch etwas Flüssigkeit auf dem Pfannenboden ist, wenn nicht nachfüllen.
Die Paprikaschoten schmecken übrigens auch kalt noch sehr gut.

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