Tomatentarte mit Ricotta-Parmesan-Thymiancreme

Nach den Gurken nun die Tomaten, die über mich hereinbrechen… warum muss eigentlich immer alles zusammen und auf einmal reif werden?
Über den Kopf gewachsen sind mir die Pflanzen schon lange – obwohl ich eine Weile alle 2 Tage ausgegeizt habe, sind sie gewuchert, und gewuchert und weiter gewuchert.

Bei den Tomaten finde ich die aktuelle Schwemme allerdings sehr inspirierend – sie sind ja einfach so vielseitig. Saucen, Suppen, Salate und natürlich Tartes.
Tomaten sind ja auch meine ganz große Liebe – das allererste Gericht, das ich mir als Kind selbst zubereiten konnte, war ein Tomatensalat.

Die pinken Ochsenherzen, die ich dieses Jahr habe, erröten nicht nur wunderschön mädchenhaft pink, sondern schmecken auch ganz wunderbar und eignen sich durch viel Fruchfleisch und wenig Kerne perfekt für herzhafte Kuchen und Tartes.

Die ersten habe ich vor zwei Wochen schon zu dieser herzhaften Tarte verarbeitet – mit Mürbeteig und einem saftigen Belag aus Ricotta, Parmesan, frischem Thymian und Piment d’Espelette.
Diese Chilisorte gibt für mich Tomaten den letzten Kick – nur wenig Schärfe, dafür ganz viel fruchtiger Geschmack. Auch an Salaten ganz toll.

Macht bitte nicht den gleichen ungeduldigen Fehler wie ich… Obwohl ich es besser wusste, war ich hungrig nach der Arbeit und habe dem Mürbeteig nicht genügend Zeit zum Ruhen gegeben, er war ein wenig bröselig durch meine Ungeduld.
Mindestens 30, besser 60 Minuten sollte er dann doch noch im Kühlschrank rasten dürfen.

Zutaten für eine Tarte von 26 cm:

300 g Mehl
150 g Butter, eiskalt, in Flöckchen
1 Eigelb
1 TL Meersalz
evtl. etwas eiskaltes Wasser wenn der Teig zu bröselig ist

Belag:
250 g Ricotta
4-5 Zweige Thymian, die Blättchen abgezupft
1 große junge Knoblauchzehe
40 g Parmesan
1 TL Meersalz
1 Ei
3/4 – 1  TL Piment d’Espelette
3 große Ochsenherztomaten
1 Handvoll kleine Kirschtomaten
etwas Olivenöl

Die Zutaten für den Teig schnell verkneten, gerade so, dass er gut vermengt ist. Nicht zu lange kneten und die Butter nicht zu warm werden lassen. Trotz Küchenmaschine knete ich den Mürbeteig eigentlich lieber mit den Händen, da man so ein besseres Gefühl hat, wann es reicht.
Zu einer Rolle formen, in Klarsichtfolie packen und mindestens 30, besser 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Ofen auf 200° vorheizen. Für den Belag die Knoblauchzehe zerdrücken und alle Zutaten bis auf die Tomaten gut verrühren.
Ochsenherzen in Scheiben schneiden.
Den Teig ausrollen und in eine Tarteform drücken, die Ricotta-Parmesancreme darauf streichen.
Außen mit den Ochsenherztomaten belegen, innen die Kirschtomaten daraufsetzen und auf mittlerer Schiene ca. 25-30 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist und noch ein wenig Olivenöl darüberträufeln.

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Garden Mojito – gegen die Gurkenschwemme

Zur Abwechslung gibt es hier heute mal einen kühlen Drink, morgen soll es heiß werden!
Ich bin momentan immer noch beschäftigt mit dem Nachbasteln einiger Urlaubsrezepte sowie der Gurkenverwertung.

Gurkenverwertung? Ich hab doch nur eine einzige Pflanze…
Die trägt aber so reichlich, dass ich mal wieder mit der Ernte nicht nachkomme und Gurken schmecken ja auch nur ganz frisch und roh.

Also hab ich mich an unserem letztjährigen Lieblings-Urlaubsdrink  versucht – dem Garden Mojito, mit Minze, Gurke und Rum, den wir in Mauritius geliebt haben.
Wie passend, dass ich ihn dieses Jahr mit meinen eigenen Gartengurken ausprobieren kann.

Rezept hatte ich keines und auch nach längerem Suchen kein passendes gefunden, muss wohl eine Eigenkreation des Barkeepers gewesen sein, da Mojito ja auch nicht unbedingt zu den mauritianischen Urgetränken gehört, dort allerdings überall gang und gäbe ist.

Diese Version mit Gurken fanden wir besonders erfrischend, der Gurkengeschmack passt ganz toll zu Rum, Limette und Minze. Ich habe zum Süßen Kokosblütenzucker genommen, dadurch wird der Cocktail nicht zu zuckrig und bekommt noch zusätzliches Tropenflair.

Also los, Mojito mixen, Gurke mal nicht als Salat verwenden, ab nach draußen und genießen.
Man kann übrigens hierfür hellen Rum genauso gut verwenden, ich hab hier allerdings einen milden braunen verwendet, der noch aus diesem Urlaub stammt, um das passende Feeling ein bisschen zu intensivieren.
Crushed Ice wäre hierfür auch noch besser gewesen, aber gerade nicht vorhanden. Trotzdem – es hat diesmal (fast) ganz genauso geschmeckt, wie wahrscheinlich jeder schon mal festgestellt hat, ist das bei Urlaubsgetränken ja immer etwas schwierig.

Zutaten für jeweils 1 Glas:

1/2 Bio-Limette
1 Zweig Minze
3-4 cl Rum
2 TL Kokosblütenzucker, wer es süßer mag, kann auch etwas mehr nehmen
1/4 Minigurke
Eiswürfel oder Crushed Ice

In einem Becherglas Limette, Minze und und den Kokosblütenzucker mit einem Stößel etwas zerstampfen, den Rum daraufgeben. Gurke vierteln und in ca. 2-4 cm lange Stücke schneiden, ebenfalls ins Glas geben und mit Eis auffüllen, mit einer Gurkenscheibe dekorieren, fertig.

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Lemon Frozen Yogurt Cheesecake mit Himbeerspiegel

Es gibt sie, diese perfekten Tage…  an denen man sich ein Rezept ausdenkt, es ausprobiert und sofort denkt: ja, das ist es, es muss noch nicht mal etwas geändert werden.
Alles ist gut gelungen, schmeckt umwerfend, es ist ein schöner sonniger Sommertag und das Licht zum Fotografieren ist gut.

Beziehungsweise ich habe jetzt endlich einen Platz gefunden, an dem das Licht morgens gut ist.
Denn:
Gefrorenes zu fotografieren ist immer besonders heikel.
In der Nachmittagshitze oder abends ganz schnell tödlich, wie auch die tausendschöne Tina hier schon festgestellt hat (sind die Bilder aber nicht wundervoll geworden?)

In der kühleren morgendlichen Luft hielt sich dieser Lemon Frozen Yogurt Cheesecake aber sehr wacker.

Probiert haben wir ihn natürlich erst nach dem Anschnitt und den Fotos und diese sehr zitronige, fruchtige Cheesecake-Eistorte ist ein Traum. Sooo frisch, zitronig und einfach ein tolles Sommerdessert, denn er kann ja eine gute Weile im Voraus zubereitet werden.

Ein Boden aus Haferflockenkeksen, ein Cheesecake-Eis mit viel frischer Zitrone, griechischem Joghurt und Frischkäse, ein Himbeerspiegel aus süßen, reifen Beeren, die in Rosenzucker gewälzt werden.

Apropos Rosenzucker – wenn ihr nach Heidelberg kommt, statt bitte unbedingt der l’Epicerie einen Besuch ab, denn dort habe ich diesen auch gekauft.
Das Geschäft der netten und unaufdringlichen Französin ist ein einziger Einkaufshimmel, Gewürze, Öle und Essige nur vom allerfeinsten, tolle Bücher, wunderschöne nordafrikanische Keramik, feinste Schokoladen. Ich bin mindestens eine Stunde nicht aus dem Laden rausgekommen und habe ordentlich eingekauft.
So einen schönen, bestens sortierten und liebevoll geführten Laden habe ich schon sehr lange nicht mehr gesehen.

Auf die Idee für diesen Frozen Yogurt Cheesecake bin ich gekommen, als ich eine Folge Glamour Puds mit Eric Lanlard gesehen habe, in der er ein wunderbares Vacherin Glacé zubereitet hat, das ich so gerne nachgemacht hätte. Allerdings hab ich nirgendwo genau dieses Rezept gefunden und dachte mir dann einfach eine kleine Eistorte selbst aus. Einen Frozen Yogurt wollte ich eh unbedingt machen und für Cheesecakes bin ich ja immer zu haben.
Allerdings – länger als 2, maximal 3 Tage würde ich ihn nicht eingefroren lassen, die Konsistenz büsst dann etwas ein.

Von den anderen Tagen, den misslungenen Rezepten, hässlichen Fotos, Dramen in der Küche gibt es aber demnächst auch noch etwas hier zu lesen… denn alles hat seine Daseinsberechtigung, die schönen und perfekten Tage und auch die grauen, langweiligen, an denen vielleicht auch noch alles misslingt, was man anpackt.

Genießt die schönen Tage, in vollen Zügen!

Zutaten für eine kleine Springform von 18 cm:

Für den Boden:
100 g Hobbit Kekse oder andere Kekse mit Haferflocken
45 g Butter, zerlassen

Die Kekse in einem Mixer zerkleinern, mit der zerlassenen Butter mischen. Den Boden einer eingefetteten Springform damit auskleiden.

Für den Lemon Cheesecake Frozen Yogurt:
Schale und Saft von 2 Zitronen
90 g Zucker
1oo g Frischkäse
250 g griechischer Sahnejoghurt

Zitronensaft und -schale mit dem Zucker erhitzen, bis sich dieser aufgelöst hat. Abkühlen lassen. Mit dem Schneebesen gut mit den restlichen Zutaten verquirlen, in die Eismaschine füllen und nach Anleitung frieren lassen.

Für den Himbeerspiegel:
120 g Himbeeren + ein paar zum Dekorieren
25 g Zucker
1 Blatt Gelatine

Gelatine in kaltem Wasser auflösen. Himbeeren zerdrücken, mit dem Zucker ganz kurz erhitzen, sofort durch ein feines Sieb passieren und gut mit der Gelatine verrühren, ganz abkühlen lassen.

Die Eismasse auf dem Keksboden verteilen, glattstreichen, dann den Himbeerspiegel gleichmäßig darauf verteilen und noch für mindestens 1 Stunde in den Tiefkühler stellen.

Wenn das Törtchen ganz durchgefroren ist, unbedingt rechtzeitig vor dem Servieren rausholen, sie muss ungefähr eine Viertelstunde noch stehen.

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Urlaub auf dem Teller: Arancini und Caponata von Giorgio Locatelli

Fernwehfutter at home – das ist dieses Jahr mein Motto.
Nein, ich hab mich nicht verschrieben, kein Fernsehfutter!
Nachdem wir ganz schön viel in unser neues Zuhause investiert und auch schon einen guten Teil des Urlaubs für den Umzug verbraucht haben, fällt die große Reise für 2014 aus, was aber auch nicht weiter schlimm ist, weil es so schön und erholsam zuhause ist, nur jemand, der einmal am Tag die Wohnung saubermacht und aufräumt wäre noch toll!

Und – etwas südliche oder exotische Küche muss dann auch schon sein und passt ja auch so gut in den Sommer.

Try this, try this murmelnd, niemals werde ich den verschwörerischen Blick von Signora Conchetta vergessen, wenn sie mit neuen Tellerchen voller Köstlichkeiten ihres kochenden Mannes aus der Küche kam.

Seit nun fast 2 Jahren sehne ich mich nun schon nach Arancini, den meistens mit Fleisch gefüllten und frittierten Reisbällchen aus Sizilien, die wir uns dort fast täglich einverleibt haben, und nach Caponata, für die ja jetzt auch die beste Saison ist, Tomaten, Auberginen und Zucchini gibt es jetzt in allerbester Qualität.

Also los und eine Fritteuse gekauft, den letzten Anstupser dazu bekam ich von Susanne, die sich auch gerade genau das Modell, das ich im Auge gefasst hatte, zulegte und sehr zufrieden ist.

Ausprobieren wollte ich zwei Rezepte von Giorgio Locatelli, da hier auch die Caponata frittiert wird und „Sizilien“ von Locatelli ja als „das“ Kochbuch zum Thema gilt.

Mal vorweg: DIE einzig wahre und richtige Caponata gibt es eh nicht, der sizilianische Kollege meines Mannes war über die Zubereitungsweise (die Tomaten bleiben erst mal roh und ziehen dann nur mit dem frittierten restlichen Gemüse) recht erstaunt.

Und ich muss leider auch sagen – diese Caponata hat mich nicht so ganz überzeugt und war von der in Sizilien exzessiv verzehrten doch noch ein gutes Stück entfernt. Weiterhin schmecken viele Dinge, die frittiert wurden, kalt meistens nicht mehr so toll und das hat sich auch in diesem Fall bestätigt.
Außerdem – noch mal 100 ml Öl an ein Gericht, bei dem fast alles eh schon frittiert wurde? Nö  – die Menge hab ich auch noch mal ordentlich reduziert und fand es immer noch etwas zu viel.

Ich werde nächstes Mal dann doch eine Variante ausprobieren, in der die Tomaten erst geschmort werden, auch war mir hier die Säure bzw. der Essig etwas zu viel und nicht ganz ausgewogen.

Die Arancini hingegen waren sehr gut, ich hätte nur die Sauce nicht ganz so sehr einkochen sollen, das war aber einfach meine Schuld.

Und - bei dem Rezept haben so einige Angaben gefehlt. Man soll eine Pastella aus Mehl und Wasser herstellen, aber wie viel Wasser um Himmels Willen? Ich hab dann einfach so viel zugegeben, bis ein leicht zähflüssiger Teig entstand, in dem man die Bällchen gut wenden konnte, der aber auch gut haften blieb.
Weiterhin war die Füllung viel zu viel – ich habe mich ehrlich gesagt schon beim Lesen gewundert, wie dieses Verhältnis so aufgehen wird, bei mir war es definitiv zu viel.
Ebenso bei den Semmelbröseln, hätte ich die angegebene Menge verwendet – 1 Kilo Semmelbrösel auf 500 g Reis - wäre die Panade sicher über 1 cm dick gewesen.

Signore Locatelli, es tut mir furchtbar leid, aber ich glaube, so richtig warm werden wir beide nicht.
Ich hätte Sie gerne gemocht, habe mir mehr erwartet und vor allem passende Mengenangaben, hätte ich mich genau an die Rezepte gehalten, wäre wahrscheinlich einiges in die Hose gegangen.

Das Rezept für die Caponata habe ich auf Valentinas Kochbuch gefunden, die Arancini di carne hier.

Zutaten für die Caponata, ca. 4 Personen:
 1 große Aubergine
Olivenöl zum Braten
1 Zwiebel, in 2 cm große Würfel geschnitten
Pflanzenöl zum Frittieren (Erdnussöl)
2 Stangen Bleichsellerie, in 2 cm große Würfel geschnitten
1/2 Fenchelknolle, in 2 cm große Würfel geschnitten (habe ich weg gelassen)
1 Zucchino, in 2 cm große Würfel geschnitten
3 Frische Flaschentomaten, in 2 cm große Würfel geschnitten
1 (kleiner) Bund Basilikum
50 g Sultaninen
50 g Pinienkerne (ich habe die Kerne vorher goldbraun geröstet)
etwa 100 ml Olivenöl extra vergine (ca. 35-40 ml verwendet)
5 EL hochwertiger Rotweinessig
1 EL passierte Tomaten
1 EL extrafeiner Zucker
Salz und Pfeffer

Aubergine in 2 cm große Würfel schneiden, mit Salz bestreuen und mindestens 2 Stunden in einem Sieb abtropfen lassen. Überschüssige Flüssigkeit leicht ausdrücken.

1 EL Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebel leicht anbraten, bis sie glasig ist, nicht bräunen lassen! In eine große Schüssel geben.
Pflanzenöl in eine Fritteuse oder einen großen, tiefen Topf geben (nicht mehr als ein Drittel befüllen) und auf 180 Grad Celsius erhitzen. Selleriewürfel hineingeben und 1 – 2 Minuten frittieren, bis sie goldbraun sind. Auf Küchenpapier abtropfen lassen.
Das Öl wieder auf die gewünschten 180 Grad Celsius erhitzen und den Fenchel hineingeben. Wie den Sellerie frittieren und abtropfen lassen, dann den Vorgang mit den Auberginen- und Zucchiniwürfeln wiederholen.
Das frittierte Gemüse zusammen mit den gewürfelten Tomaten in die Schüssel zu den Zwiebeln geben.
Basilikumblätter zerpflücken und mit den restlichen Zutaten in die Schüssel geben. Kräftig würzen. Die Schüssel mit dem noch warmen Gemüse mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 2 Stunden ziehen lassen, dann bei Raumtemperatur servieren. Nicht in den Kühlschrank stellen, da das die Aromen mindert. Durch den Vorgang des „Dämpfens“ unter der Frischhaltefolie und das sehr langsame Abkühlen soll die Caponata zu einer Art frittiertem Gemüsesalat werden, mit vielen verschiedenen Aromen, etwas Einheitliches mit einem ganz eigenen Geschmack.

Zutaten für die Arancini, diese Menge hier reicht sicher locker für 6 Personen:

1,6 l Hühnerbrühe
500 g Arborio Reis (ich habe Carnaroli verwendet, wie immer für Risotto, schmeckt mir einfach besser)
5 g Salz
1,5 Briefchen Safranfäden oder -pulver (ca. 0,15 g)
60 g geriebener Pecorino
ca. 1 kg feine Semmelbrösel (auch hier habe ich viel, viel weniger gebraucht, ich möchte ja nicht eine zentimeterdicke Panade haben?)
Pflanzenöl zum Frittieren (Erdnussöl)

Für die Füllung:
Olivenöl
1 mittlere Zwiebel, fein gehackt
1 Karotte, fein gehackt
1 Selleriestange, fein gehackt
400 g Hackfleisch, am besten gemischt
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
120 ml Rotwein
400g Dosentomaten (oder frische, gehäutete)
50 g gekochte Erbsen
100 g Tuma (sizilianischer Schafskäse, hier sicher kaum zu bekommen, also durch Mozzarella ersetzen), in kleine Würfel geschnitten

Für die Pastella:

350 g Mehl
1 Ei
Und nu?
Wasser war keines angegeben… ich habe einfach so viel Wasser zugegeben, bis ein leicht zähflüssiger Teig entstanden war, der nicht zu sehr tropft, aber in dem sich die Bällchen gut wenden lassen.

Hühnerbrühe in einem Topf zum Kochen bringen. Reis, Salz und Safran dazugeben, wieder zum Kochen bringen und ca. 15 Minuten kochen, bis der Reis weich und die Flüssigkeit absorbiert ist.
Vom Herd nehmen, ganz kurz abkühlen lassen, dann den Pecorino unterziehen.
Ganz abkühlen lassen.

Währenddessen die Füllung vorbereiten – etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, das gehackte Gemüse hineingeben (bis auf die Erbsen) und weich dünsten, es soll nicht bräunen.
Fleisch hinzufügen und einige Minuten braten, mit Salz und Pfeffer würzen, dann den Wein hinzugeben und aufkochen. Tomaten zufügen und für ca. eine Stunde kochen. Die Sauce sollte recht dick sein. Abkühlen lassen, dann mit den Mozzarellawürfeln und den Erbsen mischen.
Für die Pastella Mehl, Wasser und ein in einer großen Schüssel gut verquirlen. Semmelbrösel in eine zweite Schüssel geben.
Die Hände anfeuchten und aus dem Reis Bällchen formen, so wie ganz kleine Orangen oder große Mandarinen. Mit dem Daumen ein Loch hineinmachen, etwas Füllung hineingeben und wieder verschließen. Erst in der Pastella, dann in den Semmelbröseln wenden.

Die Bällchen in ca. 170° heißem Pflanzenöl 4-5 Minuten frittieren, bis sie goldbraun sind, gut abtropfen lassen und servieren.

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Blaubeerpfannkuchen mit Ahornsirup Crème Fraîche und Basilikum-Minz-Pistazienpesto

“Ich bin schneller wieder da, als du Blaubeerpfannkuchen sagen kannst”.

Dieses Zitat aus Pulp Fiction (die Abwesenheit von Butch dauert ja dann bekannterweise aber doch etwas länger…) ist der Grund, warum ich bei Blaubeerpfannkuchen immer an den Film denken muss.
Wobei sich für mich auch nach dem x-ten Mal ansehen immer noch nicht die Frage geklärt hat, was in dem mysteriösen Koffer ist.
Die Seele von Marcellus Wallace?
Vielleicht das Originalrezept für den Big Kahuna Burger und den 5 Dollar Milchshake?
Oder vielleicht doch ein paar köstliche Blaubeerpfannkuchen?

Blaubeerpfannkuchen gibt es heute auf jeden Fall hier, nachdem mir normaler Ahornsirup dazu meistens etwas zu klebrig ist, habe ich diesen mit Crème Fraîche gemischt und so eine wunderbar süß-säuerliche Creme erhalten.
Für zusätzliche Frische gibt es ein süßes Pesto aus Basilikum, Minze, Pistazien und Pistazienöl und Limettenschale, diese Pesto passt auch zu anderen sommerlichen Desserts, Eis, Beeren oder Ähnliches.

Die Heidelbeeren, die ich für diese Pancakes hatte, waren leider so riesig, dass sie einfach nicht im Teig versinken wollten, ein paar kleinere waren aber an diesem Tag nicht aufzutreiben.
Im Wald fällt mir allerdings immer auf, dass es viel weniger Heidelbeeren gibt als in meiner Kindheit – da waren die Wälder noch voll davon.
Hier in der Pfalz sagt man übrigens “Heidelbeeren brechen gehen” – ich muss immer an die Anekdote meiner Oma denken, welches Unverständnis und Ekel dieser Satz von ihr damals bei jemandem aus nördlicheren Gefilden auslöste.

Die Pfannkuchen sind toll zu einem Frühstück/Brunch oder als kleiner Snack z. B. am Sonntagnachmittag.

Das Rezept für die Pancakes habe ich von lecker.de (allerdings habe ich weniger Beeren genommen, 400 g sind dafür einfach zu viel), das Pesto und die Ahornsirup Crème Fraîche habe ich mir dazu ausgedacht.

Pancakes für 3-4 Personen:

ca. 250 g Heidelbeeren
3 EL Butter
150 g Mehl
1 TL Backpulver
1,5 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei (Größe M)
150 ml Buttermilch
2 EL Butterschmalz

Heidelbeeren waschen und gut abtropfen lassen,  die Butter in einem Topf schmelzen. Mehl, Backpulver, Vanillezucker und Salz mischen. Ei mit einem Schneebesen verquirlen. Die Milch und flüssige Butter unterrühren und den Ofen auf ca. 100° vorheizen.
Die Mischung mit dem Mehl esslöffelweise  unterrühren. 1 Esslöffel Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne  erhitzen, mit einem Esslöffel kleine Teighäufchen hineingeben und sofort einige Heidelbeeren darauf verteilen. Pfannkuchen bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten von jeder Seite braten. Im Ofen warmhalten und den Rest Teig ebenso backen, dabei das restliche Butterschmalz portionsweise zufügen.

Für die Ahornsirup Crème Fraîche:

100 g Crème Fraîche mit 2 TL Ahornsirup und einer Prise Fleur de Sel verrühren.

Für das Basilikum-Minz-Pistazienpesto:

3-4 Zweige Basilikum
2-3 Zweige Minze
1,5 EL Pistazien
3 TL Zucker
abgeriebene Schale einer Limette
2 TL Pistazienöl

Alle Zutaten bis auf die Limettenschale in einem Blender zu einer Paste verarbeiten, ganz zum Schluss die Schale der Limette unterrühren.

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More peas please – grünes Risotto mit Erbsen, Spinat, Frühlingszwiebeln und Limette

Wie versprochen – mehr Erbsen. Dann ist aber auch erst mal Schluss damit, ebenfalls versprochen!

Ein sehr grünes, sehr frisches Risotto gibt es heute, mit knackigem Spinat, Frühlingszwiebeln, Limettenschale und -saft und natürlich – Erbsen!
Auch hier war das Motto: einmal durch den Garten gehen und schauen, was geerntet werden muss, netterweise hat das alles auch noch so prima zusammengepasst!

Ich liebe inzwischen meine täglichen Runden durch den Garten… morgens ganz früh eine, nur so zum gucken und gerne barfuß und eine abends, wenn ich heimkomme – ich kann noch so platt und erschöpft sein, nach dieser Runde geht es mir besser und ich merke, wie die Energie zurückkommt.

Hier ein bisschen gezupft, da ein bisschen geschnipselt oder ganz brachial etwas ausgegraben oder gehackt – ein nerviger Bürotag ist da für mich ganz schnell vergessen.
Momentan freuen wir uns über unsere erste Seerosenblüte… aus dem Teich, der vorher eine schmutzige Brühe mit wahrscheinlich sehr unglücklichen Fischen darinnen war, ist nun eine kleine Oase mit vielen kräftigen Pflanzen, klarem Wasser und hoffentlich zufriedeneren Bewohnern geworden.

Genug geschwätzt, jetzt einen schnellen Bogen zum Risotto schlagen, das in kurzer Zeit auf dem Tisch steht, ihr dürft hierfür natürlich auch gerne tiefgekühlte Erbsen benutzen.
Beim Spinat allerdings empfehle ich, unbedingt frischen Blattspinat zu nehmen, der tiefgekühlte wird bei solchen Sachen einfach zu matschig, in Pasta oder Risotto lasse ich die Spinatblätter nur ein paar Sekunden zusammenfallen.

 Zutaten für 2 Personen:
200 g Risottoreis – am besten Carnaroli
abgeriebene Schale und Saft einer halben Limette
ca. 600 ml Kalbsfond oder Gemüsebrühe, nach Wahl
2 gute Handvoll Erbsen, enthülst (oder TK)
3-4 gute Handvoll frischer Spinat, ganz grob gehackt
3-4 Frühlingszwiebeln
2 EL Olivenöl
1 EL Butter
1 sehr kleine, junge Knoblauchzehe
ca. 50 g Parmesan, gerieben
Salz und Pfeffer – weißer würde hier gut passen, ich hatte aber nur schwarzen da

Iin einem schweren Topf das Olivenöl bei mittlerer Hitze glasig dünsten, die in feine Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln hinzufügen, 2-3 Minuten dünsten und wieder herausnehmen, beiseite stellen. Nun den kleingehackten Knoblauch in den Topf geben, glasig dünsten, dann Reis hinzufügen, kurz rühren, bis er mit dem Öl überzogen ist.

Den Limettensaft und etwas Brühe angießen, Limettenschale hinzufügen, in ca. 20 Minuten immer wieder etwas Brühe unter Rühren angießen.
In der Zwischenzeit die Erbsen in einem kleinen Topf ca. 3 Minuten blanchieren – wenn die Erbsen sehr klein sind, dürfen es auch nur 2 sein.

Wenn das Risotto gar ist und eine schöne sämige Konsistenz hat, den Esslöffel Butter unterrühren, dann die Erbsen und den Spinat hinzugeben sowie die beiseite gestellten Frühlingszwiebeln.
Die Hälfte des Parmesans unterrühren, die andere Hälfte kann nach Belieben darüber gestreut werden.

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