Last Minute Weihnachtsbäckerei: Schwedische Haferkekse (Havreflarn)

Schon keksmüde? Oder vielleicht noch gar nicht zum Backen gekommen?
Für die zweiteren von euch habe ich noch ein Last Minute Rezept, das superschnell und einfach ist und eigentlich auch das ganze Jahr über geht: Schwedische Haferkekse.

cookies13-1-von-1Die komplette letzte Woche hat es mich ins Bett verschlagen, erst mit einem grippalen Infekt, der dann nahtlos in Magen-Darm übergegangen ist, aber zwei Dinge habe ich noch in der Pipeline, die ich vor Weihnachten noch unbedingt mit euch teilen möchte, diese Kekse sind eines davon.

cookies12-1-von-1Ins Auge gesprungen sind mir die Kekse letztens bei der Frau Zuckerbäckerin und nachdem ich Haferflocken sehr liebe, musste ich diese natürlich unbedingt ausprobieren. Allerdings wollte ich lieber ein Rezept ohne Mandeln und ohne Ei und nach ein wenig Stöbern im Netz habe ich mir selbst eines zusammengebastelt.

coll1_1Außerdem habe ich meine Haferkekse mit etwas Zimt aromatisiert – das ist allerdings überhaupt kein Muss, wenn ihr keinen Zimt mögt, aber in der Winterzeit bin ich total verrückt nach Zimt und ich finde, er passt sehr schön zum kernigen Hafergeschmack.

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Die Kekse müssen ganz dünn sein und dürfen auf keinen Fall zu hell bleiben, denn nur so karamellisiert der Zucker schön und ergibt einen schön knusprigen, kernigen und karamelligen Haferkeks.
Da mein Teig nur eine winzige Menge Mehl beinhaltet, muss man aufpassen, dass man die „Rohlinge“, die man auf das Blech setzt, vorher ein wenig zusammendrückt, so dass sie nicht auseinanderfallen.

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So, ich erhole mich nun noch einen letzten Tag von meinen diversen Infekten und wünsche euch einen schöne und erholsamen 4. Advent, bleibt gesund!

Zutaten für ca. 20-22 Kekse:
150 g Haferflocken
3/4 TL Zimt (optional)
70 g brauner Zucker
60 ml Rübensirup
1 Prise Salz
70 g Butter
1/2 TL Backpulver
2 TL Mehl

Ofen auf 175° vorheizen. Butter in einem kleinem Topf schmelzen, den Zucker darin auflösen und den Rübensirup hinzufügen, bis eine homogene Masse entstanden ist. Die trockenen Zutaten (Haferflocken, Zimt, Mehl, Backpulver) in einer Schüssel vermischen, dann die Butter-Zucker-Mischung unterrühren.
Ca. kirschgroße Kugeln formen, dabei die Masse gut zusammendrücken, auf ein Blech setzen und mit einem Löffel flachdrücken > damit die Kekse etwas gleichmäßiger werden, habe ich eine runde Ausstechform genommen, jeweils einen Klecks Teig hineingegeben und dann in der Form richtig schon festgedrückt. Bei beiden Varianten müsst ihr darauf achten, dass der Teig nicht zu dick ist und unbedingt genügend Platz drumherum lassen, denn beim Backen gehen die Haferkekse noch mal ordentlich auseinander.
Ca. 11 Minuten backen und dabei ein Auge drauf behalten, die Kekse müssen schön gebräunt sein, dürfen aber auch nicht zu dunkel werden.

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Mürbe Sternchen mit Butterkaramellfüllung

Und noch ein neues Plätzchenrezept für dieses Jahr, diesmal für diejenigen, für die es gerne auch ein klein wenig aufwändiger bei der Herstellung sein darf.

Mit Marmelade gefüllte Plätzchen sieht man ja alljährlich überall, aber ich war vorletzte Woche in Brüssel und in der Rue au Beurre, der Butterstraße, kam mir dann die Idee hierzu.
Zwischen zig kleinen, wunderschönen Lädchen mit Spekuloos, Salzkaramell, Meringues und natürlich belgischer Schokolade wollte ich dann unbedingt ein paar karamellgefüllte Kekse.

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Leider hatte ich nur eine kurze Stunde private Zeit zu vertrödeln, aber eingekauft habe ich natürlich dort trotzdem ein bisschen. Man sollte auf gar keinen Fall am Maison Dandoy vorbeigehen, dort gibt es die besten Spekuloos und ganz wunderbare, dünne knusprige Kekse au Beurre salée.

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Wieder zuhause, habe ich mich dann gleich an die Umsetzung der gewünschten Karamellplätzchen gemacht… in Sternform, denn in der Vorweihnachtszeit kann man sich bei mir zuhause vor Sternen eh nicht mehr retten.

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Den klassischen, leicht mandeligen Mürbeteig habe ich bei Mme. Micha geklaut (trifft wie immer meinen Geschmack und ist gelingsicher…), das Salzbutterkaramell ist in unterschiedlichen Konsistenzen bei mir ein Dauerbrenner.
Für diese Plätzchen muss das Karamell ein bisschen fester sein, so dass später nicht zuviel neben herausläuft.

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Wie sie schmecken? Hmmmm.
Genau so, wie ich mir das vorgestellt habe!
Ein bisschen tricky ist das ausstechen der Sterne bzw. der mit Loch innen, man muss etwas aufpassen, dass die Form beim Transfer auf das Backblech nicht kaputt geht. Wem das zu umständlich ist, kann aber auch einfach runde Formen nehmen, das geht viel leichter.
Einen schönen 3. Advent wünsche ich euch!

Zutaten für ca. 22 Sterne:
Teig:
200 g Mehl
130 g Butter, Zimmertemperatur
65 g Puderzucker
65 g geschälte, gemahlene Mandeln
1 Eigelb, Größe L
1 Pr Salz
1/2 Vanilleschote, das Mark ausgekratzt
Puderzucker zum bestäuben

Salzbutterkaramell:
100 g Zucker
80 ml Sahne
35 g gesalzene Butter,  kalt und in Stückchen geschnitten + 1/4 TL Fleur de Sel

Zuerst das Karamell herstellen. Die Sahne erwärmen. Den Zucker in einem kleinen schweren Topf schmelzen lassen, wenn er eine goldbraune Farbe bekommen hat, ist er fertig. Achtung, der Zucker darf nicht zu dunkel werden, sonst schmeckt später das Karamell bitter. Die warme Sahne dazugeben, ein Weilchen rühren, bis sich alles gut verbunden hat. Zum Schluss die Butter unterrühren und das Fleur de Sel. Abkühlen lassen.

Für den Teig die Butter mit Puderzucker und Eigelben schaumig schlagen. Mit Mandeln, Mehl und dem Mark der Vanilleschote rasch zu einem glatten Teig verkneten. Nicht zu lange kneten, nur so viel, das alles gut verbunden ist.
Den Teig in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank für mindestens 1 h kühlen.

Ofen auf 175° vorheizen. Dann den Teig am besten portionsweise auf ca. 2 mm ausrollen und Sterne ausstechen. Die Hälfte davon noch mal mit einem kleineren Stern in der Mitte ausstechen. Auf der mittleren Schiene des Ofens für 10-12 Minuten hellgelb backen. Auskühlen lassen und die Sterne mit Loch mit Puderzucker bestäuben.
Auf jeden „ganzen“ Stern einen Klecks Butterkaramell geben, die Deckel daraufsetzen und in einer Blechdose aufbewahren.

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Weihnachtsmenü? Toskanisches Wildschweinragu mit Schokolade, Safranpüree und Butterspinat

Schon Ideen für das Weihnachtsmenü?
Wenn nicht, hätte ich da einen ganz tollen Vorschlag für euch. Probiert im Herbst während des Toskana-Urlaubs und zuhause dann umgehend nachgekocht:
Wildschweinragu mit Schokolade, Cinghiale in dolceforte.

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Butterzartes Wildschwein in einer aromatischen, süß-sauren Sauce mit Schokolade, Orangeat, Pinienkernen und Rotwein – das ist doch eigentlich die perfekte Kombi für ein weihnachtliches Menü, oder?
Dazu ein Kartoffelpüree mit brauner Butter und Safran, das leicht herb daherkommt und ganz wunderbar zu den süßsauren Aromen passt. Und Butterspinat, mit einem Hauch Knoblauch aromatisiert.

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Ein Rezept dafür habe ich bei Ariane von Tra dolce ed amaro gefunden, allerdings habe ich es noch ein wenig abgeändert, es war mir von manchem ein bisschen zu viel, denn das Ragu, das ich in der Toskana gegessen habe, hatte keine dominanten Aromen, sondern alles sehr fein abgestimmt, von nichts zu viel oder zu wenig.

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In meiner Version ist einiges weniger an Orangeat enthalten, keine Rosinen und auch etwas weniger Schokolade und Rotwein.

Für unseren Geschmack war es so absolut perfekt, natürlich könnt ihr aber auch die Mengen der Originalversion ausprobieren.

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Selbstverständlich gibt es hier auch bald wieder etwas weihnachtlichen Süßkram, ich kann euch eines verraten: Es wird bald karamellig…
Eine schöne Restwoche wünsche ich euch!

Zutaten für 4 Personen:
ca. 800 g Wildschweinfleisch zum Schmoren, Schulter oder Keule z.B.

Für die Marinade:
ca. 250 ml Rotwein (soviel davon, dass das Fleisch und das Gemüse gerade bedeckt werden)
80 ml Rotweinessig
1 Karotte
1 Stange Staudensellerie
1 Zwiebel
2 Lorbeerblätter
2 Zweige Thymian
1 Zweig Rosmarin
2 Gewürznelken
1 TL Wacholderbeeren, angedrückt
1 El schwarze Pfefferkörner

Am Vortag das Fleisch  in Würfel schneiden. Das Gemüse grob zerkleinern und mit allen Kräutern und Gewürzen zum Fleisch geben. Den Rotweinessig dazugießen und dann soviel von dem Wein angießen, dass Fleisch und Gemüse gerade bedeckt werden.
12-24 Stunden im Kühlschrank marinieren.

Zum Schmoren:
1 Karotte
1 Stange Staudensellerie
1 Zwiebel
2 Gewürznelken
1 Tl Wacholderbeeren, angedrückt
1 Lorbeerblatt
1 kleiner Zweig Rosmarin
2 Zweige Thymian
1 El Mehl
Olivenöl
250-350 ml Rotwein
250-350 ml (Wild)Fond
Salz, frisch gemahlener Pfeffer

Das Fleisch aus der Marinade fischen und trockentupfen.
Karotte, Staudensellerie und Zwiebel in kleine Würfel schneiden.
Ein Gewürzsäckchen vorbereiten, z. B. mit einem Teefilter und mit den Nelken, den angedrückten Wacholderbeeren, dem Lorbeerblatt, Rosmarin- und Thymianzweigen füllen.
Olivenöl in einem Bräter erhitzen und das Fleisch braun anbraten. Dann das gewürfelte Gemüse dazugeben und mit anbraten. Salz hinzugeben und mit dem Mehl bestäuben. Nun soviel von dem restlichen Rotwein dazugiessen, dass das Fleisch gut bedeckt ist und das Gewürzsäckchen mit in den Bräter geben.
Das Fleisch sollte nun ungefähr zweieinhalb Stunden schmoren. Wenn zuviel Flüssigkeit verdampft (das Fleisch sollte immer ausreichend bedeckt sein, aber nicht zu sehr in der Flüssigkeit schwimmen), Wein bzw. Fond nachgießen.
Dann:
1 Tl brauner Zucker
1 Tl dunkles Kakaopulver
2 El Rotweinessig
20 g dunkle Schokolade (85 %), fein gehackt
15 g Orangeat (fein gehackt)
30 g Pinienkerne
evtl. etwas gehackte Schokolade zum Bestreuen

In einem kleinen Topf Zucker, Kakaopulver, Rotweinessig und etwas Wasser erhitzen, bis alles flüssig ist. Schokolade hinzufügen und schmelzen lassen.
Diese Mischung mit den Rosinen, dem Orangeat und den Pinienkernen zum Fleisch geben und noch ein paar Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf einem Teller anrichten und mit etwas gehackter Schokolade bestreuen.

Für das Safranpüree:
800 g Kartoffeln
0,1 g Safran
35 g Butter
250 ml Milch
Salz

Die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und gar kochen. Milch mit dem Safran erhitzen, die Butter in einem kleinen Topf leicht bräunen. Kartoffeln zerstampfen, die Safranmilch und die gebräunte Butter untermischen. Mit Salz abschmecken.

Für den Spinat:
400 g Blattspinat, gewaschen und geputzt
1/2 sehr kleine Knoblauchzehe, sehr fein gehackt
2 EL Butter
Salz

Butter in einer großen Pfanne erhitzen, den Knoblauch darin glasig dünsten, dann den Spinat hinzufügen. Nur kurz zusammenfallen lassen und mit Salz abschmecken.

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Völlig von der Rolle: Orangentaler mit Zimt, dunkler Schokolade und Fleur de Sel

Weihnachtsplätzchen, einfach zum Abschneiden von der Rolle?!
Kein Ausstechstress, kein umständliches Basteln abenteuerlicher Formen, einfach nur schneiden!

Hört sich gut an? Schmeckt noch viel besser.
Ein ganzes Blech dieser Plätzchen hat sich gleich am ersten Tag in diverse Mägen verabschiedet.

Und pünktlich zum ersten Advent kommt auch hier endlich ordentlich Weihnachtsstimmung auf.
Ein perfekter Teig, leicht orangig und zimtig, innen weich, außen knusprig, mit einem crunchy Zuckerrand für extra Knusper, in dunkle Schokolade getaucht und mit einem Hauch Fleur de Sel bestreut.

Ich finde: Eines der besten Plätzchenrezepte, die ich bisher gebacken habe, die Kombi von Orange und dunkler Schokolade ist immer wieder gut und der Teig, ach der Teig… so einfach zu verarbeiten und dann so ein Ergebnis.

Gefunden habe ich das Rezept bei Sallys Baking Addiction und wenn ihr gerne backt, kann ich euch nur ans Herz legen, dort öfters mal vorbeizuschauen.
Tolle Rezepte und sehr gelingsicher. Nur die Zimtmenge habe ich etwas erhöht und finde, der Teig hätte fast noch einen Hauch mehr vertragen können, ich mag Zimt aber auch sehr.

Einen schönen Start in die Vorweihnachtszeit wünsche ich euch und morgen einen gemütlichen ersten Advent!

Zutaten für 2 Bleche:

170 g zimmerwarme Butter
133 g brauner Rohrzucker + etwas mehr um die Teigrolle darin zu wälzen
1 Ei, Größe L
1 TL Vanilleextrakt oder das Mark einer Vanilleschote
260 g Mehl
1 TL Zimt
1/4 TL Salz
abgeriebene Schale von einer Bioorange
1 EL Saft der Orange
150 g dunkle Schokolade/Kuvertüre
etwas Fleur de Sel zum Bestreuen

Die weiche Butter in der Küchenmaschine mit einem Rühreinsatz bei mittlerer Geschwindigkeit rühren, bis sie weich und cremig ist. Den Zucker hinzufügen, kurz bei hoher Geschwindigkeit aufschlagen. Ei und Vanille hinzufügen.

In einer zweiten Schüssel Mehl, Zimt und Salz mischen. Diese Zutaten bei langsamer Geschwindigkeit in die anderen einrühren, ganz zum Schluss die Orangenschale und -saft unterrühren. Den Teig in 2 Teile teilen und daraus 2 Rollen von je ca. 3 cm Durchmesser formen (meine waren etwas dicker, ich hätte die Plätzchen etwas kleiner aber besser gefunden…).
Die Rollen in Frischhaltefolie wickeln und im Kühlschrank mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, kühlen.
Zum Backen den Ofen auf 177° vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier belegen.
Die Folie von den Rollen entfernen und die Ränder in braunem Zucker wälzen, diesen dabei ein bisschen festdrücken.
In ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden, mit etwas Abstand auf das Backblech legen und für 12-14 Minuten backen. Auf einem Gitter komplett auskühlen lassen.
Zum Schluss die Schokolade vorsichtig schmelzen (eine Anleitung, wie die Glasur am besten gelingt, gibt es hier) und die Taler zur Hälfte eintauchen.
Wenn die Schokolade noch nicht ganz fest, aber auch nicht mehr zu flüssig ist, mit ein wenig Fleur de Sel bestreuen, dann komplett trocknen lassen und in einer Keksdose aufbewahren.

 

 

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Linseneintopf mit Ochsenschwanz, Portwein und Fregola

Darf ich vorstellen: Einer der besten Linseneintöpfe, die hier jemals auf dem Tisch standen!
Und somit genau das richtige für einen grauen, kühlen Novemberabend, wärmend, deftig und reichhaltig.
Soulfood.Wie ich bei Astrid allerdings letztens hier lernen durfte, handelt es sich hier allerdings mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen Rinderschwanz – mangels Masse, an Ochsen nämlich. Da ist mir dann aber auch die Idee gekommen, mir mal wieder etwas mit Ochsenschwanz auszudenken…

Egal.
Ob Rind, ob Ochse, das Ergebnis hat überzeugt, mit butterzartem, saftigem Fleisch, einer intensiven Brühe und einem Eintopf, wie er besser kaum sein könnte.
Abgerundet mit einem schönen Portwein und ein wenig Balsamico zum Schluss, dann noch ein paar Fregola Sarda darin gegart.

Ein wenig erinnert mich der Eintopf an eine italienisch angehauchte Variante von einem meiner liebsten schwäbischen Gerichte: Linsen, Spätzle, Sößle. Nur das Saitenwürschtle, das fehlt!

Wie den meisten etwas derberen Fleischstücken tut auch dem Ochsenschwanz eine etwas längere Garzeit auf sehr kleiner Flamme gut, das Fleisch wird so zarter und bleibt saftiger.
Das heißt: Bitte genügend Zeit einplanen, manchmal dauert nämlich solch ein Stück auch mal gut und gerne eine halbe Stunde länger.
Auch für den Slow Cooker eignet sich dieses Gericht sehr gut.

Zutaten für ca. 4-5 Portionen:
700 g Ochsenschwanz
2 EL Olivenöl
1 große Zwiebel
1 große Karotte
1 Stück Knollensellerie, ca. 70 g
2 EL Tomatenmark
1 Lorbeerblatt
150 ml Portwein
ca. 800 ml Wasser
200 g Linsen
80-100 g Fregola Sarde oder andere kleine Nudeln (optional)
2 EL Balsamico
3 EL Petersilie, gehackt
Salz und schwarzer Pfeffer
optional noch etwas alten Balsamico zum Darüberträufeln

Zwiebel, Karotte und Sellerie in Würfel schneiden. In einem schweren Bräter die Ochsenschwanzstücke im Olivenöl rundherum anbraten, herausnehmen und die Gemüsewürfel anrösten. Tomatenmark hinzugeben und kurz mitbraten, dann mit Portwein ablöschen und kurz einkochen lassen. Die Ochsenschwanzstücke nun wieder hineingeben, mit Wasser auffüllen, Lorbeerblatt hinzufügen und ca. 3 h bei sehr kleiner Hitze ganz sanft schmoren lassen.
Wenn sich das Fleisch problemlos vom Knochen lösen lässt, die Stücke herausnehmen und das Fleisch ablösen, dann wieder in die Brühe geben, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Linsen separat garen (wenn man sie gleich in der Brühe garen wollte, werden sie durch das enthaltene Salz nicht weich, deshalb bitte separat kochen). In der Zwischenzeit die Fregola zur Brühe hinzugeben und direkt darin garen.
Linsen und Balsamico zugeben und alles noch mal 5 Minuten ziehen lassen, dann mit gehackter Petersilie bestreuen, evtl. noch mit etwas altem Balsamico beträufeln und servieren.

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Kürbiskuchen mit gerösteten Haselnüssen und zimtigem Cream Cheese Frosting

Da ist er, der November, einer der hässlichsten Monate des Jahres, für mich zumindest.

Mitgebracht hat er für mich auch noch schlechte Nachrichten, die mich grübeln lassen, auch wenn ich weiß, dass das grundverkehrt ist und zu nichts führt.
Naja, Hauptsache gsund, während um mich herum viele schniefen und husten, habe ich die Erkältung für dieses Jahr (hoffentlich…) schon hinter mir.
Aber… die Leichtigkeit dieses schönen Sommers, die habe ich auch erst mal hinter mir gelassen.

Um sich kümmern muss man sich, wenn es einem nicht so gut geht. Klappt bei mir zu dieser Jahreszeit ganz gut mit Yoga, vielen Büchern, Kerzen und knisterndem Kamin.
Und natürlich mit Kuchenbacken.
An einem Sonntag aufzustehen, sich still und leise in die Küche zu verkrümeln und sich mit voller Achtsamkeit der Herstellung eines Kuchens zu widmen, das ist für mich so richtig entspannend.
Wwenn dann noch der Duft durch die Wohnung zieht, ist die Laune für den restlichen Tag meistens bestens.
Falls sie am frühen Nachmittag doch noch mal wegzusacken droht, hilft ein Stückchen frischer Kuchen ungemein.

Diesen supersaftigen Kürbiskuchen mit Cream Cheese Frosting hatte eine liebe Kollegin letztens mitgebracht, netterweise hat sie auch gleich das Rezept dabei, was eine super Idee war, denn der Kuchen ist ein Knaller.

Eigentlich ein Möhrenkuchen, aber in diesem Fall mit geriebenem Kürbis statt Karotten gebacken, ich habe dann noch einen Großteil der Mandeln mit gerösteten piemontesischen Haselnüssen ersetzt.
Saftig, nussig, zimtig, ein bisschen Creme obendrauf, ein perfekter Kuchen, um einen verregneten Novembertag ein bisschen schöner zu machen.

Ein wunderschönes Restwochenende wünsche ich euch, macht es euch gemütlich!

Zutaten für eine Springform von 18 cm (wenn ihr eine 26 cm Form nehmen wollt, einfach 1/3 mehr an Zutaten verwenden):

280 g Hokkaidokürbis
180 g Mehl
1,5 TL Weinstein-Backpulver
180 g brauner Zucker
20 g Vanillezucker
1 Prise Salz
1 gestrichener TL Zimt
180 ml Pflanzenöl, Raps o.ä.
2 Eier, Größe L
50 g gemahlene Mandeln
100 g piemontesische geröstete Haselnüsse, grob gemahlen + einige für Deko

Für das Frosting:
150 g Doppelrahm-Frischkäse
1 EL Schlagsahne
75 g Puderzucker
1 gestrichener TL Zimt

Den Kürbis waschen und fein reiben. Mehl mit Backpulver mischen, die Backform einfetten und mit etwas Mehl ausstreuen. Braunen Zucker mit dem Pflanzenöl aufschlagen, die Eier einzeln hinzugeben, alles gut vermischen. Mit einem Holzlöffel Mehl, Mandeln, Haselnüsse, Salz und  Zimt unterrühren, ganz zum Schluss den Kürbis unterheben. Backofen auf 175° vorheizen.
In die Form füllen und 50 – 60 Minuten backen.

In der Zwischenzeit das Frosting zubereiten, dafür den Frischkäse mit der Sahne aufschlagen, den Puderzucker und Zimt hinzufügen und gut vermengen.

Das Frosting auf dem fertigen Kuchen verstreichen und evtl. mit ein paar Haselnusshälften dekorieren.

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