Maigrünes Risotto mit Erbsen-Mandelpesto, Speck und Parmesan

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Den Mai, den schönen, grünen, sanften, den muss man gebührend begrüßen, am besten mit einem Gericht in hübschem Maigrün.
Tausendfach wurde dieser schöne Monat bedichtet, besungen, gepriesen.
Der Monat der Liebe, der lauen Lüfte, klaren Morgen, voller Vogelgesang und von einem Grün, das einen manchmal denken lässt, die Natur sei auf einem LSD Trip, um diese Farben hervorzubringen.

Und ausgerechnet heute, am 1. Mai, am Feiertag, ist von Wonne hier kaum eine Spur. Stürmische 11 Grad wird es heute hier geben, ein grauer Himmel mit Regenwolken und trotz saftigem Grün wenig Maifeeling heute.
Man sollte ihn trotzdem gebührend willkommen heißen, den Wonnemonat, das möchte ich heute mit diesem maigrünen Risotto mit einem Erbsen-Mandel-Petersilienpesto, knusprigem Speck , einem Hauch Zitronenschale und Parmesan.

Risotto18 (1 von 1)Das Pesto aus Erbsen und gerösteten Mandeln mit seinem süß-nussigen Geschmack harmoniert wunderbar mit dem salzigen Speck und Parmesan.

Risotto5 (1 von 1)Für einen kleinen Extra-Frühlingsfrischekick kommt zum Schluss noch ein wenig geriebene Zitronenschale darüber…

Risotto15 (1 von 1)

Und auch wenn dieser erste Maitag zumindest hier ziemlich wenig von Frühling hat, sie werden noch kommen, die schönen Maitage, mit lauen Lüftchen, Blumen und brummenden Bienen.
„You can cut all the flowers, but you cannot keep spring from coming“
Pablo Neruda
Einen schönen, erholsamen und friedlichen Maifeiertag wünsche ich euch!

Risotto16 (1 von 1)

Zutaten für 2 Personen:
200 g Erbsen (ausgelöst), frisch oder TK
20 g Petersilie
50 g Mandeln, geröstet
3-4 EL Olivenöl
80 ml Gemüsebrühe
1 kleine Zwiebel, sehr fein gehackt
1 EL Olivenöl
6 Scheiben Speck
eine Handvoll Brunnenkresse (optional, ich musste dringend ernten)
250 g Canarolireis
ca. 800 ml Gemüsebrühe
Salz und frisch gemahlenen Pfeffer
eine gute Handvoll geriebenen Parmesan
etwas abgeriebene Zitronenschale

Zuerst das Erbsenpesto zubereiten: Dafür die Erbsen erst mal 3 Minuten blanchieren, 130 g davon für das Pesto abwiegen und den Rest beiseite stellen. Erbsen mit den gerösteten Mandeln, Petersilie, Olivenöl und Gemüsebrühe zu einer Paste pürieren, mit Salz und etwas Pfeffer abschmecken.
Zwiebel in einem schweren Topf in 1 EL Olivenöl anschwitzen, Reis hinzugeben und rühren, bis der Reis komplett vom Öl bedeckt ist. Etwas Brühe angießen und rühren, bis diese aufgesogen ist, den Vorgang wiederholen, bis der Reis gar ist. In der Zwischenzeit den Speck in feine Streifen schneiden und in knusprig anbraten.
Wenn das Risotto fertig gegart ist, das Erbsenpesto sowie die beiseite gestellten Erbsen unterrühren. Den Parmesan hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Servieren auf Teller geben, den knusprigen Speck, die Brunnenkresse und ein wenig Zitronenschale darüberstreuen.

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Torta caprese al limone – Zitronen-Mandelkuchen mit weißer Schokolade

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Ha. Da hab ich schon vor einigen Wochen diesen tollen, saftigen Zitronen-Mandel Kuchen gebacken und fotografiert, habe es aber noch nicht geschafft, ihn zu Verbloggen und da kommt just diese Woche Ariane von Tra dolce ed amaro genau mit diesem um die Ecke, hier zu finden.
Ein ganz wunderbarer, saftiger und sehr zitroniger Kuchen, den man auch zweimal in einer Woche ansehen bzw. viel besser, essen kann!

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So langsam sollte ich  wohl hier auf dem Blog eine eigene Rubrik für „glutenfrei“ machen, denn auch dieser Kuchen kommt wieder ohne Mehl aus. Ich habe persönlich gar keine Probleme mit Gluten, finde aber diese mehlfreien Kuchen immer unglaublich saftig und gut.
Auch wenn ich leider keine Amalfizitronen wie Ariane hatte – der Kuchen strotzt nur so vor Zitronenaroma, denn es ist Schale, Saft und auch noch etwas Limoncello darin – bäm!

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Perfekt, um sich die momentane Frühlingspause etwas zu versüßen, denn die dauert nun schon ziemlich lange und ich hoffe, dass nicht zu viele Ernten schon an den Nachfrösten Schaden genommen haben. Bei uns sind letzte Woche in den frühen Morgenstunden Hubschrauber geflogen, um die Luft zu verwirbeln und sie somit wärmer zu machen, denn die empfindlichen Obstblüten und die jungen Triebe der Reben gehen durch den Frost kaputt.

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Ich habe auch gelesen, dass einige Winzer sogar große Kerzen in den Weinbergen aufgestellt haben oder Feuer entzündet.
Hoffen wir mal das Beste und dass sich die alte Bauernregel „Bringt der April noch Schnee und Frost, gibt’s wenig Heu und sauren Most“ nicht bewahrheitet.
Ein wunderschönen Sonntag wünsche ich euch!

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Zutaten für eine Springform von ca. 24 cm (ich habe eine von 18 cm genommen und ca. 70% der angegebenen Zutaten)

200 g geschälte gemahlene Mandeln
100 g weisse Schokolade, grob gerieben
100 g Zucker
50 g Stärke
1 ½ TL Backpulver
3 Bio-Zitronen, abgeriebene Schale, Saft beiseitegestellt
1,5 EL Limoncello
5 Eier
150 g Butter, flüssig, ausgekühlt
einige gehobelte Mandeln zum Bestreuen
Puderzucker zum Bestäuben

Ofen auf 180° vorheizen. Die Backform einfetten, den Boden mit Backpapier belegen. Mandeln, Schokolade, Stärke und Backpulver in einer grossen Schüssel mischen. Zitronenschale direkt in eine zweite Schüssel abreiben, Saft auspressen, beiseitestellen. Eier und Zucker zur Zitronenschale geben, mit der Küchenmaschine ca. 5 Min. sehr hell und schaumig aufschlagen. 3 EL des beiseitegestellten Zitronensaftes und die flüssige Butter zur Mandelmasse geben, dann mit der Eiermasse daruntermischen. Teig in die vorbereitete Form geben und mit den gehobelten Mandeln bestreuen. Ca. 25 Min. in der unteren Hälfte des  Ofens backen. Den Kuchen mit dem restlichen Zitronensaft und dem Limoncello beträufeln. Die Torta mit Alufolie bedecken, ca. 25 Min. fertig backen, insgesamt ca. 50 Min. Herausnehmen, etwas abkühlen lassen, mit einem scharfen Messer vom Rand lösen und die Form  entfernen.  Torte zugedeckt ca. 8 Std. oder über Nacht kühl stellen und dann mit Puderzucker bestäuben.

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Gegen die Frühjahrsmüdigkeit: Frühlingssalat mit rahmigem Dill-Senf-Dressing

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Yippieeeh.
Er ist da, mein herzallerliebster, bunter, duftender, warmer, nachts kühler, blühender, kräuteriger, grüner Frühling.
Bienen und Hummeln summen, unsere Wechselkröte ist schon da und trillert schon ganz leise vor sich hin, Osterglocken, Tulpen, Kirsch- und Mandelbaum und kleine blaue Traubenhyazinthen blühen um die Wette.
Und ich?
Bin glücklich.
Salat und Radieschen sprießen schon im Beet, meinen Vitamin D Speicher hab ich schon mit vielen warmen Sonnenstrahlen aufgefüllt und ich genieße die Sommerzeit mit der längeren Helligkeit.
Wem die Zeitumstellung und Frühjahrsmüdigkeit zu schaffen macht, für den habe ich heute einen extrabunten Salat voller Frühlingspower im Gepäck.

Salat17 (1 von 1)Knackige Radieschen, Würfelchen von zartem jungen Kohlrabi, Wildkräuter mit ein paar Blümchen drinnen, Erbsen, Minze, Brunnenkresse, cremige Avocado und saftige Gurke dürfen in einem rahmigen Dressing mit Senf und Dill baden.

Salat16_1

Ich muss gestehen, das alljährliche Gejammer einiger Menschen über die Zeitumstellung kann ich so gar nicht nachvollziehen. Die Stunde, die es abends länger hell ist, betrachte ich als ein schönes Geschenk, man kann nach der Arbeit noch ein bisschen raus, das ist mir die eine Stunde Schlaf und der Mini-Jetlag sowas von wert.
Und wer möchte denn gerne schon im Juni, wenn es mit Sommerzeit um 5 schon hell wird, stattdessen um 4 schon von Helligkeit und Vogelgezwitscher geweckt werden (also so, wie es eben ohne die Uhrumstellung wäre…)?

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Dieser Salat hier strotzt vor Vitaminen und Nährstoffen, besonders die Wildkräuter und die Brunnenkresse sind absolutes Powerfutter gegen eventuelle Müdigkeitsanfälle.
Dann noch ein bisschen raus an die frische Luft, Bewegung und ein bisschen Sonne an die Haut lassen – wetten, dass die Frühjahrsmüdigkeit bald wie weggeblasen ist?

Salat18 (1 von 1)Falls ihr trotz allem immer noch müde sein solltet oder einfach sehr gestresst – probiert es mal mit Yoga Nidra, dem „Yogaschlaf“. Dafür müsst ihr weder besonders sportlich noch gelenkig sein, noch nicht mal lange sitzen müsst ihr. Yoga Nidra ist eine Art geführte Meditation im Liegen, ein „Schlaf“ bei vollem Bewusstsein, der für tiefe Entspannung und Regeneration sorgt. Danach fühlt man sich sehr entspannt, aber gleichzeitig voller Energie und sehr, sehr ausgeruht. Anleitungen dafür bzw. geführtes Yoga Nidra  findet man im Netz.

Ich wünsche euch ein schönes, sonniges Wochenende voller Frühlingspower!

Rezept für 2 Personen:
1 Minigurke
4 Radieschen
1 Handvoll Wildkräutersalat mit ein paar Blüten
1/2 Kohlrabi
1 gute Handvoll Erbsen, frisch oder TK
1/2 Avocado
einige Minzeblättchen
eine kleine Handvoll Brunnenkresse

Für das Dressing:
2 TL körniger Dijonsenf
1/2 TL Estragonsenf
3/4 TL Zucker
3/4 TL Salz
2,5 EL weißer Balsamico
2,5 EL Olivenöl
4 EL Sahne
3 EL Dill, fein gehackt

Gurke längs halbieren und in feine Scheiben schneiden, Radieschen vierteln und ebenfalls in Scheiben schneiden. Kohlrabi schälen und in kleine Würfelchen von maximal 0,5 cm schneiden. Avocado schälen und in Streifen schneiden.
Die Erbsen für eine Minute in kochendem Salzwasser blanchieren. Minze in feine Streifen schneiden.
Alles mit den Wildkräutern in einer Schale oder auf einer Platte anrichten, die Brunnenkresse darüber streuen.
Für das Dressing alle Zutaten gut verrühren, den Salat damit beträufeln.

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Plunderteig selbstgemacht – Hörnchen mit doppelter Nougatfüllung

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König der Teige wird der Plunderteig genannt.
Hört sich erst mal ein bisschen einschüchternd ein und man denkt erst mal, „oh, der ist bestimmt viel zu schwierig selbstzumachen“…

Ich bin inzwischen fest davon überzeugt, dass er diesen Titel bekommen hat, weil er einfach unglaublich gut und so vielseitig zu verwenden ist. Denn mein erster Plunderteig war weder schwierig noch hat er fürchterlich viel Zeit für die Zubereitung verschlungen.
Er braucht nur einige Zeit zum Ruhen zwischen den einzelnen Touren, also den Ausroll- und Faltvorgängen. Die selbst aber gar nicht sehr aufwändig sind und auch recht schnell gehen.

Hörnchen6 (1 von 1)Den perfekten Plunderteig habe ich hier bei Eva gefunden – er ist wirklich absolut gelingsicher und einfach herzustellen.
Wie wäre es damit für euren Osterbrunch oder -frühstück?

Hörnchen15 (1 von 1)Zubereiten kann man den fertigen Teig auf viele Arten. Als klassischen Franzbrötchen, als Puddingbrezeln wie bei Eva oder als Hörnchen mit Nougatfüllung, wie hier bei mir.

Hörnchen11 (1 von 1)Eine einfache Nougatfüllung hat mir aber nicht ausgereicht, bei mir gab es die doppelte Dröhnung mit Nougatcreme, die erst dünn auf die Dreiecke für die Hörnchen gestrichen wird, dann habe ich noch kleine Stückchen von schnittfestem Nougat hineingewickelt. Und natürlich noch mit ein paar gehackten piemontesischen Haselnüssen bestreut.
So gut wie vom Bäcker? Nein, viel besser.

Hörnchen14 (1 von 1)Ob es sich lohnt, den Plunderteig selbst zu machen?
Ja! Auf jeden Fall! Der eigentliche Aufwand ist wirklich sehr überschaubar und man hat einen wunderbaren Teig mit richtiger Butter und ohne billige Palmfette.
Und das Beste daran: Man kann gleich eine richtig große Teigmenge machen und diese portionsweise einfrieren. Das geht nämlich ganz prima und man hat immer einen kleinen Vorrat, falls mal überraschender Besuch kommt oder man ganz einfach Lust auf ein paar frische Plunderteilchen zum Frühstück oder zum Kaffee hat.

Zutaten (ich habe gleich die dreifache Menge gemacht und die beiden anderen Portionen eingefroren):
175 g 550er Weizenmehl
75 g 405er Weizenmehl
30 g feiner Kristallzucker
5 g Milchpulver (ersetzt durch Vollmilch beim Wasseranteil, siehe unten)
6 g Salz
50 g weiche Butter
12 g frische Hefe
115 g kaltes Wasser (ersetzt durch 60 g lauwarmes Wasser und 55 g Milch)
125 g feste Butter zum Tourieren

Für die Füllung:
ein paar Teelöffel Haselnuss-Nougatcreme zum Bestreichen
30-40 g fester Haselnuss-Nougat zum Füllen

Für das Finish:
1 Eigelb
1 EL geröstete Haselnüsse, gehackt
Puderzucker zum Bestreuen

Alle Zutaten vermischen und den Teig mit der Küchenmaschine für 6-10 Minuten kneten.
Daraus ein flaches Rechteck formen und in einem Gefrierbeutel oder Frischhaltefolie 2 Stunden in den Kühlschrank legen.
Ca. 20 Minuten vor Ablauf der Zeit die kalte Butter in Scheiben schneiden, aneinanderlegen und zwischen Frischhaltefolie zu einer Platte ausrollen. Für 10 Minuten in den Tiefkühler geben.

Dann den Hefeteig längs ausrollen (ca. 6-7 mm Dicke), die Butter auf die untere Hälfte legen, die obere Hälte des Teiges darüberlegen (die Butter muss komplett bedeckt sein), den Teig um 90° drehen und wieder auf eine Dicke von 6-7 mm ausrollen. Dann bekommt der Teig eine doppelte Tour, das heißt, jeweils das untere als auch das obere Drittel wird eingeklappt, so dass sie sich in der Mitte berühren. Nun den Teig noch einmal in der Mitte zusammenklappen, vorsichtig etwas flachdrücken und für eine Stunde in Folie in den Kühlschrank geben.
Dann den Teig herausnehmen, die Bruchkante auf die rechte Seite legen und wieder auf 6-7 mm ausrollen. Das untere Teigende zur Mitte legen und das obere darüber, es entstehen jetzt 3 Lagen.
Ab in den Kühlschrank für die letzte Ruhephase von einer Stunde.
Für die Weiterverarbeitung den Teig herausnehmen und ein letztes Mal auf ca. 3-4 mm rechteckig ausrollen.

Ofen auf 180° vorheizen. Aus dem Rechteck nun Dreiecke mit jeweils zwei langen Schenkeln schneiden, mit Nougatcreme dünn bestreichen, dabei einen cm Abstand zum Rand lassen. 2 Stückchen festen Nougat ca. 2 cm vom kurzschenkligen Rand entfernt in die Mitte setzen und von dieser Seite her vorsichtig aufrollen.
Auf ein Backblech setzen, mit Eigelb bestreichen und mit den gehackten Haselnüssen bestreuen. Im Ofen ca. 13 Minuten backen, herausnehmen und mit Puderzucker bestäuben.

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Slowcooker Balsamico Pulled Beef Pasta mit Pangrattato

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Lange drei Wochen gab es hier auf dem Blog nichts mehr zu lesen bzw. zu essen.
Das liegt daran, dass ich momentan einfach eine anstrengende Phase habe und abends meistens ziemlich erschlagen nach Hause komme.
Stress mit dem Bloggen möchte ich mir nicht machen und glücklicherweise muss ich das auch nicht, das Bloggerleben ist schön und einfach ohne Kooperationen, Termine und (oft selbstauferlegtem) Druck.
Keine Zeit, keine Lust, kein Blogpost.
Nur die Freiheit, zu schreiben wann ich will und was ich will und das genieße ich manchmal sehr.

Pulled_Beef11 (1 von 1)Zu essen gab es in der Zwischenzeit aber natürlich trotzdem etwas und dieses Pulled Beef mit Balsamico muss ich unbedingt noch loswerden, bevor sich die Zeit für Schmorgerichte erst mal zu Ende neigt.
Denn das tut sie definitiv, hier startet der Frühling mit voller Wucht, blühenden Forsythien, summenden Bienen, die Sonne hat endlich wieder mehr Kraft. Und die schlechte Laune des Katers verschwindet langsam, immer zusammen mit seinem Winterfell, wir hoffen, dass die Kratz- und Bisswunden in der nächsten Zeit endlich wieder weniger werden.

Pulled_Beef1 (1 von 1)Ich finde allerdings, alles „gepullte“ gehört nicht unbedingt zu den nur winterlichen Schmorgerichten. Denn seit ich es das erste Mal probiert habe, bin ich dem zerfallenen Fleisch verfallen. Geht für mich persönlich eigenlich immer und im Sommer werde ich definitiv eine Variante vom Grill ausprobieren.

Pulled_Beef4 (1 von 1)Dieses hier kommt allerdings aus dem Crockpot: Querrippe vom Rind, saftig und nicht zu mager, langsam, ganz laaangsam geschmort, bis das Fleisch zerfällt… Mit Balsamico abgeschmeckt und mit einer ordentlichen Portion Pasta und Parmesan serviert.
Dazu als Knuspereffekt ein Pangrattato mit Panko und Petersilie.

Pulled_Beef6 (1 von 1)Braucht man eigentlich unbedingt einen Slowcooker?
Das habe ich mich lange auch gefragt. Meinen hab ich jetzt ungefähr zwei Jahre in Benutzung und ich finde, er ist ein very nice to have. Man kann unbesorgt das Haus verlassen oder schlafen gehen während er arbeitet, was ich mit dem Herd nicht so gerne mache. Die darin zubereiteten Gerichte haben ein wunderbares Aroma, Fleisch wird butterzart, aber man muss vorsichtiger mit dem Würzen sein finde ich, da der Geschmack der verwendeten Zutaten etwas intensiver herauskommt als beim klassischen Schmoren.

Pulled_Beef2 (1 von 1)Einen schönen Sonntag wünsche ich euch, ich hoffe, das Wetter bei euch ist genauso traumhaft wie hier heute, genießt den Frühling und diesen schönen Tag!

Zutaten für 2-3 Personen:
Für das Pulled Beef:
500 g Querrippe vom Rind
1 große Zwiebel, gewürfelt
1 Karotte, gewürfelt
1 EL Tomatenmark
1 kleine Knoblauchzehe, sehr fein gehackt.
1 Lorbeerblatt
etwas Butterschmalz zum Anbraten
1 EL brauner Zucker
50 ml Rotwein
2 EL Balsamico
250 ml Rinderfond
Salz + Pfeffer
etwas alten Balsamico zum Beträufeln

ca. 300 Pasta, Tagliatelle o.ä.

Für das Pangrattato:
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
1 Handvoll Panko
3 EL Petersilie, gehackt
etwas Salz

etwas Parmesan zum Servieren

Slowcooker ca. 15 Minuten vorheizen, in der Zwischenzeit das Fleisch in einer Pfanne scharf anbraten. Herausnehmen und Zwiebeln mit Möhre anbraten, dann die Hitze ein wenig herunterdrehen und den Knoblauch hinzugeben, dann das Tomatenmark. Mit dem Wein und der Brühe ablöschen, Lorbeerblatt hinzufügen. Alles in den Slowcooker geben, leicht salzen und pfeffern, den Balsamico hinzufügen und für ca. 6-7 h auf low garen lassen.
Wenn das Fleisch so zart ist, dass es sich mit zwei Gabeln zerteilen lässen, in mundgerechte Stücke zerreißen und gut mit der Sauce mischen. Eventuell noch mit etwas Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer sowie etwas Balsamico abschmecken.
Die Pasta kochen und in der Zwischenzeit das Pangrattato zubereiten: Butter mit Olivenöl erhitzen, das Panko darin braun braten und leicht salzen. Ganz am Schluss die Petersilie unterrühren.
Die Pasta mit Pulled Beef servieren und noch ein wenig richtig guten, alten Balsamico darüberträufeln. Zuletzt mit dem Pangrattato und Parmesan bestreuen.

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Cracking und Vorfreude: Orangen Crème Brûlée

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Der Februar ist eine prima Zeit, um Pläne zu schmieden. Urlaubspläne zum Beispiel.
Oder, wie gerade bei mir, Gartenpläne, voller Vorfreude.
Die ersten Schneeglöckchen und überall grüne Spitzen von Frühblühern wecken mich aus dem Gärtner-Winterschlaf auf und machen große Lust auf die kommende grüne Saison.
Wie lege ich mein diesjähriges Gemüsebeet an, was ist letztes Jahr gut gewachsen, was weniger, was möchte ich ausprobieren? Welche Fruchtfolge passt?
Und wie möchte ich meine Blumenbeete gestalten, auch hier ist ja immer Optimierungsbedarf.
Unser nerviger Berberitzenstrauch muss dieses Jahr weichen, er muss dauernd geschnitten werden, die Stacheln schmerzen entsetzlich und stechen durch jeden noch so dicken Handschuh, reif werden die Berberitzen auch nicht – raus damit, Platz für Blumen schaffen.
Aus einem recht schattigen Rasenstück möchte ich eine Blumenwiese für Insekten machen, bin aber noch auf der Suche nach einer geeigneten Saatmischung, die auch in nicht so sonniger Lage blüht…
Bis es dann soweit ist, der erste Spinat, Salat und Kräuter geerntet werden können, kann man sich die Zeit prima mit ein paar Orangen vertreiben.

Creme_Brulee13 (1 von 1)Diesmal als Crème Brûlée, sanft mit Orangenschale aromatisiert und mit einer knackigen Orangen-Zuckerkruste.

Creme_Brulee3 (1 von 1)Das Geräusch, wenn man mit dem Löffel in eine gute Crème Brûlée vorstößt, dieses wunderbare Knack-crack, auch das ist Vorfreude pur.
Wenn ich Glück ein Geräusch zuordnen müsste, wäre dieses Knacken (gleich neben einer sanften Frühlings- oder Sommerbrise, die das Laub in Bäumen leicht rauschen lässt…) ganz vorne dabei.

Creme_Brulee10 (1 von 1)Wichtig bei dieser Variante ist, dass man die Orangenscheiben vorher gut mit Küchenkrepp trocknet, so dass nicht zu viel Feuchtigkeit darin bleibt, sonst verliet die Creme etwas Konsistenz und der Zucker lässt sich schlecht karamellisieren.

Creme_Brulee7 (1 von 1)Und noch ein kleiner Tipp: Crème Brûlée ist leider kein geeignetes „Mitnehm“-Dessert, auch wenn sie sich so gut vorbereiten lässt – eine Autofahrt mit entsprechendem leichten Geschüttel übersteht sie leider gar nicht gut, wie ich schon enttäuscht feststellen musste.

Creme_Brulee14 (1 von 1)

Zutaten für 4 Portionen:
350 ml Sahne
200 ml Vollmilch
5 Eigelb
1 Vanilleschote
90 g weißer Zucker + etwas zum Karamellisieren
1 unbehandelte Blutorange

Eigelbe mit Zucker schaumig aufschlagen, Schale der halben Orange abreiben. Die Vanilleschote aufschlitzen, das Mark herauskratzen und beides in die Sahne-Milch-Mischung geben. Kurz aufkochen und etwas abkühlen lassen, in der Zwischenzeit die Orangenschale unter das Eigelb rühren. Die Flüssigkeit nun langsam nach und nach in die Ei-Zucker-Masse einrühren. Ofen auf 140° vorheizen und eine feuerfeste Ofenform mit kochendem Wasser füllen.
Die Förmchen hineinstellen (sie sollten bis knapp unterm Rand mit Wasser bedeckt sein) und ca. 50-60 Minuten im Ofen garen, bis die Masse gestockt ist.
Abkühlen lassen und am besten über Nacht im Kühlschrank einige Stunden kühlen.

Vor dem Servieren die Orange mit einem scharfen Messer schälen (das geht am besten, wenn man oben und unten jeweils den „Deckel“ abschneidet, die Orange auf ein Brett setzt und mit dem scharfen Messer die Haut von oben nach unten abschneidet, inkl. der kompletten weißen Haut).
In dünne Scheiben schneiden und diese zwischen Küchenkrepp gut abtrocknen, so dass möglichst wenig Flüssigkeit in der Orangenscheibe verbleibt.
Jeweils eine Scheibe auf eine Creme legen, gleichmäßig mit etwas weißem Zucker bestreuen und mit einem Gasbrenner ordentlich karamellisieren.
Knacken lassen 😉

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