Spekulatius. Selbstgebacken!

Geht es euch zufällig so wir mir und ihr seid ganz verrückt nach Spekulatius? Seit ich denken kann, liebe ich diese weihnachtlichen Kekse. Schön gewürzig müssen sie sein und die Rückseite mit Mandeln bestückt.
Nachdem aber bei gekauften Spekulatius meistens ein Haufen Palmöl und im schlimmsten Fall auch noch gehärtete Fette enthalten sind, hab ich mich dieses Jahr am Selbstmachen versucht.

Hätte ich gewusst, wie einfach das geht… ich bin zwar normalerweise überhaupt kein großer Fan von Silikonbackformen, aber dafür sind die passenden Matten wirklich sehr gut geeignet, die nun schon zwei Jahre ungenutzt bei meinen Backsachen in der Versenkung verschwanden.
Schade eigentlich, denn hierfür sind sie wirklich total praktisch, auch wenn mir ein paar richtig schöne und tradionelle Holzmodel immer noch im Kopf herumspuken…

In Belgien und den Niederlanden werden Spekulatius übrigens das ganze Jahr gegessen und verkauft, während sie bei uns eigentlich ein typisches Weihnachtsgebäck sind. Ursprünglich wurde auf den Modeln  (Formen) die Geschichte des heiligen Nikolaus dargestellt.

Mein Fazit: Spekulatius gibt es auf jeden Fall nächstes Jahr wieder. Selbstgemacht, ohne Palmfett oder sonstige Zutaten dubioser Herkunft. Vielleicht mit ein klein wenig mehr Butter drin und vielleicht auch mit einem hübschen Holzmodel, denn die gehören für mich jedes Jahr zu den „Schleichobjekten“ – Dinge, um die ich schon x-mal herumgeschlichen bin um mir sie irgendwann dann mal endlich zu leisten.

 Was man noch alles mit Spekulatius machen kann? Das zeige ich euch noch im Laufe der Woche. Bis dahin wünsche ich euch friedliche und stressfreie Tage!


Das Rezept habe ich aus der  Zeitschrift „Landidee Adventsbacken „, die mir ausgesprochen gut gefallen hat.

Zutaten für ca. 40-60 Stück (je nach Größe der Förmchen/Model):
250 g Butter
300 g Zucker
100 g Marzipanrohmasse
1 Ei
2 TL Zimt
1 Prise gem. Nelken
1 Prise gem. Kardamom (ich hab ca. einen halben Teelöffel genommen für die Menge)
1 TL abgeriebene Zitronenschale
1 Prise Salz
60 g fein gemahlene Mandeln
500 g Mehl
hinzugefügt: ca. 60 g Mandelblättchen für die Rückseiten

Butter erst mit Marzipan und Zucker verkneten, dann die restlichen Zutaten nach und nach einarbeiten, bis ein geschmeidiger Teig entstanden ist. Diesen in Folie packen und mindestens 2 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Backofen auf 200° vorheizen.
Den Teig herausnehmen und ein wenig wärmer werden lassen, kleine Stücke abteilen und einfach in die Mulden der Form drücken. Mit Mandelblättchen bestreuen und diese ein wenig auf dem Teig festdrücken.
Auf der mittleren Schiene 10 Minuten backen, etwas abkühlen lassen und die Spekulatius aus der Form lösen, dann auf einem Gitter abkühlen lassen und in einer Blechdose aufbewahren.

 

 

 

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28 Kommentare zu Spekulatius. Selbstgebacken!

  1. Vivian sagt:

    Wow, Britta, die sehen aber richtig fein aus

  2. Micha sagt:

    Bei Silikonformen habe ich auch ein Aber, aber 😉 man bekommt aus den Dingern wirklich alles gut wieder raus. Und deine Spekulatius sprechen ja nun wirklich für sich…

  3. WildeHenne sagt:

    Uiiii, so einfach sind Spekulatius zu machen? Will ich auch. Ich habe keine Silikonform… bin auch nicht so Fan von Silikon. Aber irgendwo dümpelt ein alter Holzmodel… mal schauen, wo der abgeblieben ist.

  4. Wenn es sich machen lässt, weich ich den Silikonformen auch aus, aber immer geht das halt nicht. Deine Spekulatius bestätigen diese These. So elegante Kekserl!

  5. Roger Warna sagt:

    Liebe Britta, eine Tradition für sich. Mit Holzmodel gefertigt einfach toll. Jedoch muss ich gestehen, dass ich seit 10 Jahren auf den Geschmack der Silikonmatten gekommen bin. Also nur im Geschäft werden sie verwendet. Für ein Patissier eine wahre Erlösung dieses Silikon. Ob Arbeiten mit Schokolade, Zucker und oder Teige, einfach eine tolle Hilfe.
    Zu Hause bin ich eher der Antike und arbeite mit all den Geräten die unsere Grossmütter als Modern angesehen haben. 🙂 Ich bin ein heimlicher Trödelkäufer und gehe oft auf Flohmärkte und in Brockenhäuser um Pfannen, Backgerätschaft zu ergattern.
    Liebe Grüsse
    Roger

    • Britta sagt:

      Auf unseren Flohmärkten findet man sowas leider kaum noch… also nichts richtig schönes. Das war früher auch noch anders. Ich glaube, heute wird viel antiker Küchenkram im Net verkauft. Leider, denn Flohmarkt macht viel mehr Spaß!

  6. Sandra Gu sagt:

    Jawohl – Spekulatius! Meine mit liebsten Weihnachtsplätzchen, nur ohne Mandeln 🙂
    Und Deine sehen ganz bezaubernd aus!!

    Was auch ganz gut klappt, es gibt Nudelhölzer mit Einkerbungen statt der Holzformen. Habe ich letztes Jahr genutzt und war zufrieden damit, kommt halt auf den Teig an.

  7. Eva sagt:

    Einfach wunderbar elegant! Und ich muss mich Roger anschließen, Silikonformen sind unglaublich praktisch!

  8. Susanne sagt:

    ….so einfach geht das? Dann los 🙂 Ich bin ja diejenige, bei der der Teig immer irgendwie kleben bleibt, da finde ich für manche Zwecke Silikon gar nicht so dumm….

  9. Eline sagt:

    Spekulatius hat in Österreich keine Tradition. Das finde ich schade, denn ich esse es sehr gerne zu Tee und würde gutes Spekulatius gerne beim Bäcker kaufen können. Muss ich wohl doch auch mal Kekse backen – aber erst nach Weihnachten 😉
    Ich möchte Silikonmatten und Silikonpinsel nicht missen und behandle sie gut, damit sie lange halten. Silikonformen habe ich auch zwei, aber die verwende ich kaum, sind mir doch Edelstahlformen lieber.

    • Britta sagt:

      Meinen Pinsel mag ich auch sehr, stimmt. Was war das früher immer ein Gefummel, wenn sich doch mal ein Haar gelöst hat. Und die Reinigung ist so schön einfach 🙂

  10. Bettina sagt:

    macht schon Lust auf Spekulatius. Ich kenn das Rezept mit geriebenen Tonkabohnen.
    wobei ich nicht wusste, hat mir neulich der nette Inhaber des Reformhauses erzählt, daß diese von 1981 bis 1991 nicht verkauft werden durften. Generell bin ich ja eh eine Freundin des Hausgemachten. Da weiss Frau was durch die Hände ging und dann auf dem Teller und später im Magen landet

  11. Silke Müller sagt:

    Liebe Britta!!!
    Kann man den Teig auch dünn ausrollen und dann mit klassischen Ausstechformen bearbeiten???

    • Britta sagt:

      Ja, das hab ich mit ein paar auch gemacht 🙂 geht problemlos. allerdings würde ich ihn nicht zu dünn ausrollen…

      • Jenny sagt:

        Hey Ihr lieben,

        nein, das mit dem nicht zu dünn Ausrollen und normale Förmchen nehmen geht nicht sehr gut. Dieses Projekt ging dieses Jahr schief, es scheint nicht den guten Geschmack zu entwickeln. Länger Backen macht es zu dunkel. Eventuell hätte man mit der Temperatur spielen müssen….

        Grüße Jenny

  12. ninive sagt:

    Um Spekulatius hab ich bislang immer einen Bogen gemacht, also mich sozusagen gedrückt. Aber mit deiner Anleitung, da liest sich das ja durchaus machbar.

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