Auf zum alljährlichen Backwahn: 14 erprobte Plätzchenrezepte

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Die Weihnachtszeit beginnt so langsam!
Novembergrau darf Lichterglanz weichen, der Geruch von nassem Herbstlaub wird gegen Zimt- und Vanilleduft getauscht und es ist nun eindeutig Zeit für…
Plätzchen! Cookies! Kekse! Bhagwan, äh, Backwahn!
Zum Beginn der Saison habe ich heute eine Zusammenstellung mit 14 gelingsicheren Plätzchen für euch. Alle getestet und für gut befunden, denn was nicht gut läuft oder nicht gut schmeckt, kommt hier nicht auf den Blog.
Im Laufe der Jahre habe ich auch gelernt, dass das, was ich früher als „nerviges Gefummel“ bezeichnet habe, auch als eine Art Zen Meditation in der Küche ausgeübt werden kann, das bringt viel mehr Entspannung und ein bisschen mehr Liebe in die Plätzchen, auch wenn sie etwas komplizierter sind.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern und hoffentlich beim Ausprobieren, mit einem Klick aufs Bild kommt ihr direkt zum Rezept.

Los geht es mit knusprigen Pistazienkipferln mit Orangen-Kardamomzucker:

Kipf9Nicht fehlen darf  hier natürlich etwas mit Karamell. Genauer, Butterkaramell, das geht ja bei mir immer. Hier als mürbe Sternchen mit Karamellfüllung, mal etwas anderes als die übliche Marmeladenfüllung.

sterne14-1-von-1So einfach. Und doch SO gut! Orangentaler, ganz einfach zum Abschneiden von der Rolle mit dunkler Schokolade und einem Hauch Fleur de Sel…

Taler14 (1 von 1)Zimtsterne mit Gelinggarantie. Eigentlich ganz einfach und nach dem berühmten Rezept der Wiener Hofkonditorei Demel.

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Nougatkipferl – inklusive Anleitung, wie man eine Schokoglasur so richtig schön zum Glänzen bringt!

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Gefüllte Lebkuchenringe mit einer klassischen Marmeladenfüllung:

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Marzipan-Kirsch-Plätzchen:

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Und noch mal Sterne, ja, ich habe ein Faible für Sterne und Zimt:
Zimtsterne, diesmal schön bissig mit Haferflocken:

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Spekulatius – mit richtiger Butter statt Palmöl!

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Butter-Haselnussrollen mit Marzipan:

Schnecken1Ein Klassiker: Elisenlebkuchen, die mit zu meinen Lieblingen gehören:

Lebkuchen3_bearbeitet-1Mandel-Nougat-Taler, die wiederum zu den Lieblingen von Herrn Kamafoodra gehören:

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Kokosstangen mit Nougat-Espressofüllung:

Glas
Und zum Schluss knusprige, hauchdünne Schwedische Haferkekse

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Ich hoffe, ihr habt beim Lesen genauso große Backlust bekommen wie ich beim Zusammenstellen… ich verschwinde nämlich jetzt mal in der Küche!
Habt eine schöne und angenehme Restwoche.

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Knusprige Thai Crab Cakes auf Zitronengrasspießchen und bunter Asiasalat mit cremigem Cashew-Ingwerdressing

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Diese thailändisch inspirierten Crab Cakes sind bei uns seit vielen Jahren Dauerbrenner.
Sie sind eine wunderbare Vorspeise für asiatische Gerichte oder, wie hier, mit einem großen, sehr bunten Salat eine schöne Hauptspeise.
Dem momentanen Bilderbuchnovember –  nass, grau, kalt – kann man immer prima mit etwas Farbe auf dem Teller trotzen.
Und dazu eignet sich dieser bunte Asiasalat besonders gut, besonders lecker wird er durch das cremige Cashew-Ingwer-Limettendressing.
Nicht zu vergessen, dass er ordentlich Vitamine und Nährstoffe auf den Teller bringt, die man während der Erkältungszeit immer gut gebrauchen kann.

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Für das Dressing werden Cashewnüsse zu Mus püriert und dann mit frischem Ingwer, Knoblauch, Limette und etwas Srirachasauce zu einer wunderbar cremig-frisch-würzigen Sauce vermengt.

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Meine Crab Cakes mache ich immer mit Flusskrebsen, da gutes Krabbenfleisch hier immer schwer zu bekommen ist. Dazu kommen frische Frühlingszwiebeln, Zitronengras, etwas Knoblauch und rote Currypaste und ein Spritzer Fischsauce.

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Zu den Crab Cakes gehört unbedingt eine Sweet Chili Sauce – die ich allerdings leider auf den Fotos vergessen habe. Aber sie ist ein Muss dazu!
Ihr könnt sie entweder nach diesem Rezept selbst machen (lässt sich auch gut einfrieren) oder natürlich auch gekaufte nehmen.

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Ich wünsche euch einen wunderschönen, entspannten und gemütlichen Sonntag, bringt ein bisschen bunt in das Grau, auch wenn es nur auf dem Teller ist.

Zutaten für 2 Personen:

Für die Crab Cakes:
200 g Flusskrebse
1 kleine Knoblauchzehe
2 Frühlingszwiebeln mit Grün
1-1,5 TL rote Currypaste
1 Ei
3 EL Mehl
1 TL Fischsauce
1 EL Semmelbrösel oder Panko
evtl. etwas Salz
3 Stängel Zitronengras
Erdnussöl
Sweet Chilisauce zum servieren, gekauft oder selbstgemacht nach diesem Rezept

Für den Salat:
2 cm Ingwer, geschält und sehr fein gehackt
1 kleine Knoblauchzehe
1 EL brauner Zucker
1 Handvoll Cashewnüsse, geröstet (ca. 18-20 Stück)
Saft einer kleinen Limette
2 TL helle Sojasauce
1 TL Srirachasauce
2-3 EL Wasser
1 große Karotte
1 rote Spitzpaprika
1/2 kleine Gurke
einige Blätter Chinakohl, in feine Streifen geschnitten
eine Handvoll Rotkohl, in feine Streifen geschnitten

Zuerst das Dressing zubereiten, dafür die Cashewnüsse in einem Blender zu Mus pürieren. Limettensaft, Wasser, Soja- und Srirachasauce, Zucker und Knoblauch hinzufügen und nochmals blenden, bis eine schöne cremige Konsistenz erreicht ist. Wenn das Dressing zu dick ist, noch ein klein wenig Wasser hinzufügen.

Für die Crab Cakes die Flusskrebse grob hacken, die Frühlingszwiebeln in sehr feine Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken. Vom weißen Teil des Zitronengrases 2 cm abschneiden und sehr fein hacken. Alles mit den restlichen Zutaten gut vermengen und kleine Küchlein formen. Die Zitronengrasstängel halbieren und in die Crab Cakes stecken.

Für den Salat die Karotte in Julienne, Spitzpaprika und Gurke in dünne Streifen schneiden. Mit dem Kohl mischen.
Ca. 3 EL Erdnussöl in einer schweren Pfanne erhitzen und bei mittlerer bis starker Hitze die Crab Cakes goldbraun braten.
Den Salat mit dem Dressing mischen, mit den Crab Cakes und der Sweet Chili Sauce servieren.

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Apfel-Zimt-Butterstreuselschnitten mit Salzkaramell

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Kein Herbst bei mir ohne Karamell.
Wenn die Tage wieder kürzer werden, der Garten kaum noch nach Aufmerksamkeit verlangt außer Blätter aufzukehren und die Seele bei Kälte, Wind und Grau ein bisschen Trost braucht, ist es Zeit für ein bisschen Gold.
Goldenes Karamell, bittersüß, klebrig, buttrig und sahnig. Mit einem Hauch Salz.
Flüssiges Gold im Topf, das die Wohnung für eine Weile nach Kindheit, Zuckerwatte und Kirmes duften lässt.
Da ist das Grau draußen ganz schnell vergessen.

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Für die Zubereitung braucht es ein wenig Zeit und Geduld, denn es gilt, genau den richtigen Moment abzupassen.
Es lässt sich somit bei der Karamellzubereitung prima abschalten, denn die Konzentration auf den richtigen Zeitpunkt ist eine kleine, goldene Meditation.

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Wunderbare Partner zu einem cremigen Karamell sind Äpfel. Ein bisschen säuerlich, ein bisschen zimtig, auf einem buttrigen Boden, mit knusprigen Granola-Streuseln.

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Gefunden habe ich das Rezept für diese Apfel-Streuselschnittchen bei Sallys Baking Addiction, Sallys Rezepte sind wirklich immer mit Gelinggarantie und einfach richtig gut.
Die Bars sind wirklich unglaublich lecker, knusprig und sehr schnell und einfach gebacken!
Eine perfekte Mischung aus leicht knusprig-buttrigem Boden, saftiger Frucht und crunchy Haferstreuseln. Darauf dann noch das Salzbutterkaramell…

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Noch mehr Lust auf Karamell bekommen?
Dann hätte ich noch einiges für euch:

Herbstglückstarte mit karamellisierten Haselnüssen, Äpfeln und Gewürz-Schokocreme
Minnies Caramel Cake
Petit Pot au Caramel – Salzkaramellcreme
Schnelle Karamellstreuselschnitten
Rohrnudeln mit Karamellboden und Vanillesauce

Einen schönen, entspannten und ein klein wenig goldenen Sonntag wünsche ich euch.

Zutaten für eine Form von 24×16 cm:

Für das Salzbutterkaramell (davon braucht man höchstens ein Drittel, der Rest lässt sich in sterilisierten Gläsern sehr gut aufbewahren):
200 g Zucker
90 g gesalzene Butter
120 ml Sahne
1 TL Fleur de Sel

Für den Teig:
115 g Butter, geschmolzen
40 g Zucker
10 g Vanillezucker
1 Prise Salz
125 g Mehl

Apfelfüllung:
2 säuerliche Äpfel, geschält, geviertelt und in sehr dünne Scheiben geschnitten
2 TL Mehl
2 TL Zucker
1 TL Zimt
1/8 TL Muskatblüte

Streusel:
40 g Haferflocken, grob
70 g brauner Zucker
1/4 TL Zimt
30 g Mehl
60 g kalte Butter in Würfeln

Zuerst das Salzbutterkaramell vorbereiten. Die Menge ist sehr großzügig, aber wenn man sich die Mühe macht, sollte man immer ein bisschen Vorrat anlegen – es hält sehr lange, schmeckt zu Eis, Desserts, auf dem Butterbrot etc.
Den Zucker in einem kleinen schweren Topf bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Geduld und bloß nicht in den Topf greifen, um zu fühlen, ob der Zucker auch heiß genug ist!
Mit einem Holzlöffel gelegentlich umrühren. Die Sahne kurz erwärmen, in der Mikrowelle oder einem kleinen Topf.
Jetzt heißt es, den richtigen Moment abzupassen, der geschmolzene Zucker sollte eine satte goldene Farbe haben, aber auf gar keinen Fall zu dunkel werden, sonst wird er bitter. Das kann eine Sache von Sekunden sein.
Dann die Butter hinzugeben und für einige Minuten köcheln lassen, bis sich die Masse verbunden hat. Nun ganz langsam die Hälfte der Sahne hinzugeben, dabei kontinuierlich rühren. Den Rest hinzugeben und auf kleiner Hitze kurz köcheln lassen, bis sich alle Zutaten gut verbunden haben.
Vom Herd nehmen und das Salz unterrühren, abkühlen lassen.

Den Ofen auf 160° vorheizen. Die Form mit Backpapier auslegen, ein bisschen sollte überstehen.
Für den Boden die geschmolzene Butter, Zucker und Salz in eine Schüssel geben. Mehl hinzufügen und mit einem Holzlöffel verrühren, bis sich die Zutaten verbunden haben. Den Teig in die Form geben und gleichmäßig hineindrücken. Für 15-20 Minuten backen, in der Zwischenzeit die Füllung und Streusel vorbereiten.
Für die Füllung die geschnittenen Äpfel mit  dem Mehl, Zucker, Zimt und Muskatblüte gut vermengen.
Für die Streusel Haferflocken mit dem braunen Zucker, Zimt und Mehl in eine Schüssel geben. Die Butterwürfel hinzugeben und mit einer Gabel hineindrücken, bis grobe Streusel entstanden sind.
Den Boden aus dem Ofen holen und mindestens 20 Minuten abkühlen lassen. Den Ofen nun auf 180° vorheizen.
Die Äpfel gleichmäßig auf dem Boden verteilen, dabei etwas darauf drücken. Die Streusel darüber streuen und wieder für ca. 35 Minuten backen, evtl. auch ein paar Minuten länger, die Streusel sollten schön goldbraun und knusprig sein.
Komplett abkühlen lassen und mit dem Salzkaramell großzügig beträufeln.

 

 

 

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Pasta mit Walnuss-Tomaten-Petersilienpesto und zweierlei Käse

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Ist da noch jemand?
Eine laange Pause hab ich mir gegönnt, mit 2 Wochen Sommer-Sonne-Sorglos-Urlaub und leider noch einer netten Erkältung hinterher, aber so langsam bin ich wieder drin im Alltag…

Unser schöner, riesiger und prächtiger Walnussbaum im Garten wirft schon wieder reichlichst Nüsse ab, wir kommen mit dem Sammeln gar nicht hinterher.
Viele werden von den Elstern geklaut, das ist aber auch völlig okay so, denn es sind genug für alle da.

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Die vielen, vielen Walnüsse stellen mich jedes Jahr wieder vor eine kleine Herausforderung, denn sie möchten ja auch verwertet werden und für die Ernten aus dem eigenen Garten lässt man sich ja auch besonders gerne etwas Feines einfallen.
Viele Nüsse wandern bei mir in Müsli, oder gerne auch in griechischen Joghurt mit ein bisschen Honig dabei.
Aber auch zu Pasta sind sie ganz wundervoll – dieses Mal wollte ich gerne ein kräftiges Pesto machen, mit aromatisch gerösteten Nüssen, getrockneten Tomaten, Petersilie und ein wenig Knoblauch.

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Passt ganz wunderbar in den Herbst und ist ebenso wunderbar schnell fertig.
Besonders cremig wird die Sauce mit etwas Nudelwasser und dazu gibt es zwei verschiedene Käsesorten – cremige Ricottaflöckchen und etwas würzigen Parmesan.
Das Nudelkochwasser am besten erst kurz vor Ende entnehmen, dann enthält es besonders viel Stärke und bindet die Sauce viel besser.

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Noch weitere herbstliche Rezepte mit Walnüssen gesucht?
Bitteschön:
Walnuss-Zitronenpasta von Ottolenghi
Salat von geröstetem Rosenkohl mit Granatapfel und Walnüssen
Salat mit bunter Bete, Belugalinsen, Spinat und Walnüssen
Kürbiskuchen mit Gewürzen und Walnüssen
Sternen-Maronenravioli mit Portweinbutter Walnuss-Preiselbeerpesto und Speckknusper
Fire-Roasted Pasta mit Rosenkohlblättchen und Walnüssen
Muhammara – orientalische Pasta aus gerösteten Walnüssen und Paprika
Walnuss-Schokokekse

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Jetzt aber wieder zurück zum Pesto, hier die Zutaten für 2 Personen:

250-300 g Pasta nach Wahl
70 g Walnüsse
1/2 Bund glatte Petersilie
1 große oder 2 kleine Knoblauchzehen
1 rote Chili, frisch oder getrocknet
6-8 getrocknete Tomaten in Öl, je nach Größe
Salz
3 EL Olivenöl
ca. 50 g Ricotta
ca. 50 g Parmesan, gerieben

Walnüsse in einer Pfanne bei mittlerer Hitze rösten, bis sie duften. 3/4 davon mit den Tomaten, den Petersilienblättern, Knoblauch, Chili, Olivenöl und Salz in einen Blender geben und zu einer Paste verarbeiten. Das Pesto sollte nicht zu fein sein, es dürfen gerne noch ein paar grobere Stückchen dabei sein.
Pasta gar kochen, kurz vor Ende der Garzeit ca. 100 ml vom Kochwasser entnehmen. Pesto in einer großen Pfanne erwärmen, das Kochwasser hinzugeben und dann die fertig gegarte Pasta gut untermischen. Mit den restlichen Walnüssen und evtl. noch etwas Petersilie bestreuen, Ricottaflöckchen gleichmäßig verteilen und mit Parmesan bestreuen.
Dazu passt ein frischer Feldsalat.

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Zucchini-Gewürzschnitten mit Haselnüssen und Brown Butter Frosting

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Oh.
Da ist er nun fast schon vorbei, der Sommer. Erste Blätter verfärben sich, das Licht wird golden und die Zugvögel formieren sich schon so langsam.
Bei mir kommt da immer ein wenig melancholische Stimmung auf, denn so ein riesengroßer Herbstfan bin ich eigentlich nicht.
Immer noch besser als Winter, aber gegen meinen heißgeliebten Frühling und Sommer kann der Herbst nicht anstinken, der November schon gar nicht.

Zucchini10 (1 von 1)Aber es ist ja noch ein bisschen Zeit bis dahin und jetzt steht erst mal ein langer Urlaub vor der Tür.
Die Gartenbesitzer kämpfen noch mit diversen Schwemmen, bei mir wurden die Gurken jetzt durch Tomaten abgelöst, aber auch Zucchini sind  klassische Schwemme-Kandidaten.
Und für all die, die noch überlegen, was sie denn noch alles mit den Zucchini anstellen könnten, habe ich hier ein paar zimtig-gewürzige, ultrasaftige Schnitten mit Haselnüssen, Zucchini und einem traumhaften Frosting mit brauner Butter.

Zucchini7 (1 von 1)Braune Butter ist für mich ganz großes Tennis, und auch wenn ich sie immer noch überhaupt nicht auf dem Brot mag, hat mich der Geschmack von gebräunter Butter schon immer fasziniert, er ist einfach nur herrlich, nussig und etwas ganz besonderes.
Für diesen Kuchen wird erst die Butter gebräunt, dann abgekühlt und mit Puderzucker zu einer Creme aufgeschlagen, die perfekt zu dem würzigen Zucchinikuchen passt.

Zucchini11 (1 von 1)Butter bräunen ist immer ein wenig wie Karamell herstellen, man muss unbedingt dabei bleiben und genau den richtigen Zeitpunkt abpassen, sonst wird das Ganze nämlich schnell bitter – genau wie beim Karamell.
Und wenn der richtige Punkt erreicht ist, sofort den Topf vom Herd nehmen, am besten gleich auf die kühle Fensterbank stellen, damit die Resthitze nicht noch zu stark weiterbräunt.

Zucchini8 (1 von 1)Einen schönen und erholsamen Sonntag wünsche ich euch. Genießt die letzten Sommertage, denn wenn der kalte und graue November da ist, sind es genau diese Erinnerungen, die das Herz wärmen.

Zutaten für eine Form von ca. 20×33 cm
 
200 g Zucchini, mit Schale sehr fein geraspelt
250 g Mehl
1 TL Weinstein-Backpulver
200 g brauner Zucker
1,5 TL Zimt
1/4 TL Kardamom gemahlen
1/4 TL Muskatblüte gemahlen
100 g Haselnüsse, geröstet und geschält
2 sehr große Eier (oder 3 kleinere)
Mark einer Vanilleschote
200 g Raps- oder anderes neutrales Öl
3 EL Milch
1 Prise Salz

Für das Frosting:
80 g Butter
4 EL Puderzucker
2 EL Milch
1 Prise Salz
einige gehackte, geröstete Haselnüsse

Ofen auf 180° vorheizen Mehl, Backpulver, Gewürze und Salz in einer Schüssel gut mischen. Die Eier mit dem braunen Zucker zu einer Creme aufschlagen, dann das Mark der Vanilleschote, Milch und das Öl unterrühren. Die Mehlmischung unterrühren, dann Zucchini und die Haselnüsse unterheben. In die eingefettete oder mit Backpapier ausgekleidete Form geben und ca. 45 Minuten backen mit einer Holzstäbchenprobe.
Abkühlen lassen.

Für das Frosting die Butter in einem kleinen Topf bräunen, von der Herdplatte nehmen und abkühlen lassen. Kurz in den Kühlschrank stellen, bis die Butter nicht ganz fest, aber cremig ist.
Mit dem Puderzucker, Milch und Salz fluffig aufschlagen und auf den Teig streichen, mit den gehackten Haselnüssen bestreuen.
Kühl aufbewahren.

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Sommerfrische: Key Lime Pie mit Mandelknusperboden

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Heute gibt es eine kleine Resteverwertung für Limetten von mir.
Wie man zu Limettenresten kommt?
Das geht ganz schnell, wenn man für eine kleine Grillparty mehr Mojitos einplant, als dann wirklich getrunken werden.
Und da waren sie dann, schöne Biolimetten, bei denen die Schale mitverwendet werden kann und warteten auf einen adäquaten Einsatz.

Lime Pie8 (1 von 1)Gelegentlich ist es dann doch auch ganz nützlich, die eigenen Listen zum Ausprobieren mal durchzusehen.
Darauf steht bei mir nämlich schon seit Jahren ein Key Lime Pie und so hatten die Limetten in diesem Pie ihren großen Auftritt.

Lime Pie20 (1 von 1)Ich höre euch jetzt schon leise stöhnen, es sei zu warm zum Backen?
Zählt hier nicht. Denn der Kuchen ist so dermaßen schnell fertig und muss auch nur kurz gebacken werden, so dass es eigentlich keine Ausrede dafür gibt.
3 Zutaten für den knusprigen, mandeligen Boden und weitere 3 Zutaten für die Füllung.

Lime Pie12 (1 von 1)Und wie ist er nun, der Key Lime Pie?
Himmlisch, ein kleiner Kuchentraum. Selbst Herr Kamafoodra, der normalerweise alles hasst, in dem Kondensmilch in irgendeiner Form zu finden ist, war mehr als angetan.
Der mandelknusprige Boden und Rand, die limettig-frische und cremige Füllung, hier passt einfach alles und das ganze ohne viel Aufwand.

Lime Pie21 (1 von 1)Der Key Lime Pie lässt sich übrigens super vorbereiten und bis zu 3 Tagen im Kühlschrank aufbewahren. Also auch perfekt, um ihn auf eine Party mitzunehmen, nur auf ausreichende Kühlung sollte man achten.

Zutaten für eine kleine Springform von 18 cm (wenn ihr eine normale 24-26 cm Form nehmen wollt, müsst ihr ca. 1/3 der Zutaten dazu addieren):

Für den Mandelknusperboden:
110 g Haferkekse
50 g Mandeln, geröstet
60 g Butter, geschmolzen
1 Prise Salz

Für die Füllung:
3 Eigelb, Größe L
180 ml Limettensaft + Schale von 2 Limetten
600 g gezuckerte Kondensmilch

Deko:
Ein paar Limettenscheiben, Minzeblättchen, Limettenzesten und essbare Blüten

Für den Boden Haferkekse mit den Mandeln mahlen, das darf ruhig ein wenig gröber sein. Mit der flüssigen Butter und einer Prise Salz vermischen, in eine mit Backpapier ausgelegte Springform fest auf den Boden und die Ränder (nicht ganz bis oben) drücken. Im auf 175° vorgeheizten Ofen 9 Minuten backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

Für die Füllung Eigelbe mit Kondensmilch, Limettensaft und der Limettenschale (ein bisschen davon für Deko beiseite stellen) gut verquirlen. Die Füllung auf den vorgebackenen Boden geben und bei 175° nochmals für ca. 20-22 Minuten backen. Herausnehmen, abkühlen lassen und mindestens für 2,5 h in den Kühlschrank stellen.
Wenn ihr wie ich Limettenscheiben zur Deko verwenden wollt, bitte diese ganz dünn schneiden und zwischen Küchenkrepp etwas die Feuchtigkeit rausziehen, sonst weicht die Füllung zu sehr auf.

 

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