The heat is on: Reissalat mit Mango und Kokos

Es gibt Dinge, die können wir Deutschen nicht, meiner Meinung nach zumindest.
Dazu gehört eindeutig Reis.
Deutscher Reis ist meistens im Kochbeutel, parboiled, langweilig, fad, mit viel Glück ist noch ein bisschen Butter dran.
Ich mag meinen Reis aber duftend, gut gewaschen, manchmal ein bisschen klebrig, manchmal nussig, manchmal ganz pur, weil er einfach so köstlich schmeckt. Und mit einer Sorte ist es in meinem Schrank natürlich schon gar nicht getan!

Da ich nun Reis  sehr liebe, aber eben nicht auf die deutsche Art, stöbere ich dafür am liebsten in fremden Kochtöpfen und so bin ich dieses Mal wieder bei Yotam Ottolenghis “Genussvoll Vegetarisch” gelandet.

Tropisch-fruchtig und gleichzeitig nussig, sehr bunt, mit Mango, Kokos, Chili, frischen Kräutern und 3 verschiedenen Reissorten, so kommt er daher, mein Reissalat, an dem ich noch ein wenig Feintuning vorgenommen habe.

Herr Kamafoodra hat ihn schon zu einem Jahreshighlight gewählt und ich muss sagen, es war tatsächlich mal wieder ein Kracher. Wie eigentlich alles, was ich von Ottolenghi bisher probiert habe.

Vor kurzem habe ich von Reishunger ein ganz tolles Probierpäck zur Verfügung gestellt bekommen, das mich wirklich begeistert hat.
Der hübsche Onlineshop und natürlich vor allem der Reis haben mich wirklich komplett überzeugt.
Es fängt schon bei den schönen und stylischen Verpackungen an, die mit Reis von allerbester Qualität gefüllt sind.

Ich habe nun schon einige Sorten ausprobiert und war wirklich begeistert, alle waren geschmacklich ausnehmend gut. Der schwarze Reis bleibt tatsächlich richtig schwarz und schmeckt wunderbar nussig.

Brennend interessiert mich auch noch der iranische Sadri Reis, den es ja auch geräuchert gibt, aber ich muss nun erst mal meine Vorräte aufbrauchen.
Und der persische Reiskocher, der problemlos eine Kruste zaubert und nicht so ein Desaster wie bei mir hier.
Vielen Dank nochmals für das schöne Päck!

Für den Salat hab ich nun nicht – wie ursprünglich angegeben – 2 Reissorten kombiniert, sondern 3 verschiedene: Jasminreis, roten Reis aus der Camargue und den schwarzen Nerone Reis.
Wow, die drei Sorten ergänzen sich wunderbar, nicht nur optisch, auch die verschiedenen Geschmäcker harmonieren wunderbar.

Mango, Kokos und Chili machen aus dem Salat ein tropisch anmutendes Geschmackserlebnis und  zu einem tollen Begleiter für gegrillten Fisch oder Geflügel.
Ein paar weitere minimale Änderungen habe ich noch vorgenommen, zum Beispiel mit Knoblauch ergänzt.

Grillen geplant? Ausprobieren, aber hurtig!
Wenn man die Butter weglässt, ist der Salat übrigens vegan.

Für 4-5 Personen braucht ihr (meine Änderungen hab ich in Klammern ergänzt):
100 g Jasmin- oder Basmatireis
1 TL Butter, Salz
20 g Thai Basilikum (hab ich weg gelassen)
150 g roter Camarguereis (bei mir 60 g Nerone Reis und 75 g roter Reis)
1 rote Paprikaschote, geputzt und in feine Streifen geschnitten
(3 kleinere, junge Knoblauchzehen, ganz kurz in Olivenöl sautiert)
10 g Minzeblätter, grob gehackt
10 g Korianderblätter, grob gehackt (durch Petersilie ersetzt)
2 (3) Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1 frische rote Chilischote, fein gehackt (+ 1 grüne Chilischote + eine getrocknete rote mangels Schärfe)
Abgeriebene Schale und Saft von 1 Biozitrone
1 große oder 2 kleine Mangos, in ca. 1-2 cm große Würfel geschnitten
60 g geröstete Erdnüsse, grob gehackt
50 g Kokoschips (ich habe leicht geröstete verwendet)
2 EL Erdnussöl (3 EL Olivenöl)
2-3 kleine Schalotten, mit Mehl bestäubt und in Olivenöl knusprig gebraten zum Servieren
Salz

Den Jasminreis nach Packungsanweisung zubereiten, dabei die Hälfte des sThaibasilikum und Salz zugeben, ganz zum Schluss die Butter zugeben.
Den Camarguereis und den schwarzen Reis ebenfalls nach Packungsanweisung getrennt zubereiten, alle Reissorten abkühlen lassen.
Vom restlichen Basilikum die Blätter grob hacken, mit dem Reis und allen anderen Zutaten gut vermischen, abschmecken. Erst danach vorsichtig die Mango unterheben, dass sie nicht zermatscht.
Ganz zum Schluss den Salat mit den gebratenen Schalotten garnieren.

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Debüt: Erdbeer-Pistazienmousse-Torte

Hier findet heute eine Premiere statt – meine erste Torte ist das hier, die allerdings schon vor 2 Wochen das Licht der Welt erblickte und danach unglaublich schnell und spurlos im Magen meines Vaters wieder verschwand.

Warum genau ich mich bis jetzt noch nie mit einer Torte beschäftigt habe, ist mir eigentlich immer noch nicht klar, irgendwie hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, dass das Schneiden des Bodens, das Schichten etc. total kompliziert sei, ist es aber dann doch gar nicht.

Hübsch ist sie geworden, finde ich zumindest mal, eine richtige Mädchentorte in rosa und grün und es hat wirklich Spaß gemacht, ganz zu schweigen vom Geschmack,  Erdbeeren und Pistazien ist eine tolle Kombi, nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich.

Zusammen gebastelt habe ich dieses Rezept aus zwei verschiedenen  – einmal die Pistazienmousse von hier und der Rest ist leicht abgewandelt aus dem aktuellen Sweet Dreams Magazin für den Sommer.
Und es ist tatsächlich alles auf Anhieb gelungen, der Biskuit locker und saftig, die Pistazienmousse nussig-luftig, das Frosting cremig, süß und wunderschön rosa.

Mein Tortentrauma hab ich nun auf jeden Fall mit Leichtigkeit überwunden – die Nächste, bitte *fingerschnipp*!

Für den Biskuitboden braucht ihr (für eine 26 cm Springform, ich habe mit einer kleineren gebackenen und die Mengen entsprechend umgeändert):
4 Eier
150 g Zucker
100 g Mehl
35 g Speisestärke
1 TL Backpulver

Zutaten für die Pistazienmousse:
100 g Pistazien, geschält
4 Blätter weiße Gelatine
70 g weiße Schokolade
80 g Zucker
4 Eier
5 EL Mandellikör (Amaretto o.ä.)
400 ml Schlagsahne

Für das Erdbeerfrosting und die Dekoration:
ca. 350 g Erdbeeren
180 g weiche Butter
3 EL Erdbeerkonfitüre ohne Stückchen, z. B. Schwartau  Samt
1 EL Zitronensaft
130  g Puderzucker
einige gehackte Pistazien

Zuerst den Biskuit backen: Ofen auf 180° vorheizen, Eier trennen und das Eiweiß steif schlagen, zum Schluss 75 g Zucker einrieseln lassen.
Eigelbe mit 2 EL warmem Wasser und 75 g Zucker cremig aufschlagen, das Eiweiß daraufgeben. Mehl, Speisestärke und Backpulver mischen, über die Eiermasse sieben und gut unterziehen, aber keinesfalls zu viel rühren. In die mit Backpapier ausgekleidete Springform geben und ca. 25 Minuten backen.
Auskühlen lassen und einmal waagerecht durchschneiden.

Für die Pistazienmousse Gelatine in kaltem Wasser einweichen, Schokolade grob hacken und im Wasserbad schmelzen. Die Pistazien im Mixer sehr fein mahlen.

Zucker, Eier und Mandellikör im heißen Wasserbad zu einer dicklichen Creme aufschlagen, dann die Schokoladen hinzugeben und gut vermengen. Gelatine zugeben und unter Rühren komplett auflösen, dann das Gemisch vom Herd nehmen.
Pistazien hinzugeben und gut untermischen.
Die Creme nun abkühlen lassen, Sahne steif schlagen und nach und nach vorsichtig unter die Creme heben.

Jetzt einen Tortenring um die untere Biskuithälfte legen und die Hälfte der Pistazienmousse gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Mit den gewaschenen und geputzten, halbierten Erdbeeren belegen, dann die zweite Hälfte der Creme darauf verteilen, den zweiten Boden daraufsetzen und im Kühlschrank mindestens 3 h durchkühlen und fest werden lassen.

Für das Erdbeer-Buttercremefrosting die weiche Butter ca. 5 Minuten zu einer hellen Creme aufschlagen, dann die Konfitüre mit dem Zitronensaft verrühren, hinzugeben und am Schluss mit dem Puderzucker nochmals cremig aufschlagen.
Wolkenartig die komplette Torte damit einstreichen, mit gehackten Pistazien und halbierten Erdbeeren garnieren.

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Endspurt!

Kirschen rot, Spargel tot, so heißt die altbekannte Bauernregel.

Bis zum 24. Juni, dem Johannistag, geht sie noch, die Spargelsaison.
Dann ist für dieses Jahr wieder Schluss, danach braucht das zarte Gemüse noch genügend Zeit, um seine nadelförmigen Büsche aus Spargelkraut auszutreiben. Durch die Bildung dieser grünen Auswüchse beginnt die Photosynthese, dadurch sammeln die Wurzeln des Spargels wieder Nährstoffe und Kraft, um uns im nächsten Jahr wieder glücklich zu machen.

Also noch ein klein bisschen Zeit, um noch einige Male die leckeren Stangen zu genießen und für mich, schnell noch dieses Rezept mich euch zu teilen, bevor es zu spät ist.

Schmunzeln musste ich, als ich gesehen habe, dass es letztens bei der Kochpoetin fast genau das gleiche gab wie bei uns – Pasta mit Zitrone, grünem Spargel, Erbsen und Parmesan.

Ein paar kleine Unterschiede gab es bei uns dann aber natürlich doch, ich hab diese kleine, schnell gemachte und unglaublich leckere Zitronenmarmelade zum Würzen verwendet und für ein bisschen Säure zum Ausgleich dann Crème Fraîche anstatt Mascarpone.

Die ersten Erbsen gibt es bei uns schon, süß und zart, anständige Begleiter für den kräftigeren grünen Spargel.

Auch die Kräuter wuchern inzwischen wieder üppig und so hab ich mich großzügig an Basilikum und Minze für die Würze bedient.
Ein leckeres, frisches Frühsommergericht, das schnell gemacht ist.

Zutaten für 2 Personen:
250 g Nudeln, z. B. Penne
150 g Erbsen, gepalt
200 g grüner Spargel
eine Menge Zitronenmarmelade nach diesem Rezept
3-4 Frühlingszwiebeln
4 EL Crème Fraiche
ein Schuss Weißwein
je 2-3 Zweige Basilikum und Minze
Olivenöl
Salz und Pfeffer
gehobelten Parmesan nach Geschmack.

Zuerst die Zitronenmarmelade zubereiten und abkühlen lassen, Kräuter waschen und hacken.
Spargel im unteren Drittel schälen, waschen, putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Einige Minuten blanchieren, er sollte noch ein wenig bissfest sein. Dann die Erbsen ebenfalls ganz kurz blanchieren.
Die Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, in etwas Olivenöl in einer großen Pfanne andünsten. Mit dem Weißwein ablöschen, Zitronenmarmelade löffelweise einrühren (erst mal nicht alles verwenden, lieber später noch ein wenig nachwürzen).
In der Zwischenzeit die Pasta kochen.
Crème Fraîche zur Wein-Zitronenmischung geben und gut unterrühren und noch ca. 3-4 EL des Nudelkochwassers hinzufügen.
Ganz am Schluss die blanchierten Erbsen und den Spargel zugeben und kurz erwärmen, mit Salz und Pfeffer abschmecken, dann die fertig gekochte Pasta untermischen, mit den Kräutern bestreuen.
Gehobelten Parmesan darübergeben und genießen.

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Buchrezension: Die Avantgarde der deutschen Winzer – Slow Wine und seine Erzeuger

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, das ich so interessant fand, dass ich zu dem Angebot von bloggdeinbuch.de, es zu rezensieren, nicht Nein sagen konnte.

Herausgegeben wurde das Buch “Die Avantgarde der deutschen Winzer – Slow Wine und seine Erzeuger” vom Oekom Verlag, der mit den beiden Autoren Ulrich Steger, Wirtschaftswissenschaftler, Hochschuldozent, Manager und Politiker sowie Kai Wagner, Gründer und Leiter des Slow Food Conviviums Mittelhessen und Fachbeirat für Wein ein ausgesprochen kompetentes Autorenteam ins Rennen schickt, das sich gut zu ergänzen scheint.

Slow Wine – passend zu Slow Food.
Hochwertige Dinge, denen genügend Zeit gegeben wurde, um eine exzellente Qualität zu garantieren, in die viel Liebe und Wissen investiert wurde und oft auch Mut, neue und ungewöhnliche Wege zu gehen.
Oder alte und traditionelle wiederzubeschreiten und wiederzubeleben.

Viele von euch wissen ja, dass ich mitten in einer Weingegend wohne, genauer gesagt sogar direkt an der schönen deutschen Weinstraße.
Einige der vorgestellten Winzer befinden sich in meiner direkten Umgebung, das fand ich natürlich besonders spannend.

Obwohl ich ausgesprochen gerne einen guten Wein zum Essen trinke und der Besuch diverser Weinfeste und -proben hier in der Vorderpfalz ja fast obligatorisch ist, bin ich alles andere als ein richtiger Weinprofi.
Dieses Buch ist allerdings ein tolles Werkzeug, um das Wissen rund um qualitativ hochwertigen Wein, seinen Anbau etc. zu erweitern..

Es beginnt mit einer Einführung – was ist Slow Wine?
Die Ursprünge von Slow Wine liegen – ebenso wie die von Slow Food – in Italien. Beides war und ist dort untrennbar miteinander verwoben, eine Gegenbewegung zum industrialisierten Essen und Wein, die auf alte Handwerkskunst, regionale Feinheiten und Gegebenheiten setzt.
Für die Qualität ist hier unter anderem auch der Faktor Zeit maßgebend, der heute in der Industrie einfach nur noch zu einem Wirtschaftsfaktor verkommen ist und knapp bemessen. Deshalb eben “Slow”.

Nach den großen deutschen Weinskandalen in den 80ern (erinnert ihr euch alle an diese Glykol-Geschichten?) haben damals schon viele Winzer ihr Konzept überdacht und sich neu orientiert, in Richtung Qualität, alte Traditionen und spezielle regionale Gegebenheiten (Böden, Klima), weg von der Massenproduktion.
Das Buch beleuchtet diese “Avantgarde” von Winzern, die Verantwortung, die sie damit übernehmen, für die Umwelt, sich selbst und natürlich auch ihre Kunden.
Beleuchtet die verschiedenen Aspekte von Geschmack, der natürlich auch immer sehr subjektiv erlebt wird, es gibt aber einige Punkte, die zu einem “guten” Geschmack beitragen, die man eindeutig definieren kann und die erfüllt sein sollten:

  • Die Lage, der Weinberg  mit ihrem unverwechselbaren Profil sollte im Zusammenspiel mit der Rebsorte klar zu erkennen sein.
  • Hohe Erträge mögen zwar kurzfristig zu einem größeren Gewinn für den Winzer führen, enden allerdings in großen Einbußen beim Geschmack und schädigen auf Dauer auch den Weinstock
  • Eine selektive Lese, wenn irgendwie möglich, unter Vermeidung von Vollerntern und per Hand
  • Genügend Zeit zur Reife im Keller

Nach dieser Einführung ins Thema werden verschiedene, ausgewählte deutsche Weingüter vorgestellt, die noch mal unterteilt sind in:

  • Pioniere – die Wegbereiter der Bewegung, die, die schon nach den ersten Glykolskandalen auf biologische Weinwirtschaft umstellten,
  • Mentoren von Slow Wine, die Anfang der neunziger Jahre statt nach den überholten Oechslegraden wieder nach der Lage klassifizierten und sich intensiv mit neuen Anbaumethoden, Reben etc. auseinandersetzten,
  • “Mehr Slow als Öko” Weingüter, die ihren Fokus eher auf regionalen Traditionen und der Wiederentdeckung alter Rebsorten setzen als auf Bio – was ich besonders interessant finde, da ich persönlich der Meinung bin, dass Bio um jeden Preis nicht immer automatisch das Beste ist,
  • aufstrebende Weingüter, die in den letzten Jahren sehr gute Arbeit geleistet haben und von denen man sicher noch mehr hören wird,
  • Quereinsteiger, die im Niedergang begriffene Weingüter aufgekauft, modernisiert und wieder auf Qualität ausgerichtet haben, teilweise aber aus ganz anderen Bereichen ursprünglich kamen,
  • und natürlich einige Hoffnungen für die Zukunft, junge, neue Winzer, die sich gerade auf ihren Weg machen.

In den einzelnen Porträts zu lesen, was die einzelnen Winzer motiviert, wie sie ihren Weg beschreiten, mit welchen Wegen und welchen Schwerpunkten fand ich persönlich sehr spannend.
Zu jedem Weingut gibt es auch eine besondere Weinempfehlung, obwohl das Buch kein Weinführer mit Bewertungen im eigentlichen Sinne sein möchte, trotzdem gefällt es mir gut, dass es zu jedem Betrieb eben diese Empfehlung gibt, denn es hat mir Lust gemacht, den einen oder anderen Wein auszuprobieren.

Wie schon erwähnt, ich wohne direkt an der Weinstraße, in der Vorderpfalz – selbstredend interessierten mich natürlich die besprochenen Winzer aus der Pfalz brennend.
Das Weingut A. Christmann in Neustadt Gimmeldingen sprang mir hier besonders ins Auge, über 2/3 steht in den Weinbergen Riesling, meine bevorzugte Rebsorte.
Die wunderbaren Lagen wie z. B. Langenmorgen oder Reiterpfad bringen herrliche Große Gewächse hervor, die ich schon  genießen durfte, allerdings bis jetzt noch nicht von Christmann – das muss unbedingt nachgeholt werden.

Ein Kritikpunkt meinerseits ist die Buchbindung, die etwas hochwertiger sein dürfte, einige Seiten lösten sich sich schon beim Umblättern.
Vielleicht bin ich da als Tochter eines passionierten Hobby-Buchbinders etwas kritisch, möchte es aber trotzdem nicht unbemerkt lassen.

Von mir gibt es aber alles in allem eine klare Empfehlung für dieses Buch, wer sich für hochwertigen, nachhaltig produzierten Wein mit regionalen Besonderheiten – eben Slow Wine – interessiert, ist mit diesem Buch gut beraten.
Es macht Lust auf guten Wein, erläutert die ganze Liebe und Arbeit, die darinnen steckt, stellt nicht nur Weine vor, sondern vor allem auch die Menschen und Macher dahinter und macht somit auch klar, warum ein richtig guter Tropfen nun mal nicht für 5 Euro zu haben ist.

Vielen Dank an bloggdeinbuch.de und den Oekom Verlag, wer das Buch bestellen möchte, kann das hier direkt beim Oekom Verlag tun.

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Urlaubserinnerungen – Pasta Liparese

Bei dem momentanen Wetter, das einfach nicht wirklich besser werden will, hänge ich gerne mal Urlaubserinnerungen nach.
Der  nächste ist noch in weiter Ferne – erst im September ist es soweit – und der letzte schon gefühlte Ewigkeiten her.

Beschlossene Sache – es muss etwas Sommer auf den Tisch. Am besten etwas mit den tollen Salzkapern von der Insel Salina, die ich von Sizilien mitgebracht habe.

Diese in Salz eingelegten Kapern sollen zu den besten gehören, die es gibt und es sind zumindest die besten, die ich bis jetzt gegessen habe, sie haben einfach ein wunderbares, unvergleichliches und mildes Aroma.

Salina ist eine der äolischen/liparischen Inseln, die vor Sizilien liegen, der vulkanische Boden und das Klima bieten die besten Bedingungen für die kleinen Knospen, die liebevoll von Hand geerntet werden und denen sogar ein eigenes Fest gewidmet ist.
Ein schönes Filmchen dazu gibt es hier.

Ich schätze, wer einmal Salzkapern gegessen hat, mag sowieso nicht mehr auf die normalerweise bei uns in Lake eingelegten Kapern zurückgreifen, erstens sind die in Salz eingelegten Knospen ungleich schmackhafter und auch viel, viel länger haltbar.

Auf den liparischen Inseln sind somit Rezepte mit Kapern gang und gäbe, ich habe mich für eine Pasta Liparese entschieden, mit frischem Thunfisch, ein paar schwarzen Oliven und natürlich den Salzkapern.

In meiner Rezeptvorlage war zwar von Dosenthunfisch die Rede, ich hab mich dann aber trotzdem für frischen entschieden, obwohl der dank Überfischung bei uns nur noch alle Jubeljahre auf den Tisch kommt.
Dazu gab es bei uns noch ein bisschen Pangrattato (simple in Olivenöl geröstete Semmelbrösel), das stand zwar so nicht im Rezept, aber ich mag den Knuspereffekt bei Pasta mit Fisch zu gerne.

Für 2 Personen braucht ihr:
250 g Linguine, Bavette o.ä.
150 g Thunfischfilet
eine gute Handvoll Salzkapern
eine Handvoll schwarze Oliven, entsteint und gehackt
1-2 Knoblauchzehen
4-5 EL Olivenöl, hier darf gerne ein kräftiges ran
einige Blätter glatte Petersilie, gehackt
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Die Salzkapern in kaltem Wasser eine Weile einweichen und gut abspülen.
Den Thunfisch in mundgerechte Stücke schneiden und in einer großen Pfanne mit Olivenöl rundherum kurz anbraten, wieder herausnehmen, sonst wird er zu trocken.

Dann den Knoblauch hacken oder in ganz feine Scheibchen schneiden und in Olivenöl glasig dünsten, die Kapern, Oliven und die Petersilie hinzufügen.
In der Zwischenzeit die Nudeln garen, einige Esslöffel vom Nudelkochwasser zu der Oliven-Kapernmischung geben, dann die Pasta abgießen und tropfnass mit dem Rest vermischen, ganz am Schluss noch die Thunfischstücke unterheben und mit Salz und schwarzem Pfeffer abschmecken.
Beim Servieren nach Wunsch mit Pangrattato bestreuen.

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Erdbeer Lassi mit Ingwer

Immer noch Krankenkost hier.
Die aber auch wirklich ganz schön gut sein kann, wenn man ein bisschen Liebe hineinsteckt.

Wie zum Beispiel dieser Erdbeer Lassi mit süßen frischen Erdbeeren für viele Vitamine, Joghurt, den man nach Antibiotikaeinnahme sowieso zu sich nehmen soll, etwas eingelegtem Ingwer, gut für den Magen und auch sonst alles Mögliche und ein wenig Vanille für die Seele.
Und der Patient ist jetzt endlich wieder zuhause, was die Sache wesentlich angenehmer macht.

Inspiriert dazu hat mich unser “Ashram”, der eigentlich gar kein Ashram ist, sondern ein ganz toller kleiner Laden von einer Frau aus Sri Lanka, die dort ganz wunderbare Gerichte aus ihrer Heimat serviert und natürlich auch – Lassis.
Wir nennen ihn nur Ashram, weil die Mittagspausen dort so erholsam sind.
Also, falls ihr mal in Mannheim seid – auf zu Keleni!

Aus dem ursprünglichen Mango Lassi hab ich dann kurzerhand einen Erdbeer Lassi gezaubert, ein wirklich leckerer, frischer Drink, der zumindest ein bisschen Sommerfeeling auf den Tisch bringt, können wir das nicht alle gerade gut gebrauchen?
Denn so langsam fühle ich mich um den Frühling betrogen und wünschte mir, man könnte ihn irgendwo einklagen – vielleicht mal bei der Rechtsschutzversicherung nachfragen, ob sie greift?
Oder eine offizielle Beschwerde einlegen, aber wohin nur damit?
Ideen zur seelischen Bewältigung der aktuellen Wetterlage sind herzlich willkommen!

Der eingelegte Ingwer bringt übrigens einen sehr angenehmen Twist in die erdbeerige Süße  – wer absolut keinen Ingwer mag, kann ihn natürlich auch problemlos weglassen.

Die Zutaten für 4 Erdbeer Lassis (alle Zutaten müssen gut gekühlt sein):
350 g Erdbeeren
250 g Naturjoghurt
220 ml Vollmilch
Mark einer Vanilleschote
15 g Ingwer in Sirup
70 g Zucker (je nach Süße der Erdbeeren vielleicht auch etwas mehr)
1/2 TL Meersalz
evtl. ein paar Eiswürfel

 

Erdbeeren waschen, putzen, zusammen mit dem Zucker in einem hohem Gefäß mit dem Stabmixer gut pürieren.
Die restlichen Zutaten hinzufügen und alles gut durchmixen, bis eine homogene Masse entstanden ist, in Gläser füllen und genießen.

 

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