Plunderteig selbstgemacht – Hörnchen mit doppelter Nougatfüllung

König der Teige wird der Plunderteig genannt.
Hört sich erst mal ein bisschen einschüchternd ein und man denkt erst mal, „oh, der ist bestimmt viel zu schwierig selbstzumachen“…

Ich bin inzwischen fest davon überzeugt, dass er diesen Titel bekommen hat, weil er einfach unglaublich gut und so vielseitig zu verwenden ist. Denn mein erster Plunderteig war weder schwierig noch hat er fürchterlich viel Zeit für die Zubereitung verschlungen.
Er braucht nur einige Zeit zum Ruhen zwischen den einzelnen Touren, also den Ausroll- und Faltvorgängen. Die selbst aber gar nicht sehr aufwändig sind und auch recht schnell gehen.

Hörnchen6 (1 von 1)Den perfekten Plunderteig habe ich hier bei Eva gefunden – er ist wirklich absolut gelingsicher und einfach herzustellen.
Wie wäre es damit für euren Osterbrunch oder -frühstück?

Hörnchen15 (1 von 1)Zubereiten kann man den fertigen Teig auf viele Arten. Als klassischen Franzbrötchen, als Puddingbrezeln wie bei Eva oder als Hörnchen mit Nougatfüllung, wie hier bei mir.

Hörnchen11 (1 von 1)Eine einfache Nougatfüllung hat mir aber nicht ausgereicht, bei mir gab es die doppelte Dröhnung mit Nougatcreme, die erst dünn auf die Dreiecke für die Hörnchen gestrichen wird, dann habe ich noch kleine Stückchen von schnittfestem Nougat hineingewickelt. Und natürlich noch mit ein paar gehackten piemontesischen Haselnüssen bestreut.
So gut wie vom Bäcker? Nein, viel besser.

Hörnchen14 (1 von 1)Ob es sich lohnt, den Plunderteig selbst zu machen?
Ja! Auf jeden Fall! Der eigentliche Aufwand ist wirklich sehr überschaubar und man hat einen wunderbaren Teig mit richtiger Butter und ohne billige Palmfette.
Und das Beste daran: Man kann gleich eine richtig große Teigmenge machen und diese portionsweise einfrieren. Das geht nämlich ganz prima und man hat immer einen kleinen Vorrat, falls mal überraschender Besuch kommt oder man ganz einfach Lust auf ein paar frische Plunderteilchen zum Frühstück oder zum Kaffee hat.

Zutaten (ich habe gleich die dreifache Menge gemacht und die beiden anderen Portionen eingefroren):
175 g 550er Weizenmehl
75 g 405er Weizenmehl
30 g feiner Kristallzucker
5 g Milchpulver (ersetzt durch Vollmilch beim Wasseranteil, siehe unten)
6 g Salz
50 g weiche Butter
12 g frische Hefe
115 g kaltes Wasser (ersetzt durch 60 g lauwarmes Wasser und 55 g Milch)
125 g feste Butter zum Tourieren

Für die Füllung:
ein paar Teelöffel Haselnuss-Nougatcreme zum Bestreichen
30-40 g fester Haselnuss-Nougat zum Füllen

Für das Finish:
1 Eigelb
1 EL geröstete Haselnüsse, gehackt
Puderzucker zum Bestreuen

Alle Zutaten vermischen und den Teig mit der Küchenmaschine für 6-10 Minuten kneten.
Daraus ein flaches Rechteck formen und in einem Gefrierbeutel oder Frischhaltefolie 2 Stunden in den Kühlschrank legen.
Ca. 20 Minuten vor Ablauf der Zeit die kalte Butter in Scheiben schneiden, aneinanderlegen und zwischen Frischhaltefolie zu einer Platte ausrollen. Für 10 Minuten in den Tiefkühler geben.

Dann den Hefeteig längs ausrollen (ca. 6-7 mm Dicke), die Butter auf die untere Hälfte legen, die obere Hälte des Teiges darüberlegen (die Butter muss komplett bedeckt sein), den Teig um 90° drehen und wieder auf eine Dicke von 6-7 mm ausrollen. Dann bekommt der Teig eine doppelte Tour, das heißt, jeweils das untere als auch das obere Drittel wird eingeklappt, so dass sie sich in der Mitte berühren. Nun den Teig noch einmal in der Mitte zusammenklappen, vorsichtig etwas flachdrücken und für eine Stunde in Folie in den Kühlschrank geben.
Dann den Teig herausnehmen, die Bruchkante auf die rechte Seite legen und wieder auf 6-7 mm ausrollen. Das untere Teigende zur Mitte legen und das obere darüber, es entstehen jetzt 3 Lagen.
Ab in den Kühlschrank für die letzte Ruhephase von einer Stunde.
Für die Weiterverarbeitung den Teig herausnehmen und ein letztes Mal auf ca. 3-4 mm rechteckig ausrollen.

Ofen auf 180° vorheizen. Aus dem Rechteck nun Dreiecke mit jeweils zwei langen Schenkeln schneiden, mit Nougatcreme dünn bestreichen, dabei einen cm Abstand zum Rand lassen. 2 Stückchen festen Nougat ca. 2 cm vom kurzschenkligen Rand entfernt in die Mitte setzen und von dieser Seite her vorsichtig aufrollen.
Auf ein Backblech setzen, mit Eigelb bestreichen und mit den gehackten Haselnüssen bestreuen. Im Ofen ca. 13 Minuten backen, herausnehmen und mit Puderzucker bestäuben.

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Slowcooker Balsamico Pulled Beef Pasta mit Pangrattato

Lange drei Wochen gab es hier auf dem Blog nichts mehr zu lesen bzw. zu essen.
Das liegt daran, dass ich momentan einfach eine anstrengende Phase habe und abends meistens ziemlich erschlagen nach Hause komme.
Stress mit dem Bloggen möchte ich mir nicht machen und glücklicherweise muss ich das auch nicht, das Bloggerleben ist schön und einfach ohne Kooperationen, Termine und (oft selbstauferlegtem) Druck.
Keine Zeit, keine Lust, kein Blogpost.
Nur die Freiheit, zu schreiben wann ich will und was ich will und das genieße ich manchmal sehr.

Pulled_Beef11 (1 von 1)Zu essen gab es in der Zwischenzeit aber natürlich trotzdem etwas und dieses Pulled Beef mit Balsamico muss ich unbedingt noch loswerden, bevor sich die Zeit für Schmorgerichte erst mal zu Ende neigt.
Denn das tut sie definitiv, hier startet der Frühling mit voller Wucht, blühenden Forsythien, summenden Bienen, die Sonne hat endlich wieder mehr Kraft. Und die schlechte Laune des Katers verschwindet langsam, immer zusammen mit seinem Winterfell, wir hoffen, dass die Kratz- und Bisswunden in der nächsten Zeit endlich wieder weniger werden.

Pulled_Beef1 (1 von 1)Ich finde allerdings, alles „gepullte“ gehört nicht unbedingt zu den nur winterlichen Schmorgerichten. Denn seit ich es das erste Mal probiert habe, bin ich dem zerfallenen Fleisch verfallen. Geht für mich persönlich eigenlich immer und im Sommer werde ich definitiv eine Variante vom Grill ausprobieren.

Pulled_Beef4 (1 von 1)Dieses hier kommt allerdings aus dem Crockpot: Querrippe vom Rind, saftig und nicht zu mager, langsam, ganz laaangsam geschmort, bis das Fleisch zerfällt… Mit Balsamico abgeschmeckt und mit einer ordentlichen Portion Pasta und Parmesan serviert.
Dazu als Knuspereffekt ein Pangrattato mit Panko und Petersilie.

Pulled_Beef6 (1 von 1)Braucht man eigentlich unbedingt einen Slowcooker?
Das habe ich mich lange auch gefragt. Meinen hab ich jetzt ungefähr zwei Jahre in Benutzung und ich finde, er ist ein very nice to have. Man kann unbesorgt das Haus verlassen oder schlafen gehen während er arbeitet, was ich mit dem Herd nicht so gerne mache. Die darin zubereiteten Gerichte haben ein wunderbares Aroma, Fleisch wird butterzart, aber man muss vorsichtiger mit dem Würzen sein finde ich, da der Geschmack der verwendeten Zutaten etwas intensiver herauskommt als beim klassischen Schmoren.

Pulled_Beef2 (1 von 1)Einen schönen Sonntag wünsche ich euch, ich hoffe, das Wetter bei euch ist genauso traumhaft wie hier heute, genießt den Frühling und diesen schönen Tag!

Zutaten für 2-3 Personen:
Für das Pulled Beef:
500 g Querrippe vom Rind
1 große Zwiebel, gewürfelt
1 Karotte, gewürfelt
1 EL Tomatenmark
1 kleine Knoblauchzehe, sehr fein gehackt.
1 Lorbeerblatt
etwas Butterschmalz zum Anbraten
1 EL brauner Zucker
50 ml Rotwein
2 EL Balsamico
250 ml Rinderfond
Salz + Pfeffer
etwas alten Balsamico zum Beträufeln

ca. 300 Pasta, Tagliatelle o.ä.

Für das Pangrattato:
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
1 Handvoll Panko
3 EL Petersilie, gehackt
etwas Salz

etwas Parmesan zum Servieren

Slowcooker ca. 15 Minuten vorheizen, in der Zwischenzeit das Fleisch in einer Pfanne scharf anbraten. Herausnehmen und Zwiebeln mit Möhre anbraten, dann die Hitze ein wenig herunterdrehen und den Knoblauch hinzugeben, dann das Tomatenmark. Mit dem Wein und der Brühe ablöschen, Lorbeerblatt hinzufügen. Alles in den Slowcooker geben, leicht salzen und pfeffern, den Balsamico hinzufügen und für ca. 6-7 h auf low garen lassen.
Wenn das Fleisch so zart ist, dass es sich mit zwei Gabeln zerteilen lässen, in mundgerechte Stücke zerreißen und gut mit der Sauce mischen. Eventuell noch mit etwas Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer sowie etwas Balsamico abschmecken.
Die Pasta kochen und in der Zwischenzeit das Pangrattato zubereiten: Butter mit Olivenöl erhitzen, das Panko darin braun braten und leicht salzen. Ganz am Schluss die Petersilie unterrühren.
Die Pasta mit Pulled Beef servieren und noch ein wenig richtig guten, alten Balsamico darüberträufeln. Zuletzt mit dem Pangrattato und Parmesan bestreuen.

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Cracking und Vorfreude: Orangen Crème Brûlée

Der Februar ist eine prima Zeit, um Pläne zu schmieden. Urlaubspläne zum Beispiel.
Oder, wie gerade bei mir, Gartenpläne, voller Vorfreude.
Die ersten Schneeglöckchen und überall grüne Spitzen von Frühblühern wecken mich aus dem Gärtner-Winterschlaf auf und machen große Lust auf die kommende grüne Saison.
Wie lege ich mein diesjähriges Gemüsebeet an, was ist letztes Jahr gut gewachsen, was weniger, was möchte ich ausprobieren? Welche Fruchtfolge passt?
Und wie möchte ich meine Blumenbeete gestalten, auch hier ist ja immer Optimierungsbedarf.
Unser nerviger Berberitzenstrauch muss dieses Jahr weichen, er muss dauernd geschnitten werden, die Stacheln schmerzen entsetzlich und stechen durch jeden noch so dicken Handschuh, reif werden die Berberitzen auch nicht – raus damit, Platz für Blumen schaffen.
Aus einem recht schattigen Rasenstück möchte ich eine Blumenwiese für Insekten machen, bin aber noch auf der Suche nach einer geeigneten Saatmischung, die auch in nicht so sonniger Lage blüht…
Bis es dann soweit ist, der erste Spinat, Salat und Kräuter geerntet werden können, kann man sich die Zeit prima mit ein paar Orangen vertreiben.

Creme_Brulee13 (1 von 1)Diesmal als Crème Brûlée, sanft mit Orangenschale aromatisiert und mit einer knackigen Orangen-Zuckerkruste.

Creme_Brulee3 (1 von 1)Das Geräusch, wenn man mit dem Löffel in eine gute Crème Brûlée vorstößt, dieses wunderbare Knack-crack, auch das ist Vorfreude pur.
Wenn ich Glück ein Geräusch zuordnen müsste, wäre dieses Knacken (gleich neben einer sanften Frühlings- oder Sommerbrise, die das Laub in Bäumen leicht rauschen lässt…) ganz vorne dabei.

Creme_Brulee10 (1 von 1)Wichtig bei dieser Variante ist, dass man die Orangenscheiben vorher gut mit Küchenkrepp trocknet, so dass nicht zu viel Feuchtigkeit darin bleibt, sonst verliet die Creme etwas Konsistenz und der Zucker lässt sich schlecht karamellisieren.

Creme_Brulee7 (1 von 1)Und noch ein kleiner Tipp: Crème Brûlée ist leider kein geeignetes „Mitnehm“-Dessert, auch wenn sie sich so gut vorbereiten lässt – eine Autofahrt mit entsprechendem leichten Geschüttel übersteht sie leider gar nicht gut, wie ich schon enttäuscht feststellen musste.

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Zutaten für 4 Portionen:
350 ml Sahne
200 ml Vollmilch
5 Eigelb
1 Vanilleschote
90 g weißer Zucker + etwas zum Karamellisieren
1 unbehandelte Blutorange

Eigelbe mit Zucker schaumig aufschlagen, Schale der halben Orange abreiben. Die Vanilleschote aufschlitzen, das Mark herauskratzen und beides in die Sahne-Milch-Mischung geben. Kurz aufkochen und etwas abkühlen lassen, in der Zwischenzeit die Orangenschale unter das Eigelb rühren. Die Flüssigkeit nun langsam nach und nach in die Ei-Zucker-Masse einrühren. Ofen auf 140° vorheizen und eine feuerfeste Ofenform mit kochendem Wasser füllen.
Die Förmchen hineinstellen (sie sollten bis knapp unterm Rand mit Wasser bedeckt sein) und ca. 50-60 Minuten im Ofen garen, bis die Masse gestockt ist.
Abkühlen lassen und am besten über Nacht im Kühlschrank einige Stunden kühlen.

Vor dem Servieren die Orange mit einem scharfen Messer schälen (das geht am besten, wenn man oben und unten jeweils den „Deckel“ abschneidet, die Orange auf ein Brett setzt und mit dem scharfen Messer die Haut von oben nach unten abschneidet, inkl. der kompletten weißen Haut).
In dünne Scheiben schneiden und diese zwischen Küchenkrepp gut abtrocknen, so dass möglichst wenig Flüssigkeit in der Orangenscheibe verbleibt.
Jeweils eine Scheibe auf eine Creme legen, gleichmäßig mit etwas weißem Zucker bestreuen und mit einem Gasbrenner ordentlich karamellisieren.
Knacken lassen 😉

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Simple things: Sizilianischer Orangensalat

Manchmal sind die ganz einfachen Dinge die besten.
Wenn es ums Essen geht, ist allerdings gerade bei solchen Sachen die Qualität der wenigen verwendeten Zutaten essenziell.
Wie bei diesem schlichten sizilianischen Orangensalat. Richtig gut schmeckt er nur in der Orangen-Hochsaison (die gerade brummt…) und mit einem Olivenöl von bester Qualität.

Orangensalat10 (1 von 1)Das Rezept dazu habe ich von meiner sizilianischen Orangendealerin, der Frau Ciccarello, deren Orangen mich schon zu einigen anderen Rezepten inspiriert haben wie zum Beispiel dieser Orangen-Aperol Marmelade.
Oder dem saftigen Orangen-Mandelkuchen….

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Dieser schlichte Salat, der sich gut als Vorspeise eignet, besteht nur aus vollreifen Orangen – ich habe hier die Sorten etwas gemischt -, ein paar Oliven, einigen roten, hauchdünnen Zwiebelringen, Salzflocken und bestem Olivenöl.

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Orangen mit Salz? werden sich sicher einige fragen. Jaaa! Gerade das Salz bringt den süß-säuerlichen Geschmack noch mal toll zur Geltung, das Olivenöl rundet ihn ab und die Oliven und milde rote Zwiebeln bringen einen schönen Kontrast dazu!

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Habt ein schönes Restwochenende!
Gestern habe ich übrigens die ersten Spitzchen der Schneeglöckchen entdeckt, der Frühling ist nun nicht mehr so weit entfernt und bis dahin kann man sich prima mit bunten Orangen trösten.

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Zutaten für 2-3 Personen als Vorspeise:
3 Orangen, die Schale und die weiße Haut mit einem scharfen Messer entfernt
1/2 rote Zwiebel, in hauchdünne Scheiben geschnitten
eine Handvoll schwarze Oliven
Fleur de Sel oder Salzflocken zum Bestreuen
2-3 EL Olivenöl

Die Orangen in dünne Scheiben schneiden und auf einer Platte anrichten. Oliven dazwischensetzen, die Zwiebelringe darauf verteilen und alles mit dem Olivenöl beträufeln.
Ganz am Schluss mit Salz nach Geschmack bestreuen.

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Fluffige Zimtbrötchen mit warmem Vanille-Cheesecake Dip

Achtung Knallerrezept!
Luftige, fluffige Hefebrötchen, in Butter und Zimt-Zucker vorm Backen gewendet und dann zusammen mit einem cremigen, vanilligen Cheesecake-Creme im Ofen gebacken, das ganze dann bitte noch warm serviert an einem Sonntagnachmittag…
Na, wie hört sich das an?

Zimtbrötchen10 (1 von 1)

Die Zeit des Wartens auf den Frühling hat für mich seit einiger Weile begonnen und ich bin wie jedes Jahr voller Sehnsucht. Nach Blumen, Wärme, Gartenarbeit, nach Essen im Freien und vor allem nach Helligkeit.

Zimtbrötchen14 (1 von 1)Die morgen- und abendliche Dunkelheit und der Dauerfrost sind für mich so langsam jetzt nur noch sehr schwer erträglich.
Wenn man in einer Region wohnt, in der dicker Schnee und Eis die Landschaft in ein Wintermärchen verwandeln, ist es sicher einfach, mit dieser Jahreszeit nicht so zu hadern, aber das ist hier bei uns so gut wie nie der Fall.
Was den Blog angeht, kämpfe ich gerade mit einer kleinen Schreibblockade und etwas Frust, weil mein Feedreading Blogroll Plugin aus heiterem Himmel nicht mehr funktioniert und ich alles mögliche ausprobiert habe, aber keinen Fehler finde. Falls noch jemand eine Idee hat – bitte her damit!

Zimtbrötchen12 (1 von 1)Der Januar und Februar sind aber eben naturgemäß einfach Monate, in denen es ruhig zugeht, in denen man sich ein wenig zurückzieht, Kraft spart und sammelt und versucht, den momentan überall aktiven Viren erfolgreich zu trotzen, was momentan auch wunderbar klappt.
Tröstend und hilfreich sind  für mich um diese Jahreszeit viele schöne Bücher, Pläne schmieden für die Bepflanzung in der nächsten Gartensaison oder eben ein schönes, warmes und duftendes Hefegebäck, frisch aus dem Ofen.

Zimtbrötchen11 (1 von 1)Und glaubt mir, diese duftenden Zimtbrötchen mit dem warmen, vanilligen Dip dazu wirken Wunder und machen einen grauen und kalten Sonntagnachmittag warm und golden!
Ein schönes und erholsames Wochenende wünsche ich euch, vielleicht mit Zimtbrötchen?

Zutaten für eine Form von ca. 25 cm Durchmesser:
Teig:
90 ml Milch
250 g Mehl, am besten 550
18 g frische Hefe
40 g Zucker
40 g Butter, zimmerwarm
3 Eigelb

außerdem:
ca. 2 EL geschmolzene Butter
+ ca. 70 g Zucker mit 1 TL Zimt vermischt

Cheesecake Dip:
100 g Doppelrahm-Frischkäse
1 TL Vanilleextrakt oder Mark einer Vanilleschote
25 g Zucker
15 g Vanillezucker
1 großes Eigelb

Für den Teig Milch in einem Topf erwärmen, sie sollte nur lauwarm sein und auf keinen Fall heiß, ansonsten geht die Hefe nicht auf. Das Mehl in eine Rührschüssel sieben und in der Mitte eine Kuhle formen. Die Hefe in die Mulde bröseln und einige Esslöffel Milch sowie 1 TL Zucker zugeben. Das Mehl vom Rand der Schüssel in die Mulde rühren. Etwa 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen.

Restliche Zutaten (Milch, Zucker, das ganze Ei, 3 Eigelb, Butter in Flocken und eine Prise Salz) zum Vorteig geben und in einer Küchenmaschine zu einem glatten Teig verarbeiten, danach ca. 1 h gehen lassen.

Aus dem Teig ca. 7 kleine runde Brötchen formen. Die Butter schmelzen, Brötchen erst in der Butter, dann in der Zimt-Zucker-Mischung wenden. In die Form/Pfanne setzen und noch einige Minuten gehen lassen, in der Zwischenzeit den Cheesecake Dip zubereiten:

Frischkäse mit dem Eigelb, Zucker und Vanilleextrakt/-mark gut verrühren. In ein feuerfestes Förmchen geben und dieses in die Mitte der Brötchen stellen.
Ca. 25-28 Minuten backen, bis die Zimtbrötchen eine goldene Kruste haben, der Dip ist außen etwas fester und innen noch weich und cremig.

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Indonesisch inspirierte Erdnuss-Kokos-Nudelsuppe mit Huhn und Gemüse

Essen darf auch im grauen und kalten Januar gerne bunt sein. Nicht nur, weil es hübsch anzusehen ist und die Laune hebt, bunt heißt meistens auch gesund und voller Vitamine.
Und die können in der Erkältungs- und Grippezeit nie schaden, oder?
Wie jedes Jahr im richtig tiefen Winter habe ich momentan einen unbändigen Appetit auf asiatische, würzige Gerichte, sehr gerne in Suppenform…

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Da kam mir die Idee für eine Erdnuss-Kokos-Suppe mit Hühnchen, Gemüse und Nudeln gerade recht. Die Inspiration dazu stammt aus dem Buch „Lieblingssuppen und knusprige Beilagen“ von Janneke Philippi.

Erdnusssuppe10 (1 von 1)

Ein ganz tolles Buch für alle, die Suppen und Eintöpfe so sehr lieben wie ich! Wunderschön fotografiert und wirklich viele und schöne Ideen darin.
Eines der ersten Rezepte, die ich unbedingt ausprobieren wollte, war die Erdnuss-Kokos-Suppe mit Huhn und Gemüse.
Allerdings… 300 g Erdnussbutter? In einer einzigen Suppe? Nö. Das schien mir viel zu viel und ich habe dann einfach ausprobiert, wie viel Erdnuss dieser Suppe gut tut, indem ich nach und nach so viel hinzugefügt habe, bis es gut war – 2-3 Esslöffel reichen vollkommen aus, alles andere wäre mir viel zu dominant und wahrscheinlich auch zu schmierig gewesen.

Topf5 (1 von 1)

Nun, ich habe auch sonst noch einiges daran anderes geändert, wesentlich mehr Gemüse verwendet und mit Nudeln statt Reis serviert – für meinen persönlichen Geschmack war sie dann aber ganz wunderbar und darf hier in das dauerhafte Suppenrepertoire einziehen. Es ist meine Suppe geworden.

Erdnusssuppe5 (1 von 1)

Die fertige Suppe wird dann in Schalen über heiße, asiatische Nudeln geschöpft und mit Eierhälften serviert.
Wer mag, kann am Tisch noch gehackte Erdnüsse und Frühlingszwiebelringe darüberstreuen.
Nächste Woche soll hier wieder eine richtige Kaltfront durchziehen… wäre da nicht eine heiße, schön bunte Suppe wie diese eine wunderbare Option?
Ein wunderschönes, erholsames und entspannendes Wochenende wünsche ich euch!

Zutaten für 2-3 Personen:
2 Hühnerschenkel
1 Handvoll grüne Bohnen, blanchiert
einige Broccoliröschen, blanchiert
2 Knoblauchzehen
1 frische rote Chilischote
3 Frühlingszwiebeln
1 rote Spitzpaprika, in feine Streifen geschnitten
80 g Blattspinat
60 g frische Mungbohnensprossen (die sind hier meistens als Sojasprossen zu kaufen, ist allerdings nicht ganz richtig…)
1 Handvoll Erbsen, TK, blanchiert
1 kleine Möhre, in dünne Scheiben geschnitten
3 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1-3 getrocknete, scharfe rote Chilischoten, je nach gewünschter Schärfe
300 ml Kokosmilch
2,5 EL Ketjap Manis
2 EL Sojasauce
2,5-3 EL Erdnussbutter/-mus
3 Eier, hart gekocht
200 g asiatische Eiernudeln
Saft einer halben Limette
etwas Erdnuss- oder Kokosöl
einige geröstete Erdnüsse, grob gehackt

Die Hühnerschenkel in 750 ml Wasser ca. 50 Minuten kochen, zwischendrin den Schaum abschöpfen. Fleisch herausnehmen und von den Knochen lösen, in mundgerechte Stücke zupfen und beiseite stellen. Die Brühe natürlich aufbewahren!
Knoblauch sehr fein hacken, die frische rote Chili in Ringe schneiden und im Öl kurz anschwitzen. Mit der Brühe ablöschen, Kokosmilch, Erdnussmus, Ketjap Manis und Sojasauce hinzugeben. Die getrockneten Chilischoten hinzufügen. Paprika und Möhre in die Suppe geben und ein paar Minuten köcheln lassen. Ausgelöstes Hühnerfleisch, Erbsen, Broccoli, Spinat, Bohnen und Mungbohnensprossen hinzugeben und alles für höchsten 2-3 Minuten mitköcheln lassen. In der Zwischenzeit die asiatischen Nudeln zubereiten und die Eier in Hälften oder Viertel schneiden.
Die Suppe mit Salz und Limettensaft abschmecken, die Nudeln in Schalen geben und die Suppe darüberschöpfen. Mit den Eierhälften garnieren und am Tisch die gehackten Erdnüsse und Frühlingszwiebeln dazu reichen.

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