Kanelbullar – schwedische Zimtschnecken

Wenn sich das Leben gerade mal nicht von seiner schönen Seite zeigt, finde ich ein warmes Hefegebäck immer ungemein tröstlich.
Vor zwei Wochen mussten wir unser Seelenkaterchen dann endgültig gehen lassen und die riesige Leere und Stille, die er hinterlassen hat, ist unheimlich laut und schwer zu ertragen.
Ein wunderschönes kleines Grab im Garten hat er bekommen, unter blühender Forsythie und rosa Mandelbaum, mit Steinen und Blumen und Kerze, einer seiner schattigen Lieblingsplätze im Sommer.
Zum Glück ist der Frühling endlich da und im Garten gibt es schon einiges zu tun, denn jede Ablenkung ist gerade sehr willkommen.
Und auch Backen tut meiner Seele immer gut, Konzentration gepaart mit einem schönen Ergebnis ist für mich immer ein kleiner Glücklichmacher.

Kanelbullar5 (1 von 1)Warmes und saftiges Hefegebäck ist bei uns immer äußerst beliebt und passt ja auch perfekt in die bevorstehende Osterzeit.

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Die Schwedenklassiker hier sind besonders zart und saftig durch ordentlich Butter  und eine Mischung aus Milch und Sahne im Teig.
Sie werden bei relativ hoher Temperatur nur kurz gebacken und werden dadurch außen leicht knuspring und karamellig und bleiben innen extrem flaumig und saftig.

Kanelbullar13 (1 von 1)Die hübschen Knoten sind mal etwas anderes als die üblichen Schnecken und ganz einfach zu machen, der Teig wird zu einem Rechteck ausgerollt, eine Hälfte mit der Butter-Zuckermischung bestrichen und aufeinandergeklappt, dann schneidet man einfach von der langen Seite dünne Streifen ab, die man um sich selbst dreht und dann nochmal zu einem Knoten zusammendreht und das Ende unter dem Knoten versteckt.
Ist wirklich auch für mich als Grobmotorikerin ganz einfach gewesen!

Kanelbullar7 (1 von 1)Einen wunderschönen und entspannten Sonntag wünsche ich euch, vielleicht schafft ihr es ja noch, den Nachmittag mit ein paar duftenden Kanelbullar zu versüßen?

Für den Teig:
300 g Mehl Type 550
40 g Zucker
60 g Butter
15 g frische oder 2 TL Trockenhefe
1/2 TL Kardamom, gemahlen
je 75 ml Vollmilch und Sahne
Prise Salz

Für die Zimtfüllung:
30 g Butter, weich aber nicht flüssig
40 g Zucker, mit 2 TL Zimt vermischt

1 Ei, verquirlt, zum Bestreichen
Hagelzucker

Butter in einem kleinen Topf schmelzen, die Milch-Sahne Mischung hinzufügen und ganz leicht erwärmen, keinesfalls aber über 38°.
1 TL Zucker und die Hefe hinzufügen, gut verrühren und 10 Minuten stehen lassen. Dann die restlichen trockenen Zutaten unterrühren und den Teig mit der Küchenmaschine mindestens 10 Minuten kneten. Abdecken und 40-60 Minuten gehen lassen.
Dann den Teig nochmals kurz durchkneten und auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einem großen Rechteck von ca. 1/2 cm Dicke ausrollen.
Die Hälfte des Rechtecks mit der Butter bestreichen und mit der Zimt-Zucker Mischung bestreuen. Die andere Hälfte darüber klappen.
Nun von der langen Seite dünne Streifen (ca. 1,5 cm dick) schneiden, diese von beiden Seiten um sich selbst aufdrehen und dann zu kleinen Knoten zusammenrollen, das Endstück unter den Knoten hineindrücken.
Auf ein mit Backpapier belegtes Blech setzen, mit dem verquirlten Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen. Die Schnecken dann nochmals 20-30 Minuten gehen lassen.
Den Ofen auf 240° vorheizen (Ober-/Unterhitze) und die Kanelbullar ca. 8-9 Minuten backen. Zum Abdecken ein Handtuch darüber legen, so bleiben sie schön saftig.

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Wurzelgemüse Panzanella mit Mandarinen-Walnussdressing und Joghurt

Noch nicht ganz Frühling, aber auch nicht mehr richtig Winter.

Eine Zeit des Übergangs, in der sich alles sammelt, um im Frühling aufzublühen und durchzustarten.
Zeit, um den Körper ein bisschen in Frühlingsform zu bringen, die Garderobe nach den frischeren Farben zu durchforsten, Zeit voller Vorfreude.

Die ersten Bienen sind bei uns schon unterwegs, aber leider ist von frischem Frühlingsgrün auf den Feldern noch wenig zu sehen, es ist eben doch noch Februar. Trotzdem möchte ich euch gerne beim Sammeln von Frühlingspower unterstützen und ein frischer Gemüsesalat ist dabei immer ein Gewinner. Bringt Farbe auf den Teller, hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit und bringt ganz viele gute Nährstoffe, die der Körper in dieser Übergangszeit dringend braucht.

Winter Panzanella 16 (1 von 1)Panzanella Rezepte gibt es hier ja schon einige, ich liebe einfach die Möglichkeit, aus altbackenem Brot einen wunderbaren Salat mit etwas Crunch zu machen.

Winter Panzanella 13 (1 von 1)Mein wahlweise spätwinterlicher oder vorfrühlingshafter Panzanella hier besteht aus Wurzelgemüse und Rosenkohl, die im Ofen mit ein wenig Olivenöl geröstet werden und dann in einem Dressing aus Mandarinensaft und Walnussöl baden dürfen.

Winter Panzanella 3 (1 von 1)Dazu ein großer Klacks griechischen Sahnejoghurt für ein Extralöffelchen Protein, Probiotika für eine gesunde Darmflora, Vitamin B12 und Kalzium.
Powerfutter, das ganz schnell geht und sich entweder als kleine Vorspeise oder als Beilage eignet.

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Und nun müsst ihr mich entschuldigen, denn das vorfrühlingshafte Wetter da draußen ist einfach der Knaller und ich muss dringend noch ein wenig Sonne tanken.
Genießt diesen Sonntag und zelebriert jeden Moment Frühlingsfreude, den das momentane Wetter uns schenkt.

Für 2 Personen als Vorspeise oder Beilage:

2 mittelgroße Karotten
2 kleine oder eine große rote Bete
1 Handvoll Rosenkohl, in Blättchen zerzupft
2-3 Scheiben altbackenes Weißbrot
2 EL Olivenöl
Salz
Dressing:
Saft einer kleinen Mandarine
1 TL Honig
1 TL grobkörniger Senf
1 TL Balsamico
1 EL Walnussöl
Salz
griechischer Sahnejoghurt nach Geschmack

Karotten und rote Bete in Stifte schneiden,den Rosenkohl dazugeben und alles mit etwas Salz bestreuen, mit 1 EL Olivenöl bei 220° im Ofen 15 Minuten rösten.
Alle Zutaten für das Dressing gut verrühren.
Das Brot in große Würfel schneiden, in der Pfanne mit 1 EL Olivenöl goldbraun rösten.
Gemüse auf einer kleinen Platte anrichten, die Brotwürfel darüber geben und mit dem Dressing beträufeln. Mit einem großen Klacks Joghurt servieren.

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Glückliche Resteverwertung: Mac’n’Cheese Gulasch

Liebe treue Leser/innen, ich wünsche euch ein wundervolles neues Jahr.
Voller Frieden, Gesundheit und Glück.
Ein bisschen kann man ja auch immer selbst für diese so essentiellen Dinge tun und nicht nur warten, dass sie einfach „passieren“. Den inneren Frieden finden, zumindest zeitweise, und ein bisschen davon nach außen in die Welt tragen.
Auch die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden ist zu einem guten Teil durch Eigenverantwortung zum Positiven zu beeinflussen, Ernährung, Bewegung, Schlaf… zumindest theoretisch wissen wir ja alle, wie das geht 😉
Und auch Glück lässt sich bis zu einem gewissen Grad erlernen, an Freude über die kleinen Dinge wie zum Beispiel die ersten Schneeglöckchenspitzen, die langsam durch den Boden brechen. Durch bewusste Dankbarkeit für Dinge, die uns selbstverständlich erscheinen, ein schönes und warmes Zuhause, ein gutes Essen oder ein frisch bezogenes, duftiges Bett.

Eins der kleinen Dinge, die mich immer glücklich machen, ist eine gelungene Resteverwertung und dazu zähle ich durchaus auch diese Kombination aus einem Gulaschrest mit Mac’n’Cheese.

Macncheese_Gulasch9 (1 von 1)Unten saftiges Gulasch, das gewärmt ja meistens noch mal besser schmeckt, oben goldgelb überbackene Maccaroni mit Käse, dazu ein bisschen Gemüse oder Salat… kleines Winterglück in der Pfanne.

Macncheese_Gulasch5 (1 von 1)Zum Überbacken kann man gerne auch verschiedene Käsereste verwenden, Parmesan, Emmentaler, Cheddar… einfach raspeln und mischen.

Macncheese_Gulasch8 (1 von 1)Ja, dieses kleine Kalorienbömbchen ist Anfang Januar, mitten im alljährlichen Diät- und Fitnesswahn vielleicht ein bisschen antizyklisch, aber es ist feines winterliches Soulfood und am nächsten Tag kann man ja auch wieder in Gemüse und Salat schwelgen.

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Zutaten für 2 Personen:
Ein Rest Gulasch, ca. 300 g
200-250 g Maccaroni oder andere Röhrennudeln, die gut die Sauce aufnehmen
1 kleine Zwiebel
etwas Mehl
2 EL Butter
je 100 ml Milch und Sahne
Muskatnuss
Paprikapulver
Worcesterhiresauce
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
200 -250 g Käse(reste), gerieben, Cheddar, Emmentaler, Parmesan… was ihr mögt und noch da ist.

Den Gulaschrest in eine feuerfeste Eisenpfanne oder auch eine Auflaufform geben und gleichmäßig auf dem Boden verteilen. Den Ofen auf 200° vorheizen.
Zwiebel in kleine Würfel schneiden, in einer zweiten Pfanne die Butter zerlassen und die Zwiebel darin andünsten. Mit ca. 1-2 EL Mehl bestäuben, dann die Milch und Sahne hinzufügen. Mit Muskatnuss, Paprika und ein paar Spritzern Worcestershiresauce würzen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Etwas einkochen lassen, dann die in der Zwischenzeit gar gekochten Nudeln untermischen. vom der Platte nehmen und die Hälfte des Käses unterrühren. Die Nudeln über dem Gulasch verteilen und den restlichen Käse obenauf.
Im Ofen überbacken bis der Käse goldgelb und leicht knusprig ist.
Dazu passt ein schöner Salat oder etwas Wintergemüse wie Rotkraut oder Wirsing.

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Gefüllte Nougatsterne

Hej.
Nach großen Tönen schon wieder über 6 Wochen weg?
Ja, hej.
Aus einem ganz wunderbaren Grund diesmal, wir haben eine neue Küche bekommen.
Deshalb auch die heutige Begrüßung, denn unsere „Neue“ ist vom Schweden und nachdem wir so viel schlechtes über Liefer- und Aufbauservice  gelesen haben, stürzten wir uns todesmutig in das Projekt „selbst abholen, auf und einbauen“.
Außer den Elektrogeräten natürlich, die sind von Neff und mit Backofen und Kochfeld habe ich mir ein paar Träume erfüllt.

Einige Wochen und Blut, Schweiß und Tränen später stehe ich täglich leicht debil lächelnd in meiner Küche und die Mühen sind noch nicht ganz vergessen, aber in erträgliche Ferne gerückt.
So schön ist sie geworden, so komfortabel, die letzten Tage habe ich sehr viel nachgeholt und einmal rauf- und runtergebacken, -geschmort, -gekocht, -gebraten.
Immer mit einem kleinen, glücklichen Lächeln auf dem Gesicht.

Diese Nougatsternchen, die ich im Fundus von  Chili und Ciabatta entdeckt habe, waren tatsächlich das erste Gebäck im neuen Ofen und sie sind gleich SO gut geworden!

Sterne5 (1 von 1)Liebe Petra, auf die gerösteten Haselnüsse habe ich noch mal einen daraufgesetzt und geröstete Piemonteser Haselnüsse genommen – ein Traum.
Dazu die Nougatfüllung und dann noch ein bisschen in Schokolade gedippt, fertig ist ein Plätzchen, das an gepflegter Nussigkeit schwer zu überbieten ist.

Sterne1 (1 von 1)Ein bisschen schwerer zu verarbeiten fand ich den Teig, er neigte bei mir dazu, etwas auseinanderzufließen beim Backen, deshalb würde ich das nächste Mal eher Kreise ausstechen als Sterne.
Und den Teig vorm Backen nochmals kühlen.

Sterne14 (1 von 1)Aber  – abgesehen davon, sind diese Nuss-Nougatknaller neben den Elisenlebkuchen mein diesjähriger Favorit.

Also, ab in die Küche, Weihnachtsmusik an und losbacken!

Für den Teig: 
250 g Mehl
1/2 TL (Weinstein) Backpulver
75 g Zucker
25 g Vanillezucker
200 g kalte Butter
150 g Haselnüsse, geröstet (am besten piemontesische), gemahlen
1 Prise Salz

Für die Füllung: 
100 g Nuss-Nougat

Zum Dekorieren: 
Zartbitter-Kuvertüre
evtl. kleine Zuckersternchen oder gehackte Haselnüsse

Aus den angegebenen Zutaten einen Mürbeteig herstellen. Die kalte Butter in Flöckchen schneiden, Mehl, Backpulver, Zucker, Vanillezucker, Salz und Haselnüsse in eine Schüssel geben und so schnell wie möglich mit den Butterflöckchen zu einem Teig verkneten. Diesen flachgedrückt in Klarsichtfolie wickeln und kalt stellen.

Den Teig portionsweise zwischen Klarsichtfolie 3 mm dick ausrollen. Sterne ausstechen, diese auf Backpapier legen. Sollte der Teig zu weich sein, die ausgerollte Fläche nochmal kalt stellen oder einfrieren (habe ich  nicht gemacht, wäre wahrscheinlich für die Formbeständigkeit nicht schlecht gewesen).

Die Kekse bei 175°C  (Ober-Unterhitze) etwa 7-8 Minuten nicht zu dunkel backen, auf Rosten abkühlen lassen.

Die Nougatmasse bei niedrigster Temperatur schmelzen. Die Unterseite eines Sterns damit bestreichen, einen zweiten daraufsetzen. Alles Sterne so verarbeiten.

Zum Abschluss die Kuvertüre schmelzen und temperieren, dann die Sterne eintauchen, evtl. mit Sternchen oder gehackten Nüssen verzieren, trocknen lassen.

 

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Der perfekte Bienenstich

Long time, no see…
Über ein halbes Jahr war es hier völlig still und die/der Eine oder Andere fragt sich bestimmt, warum.
Der Grund ist ganz simpel, ich war einfach genervt und lustlos.
Genervt von diesem ganzen Influencerhype, von Social Media, von Blogs, die ausschließlich nur noch aus Werbung bestehen. Im schlimmsten Fall noch als „liebevolle Werbung“ gekennzeichnet.
Genervt von diesem ganzen Datenschutzterror, den man auch als nicht-kommerzieller Blogger beachten muss, genervt, dass infolgedessen Blogs, die ich sehr mag, plötzlich deaktiviert wurden oder keine Kommentare mehr möglich waren.

Meinen eigenen Blog habe ich nun hoffentlich um das Nötigste aktualisiert, denn mich richtig tiefgreifend damit zu befassen, auch dazu habe ich momentan keine Lust.
Das letzte halbe Jahr, diesen tollen, wenn auch heißen Sommer, habe ich für viele schöne Dinge genutzt.
Ich habe endlich meditieren gelernt und damit meine ansonsten sehr dynamische Yogapraxis ergänzt. Während es letztes Jahr für mich noch ein Graus, jenseits jeder Entspannung und einfach nur anstrengend war, länger still zu sitzen und versuchen an nichts zu denken, freue ich mich heute auf jede „Sitzung“ und entdecke so oft etwas Neues, in mir, über mich, darüber, wie alles miteinander verbunden ist…

Ich habe jede einzelne Minute mit unserem kranken Kater genossen und sehr viel gekuschelt. Wie es ihm geht? Er hat fast ein ganzes Kilo zugenommen und kann mit täglicher Medikamentengabe momentan recht gut leben.

Ich habe mich an unserem schönen Garten erfreut, furchtbar viel gegossen, bin auf Weinfesten gewesen, im Elsass, in München, habe mit Freunden gefeiert, Yoga geübt,  kurz, ich habe diesen traumhaften Sommer einfach gelebt.
Ohne einen Gedanken daran zu verschwenden, dass ich was für den Blog „tun müsste“ und dieses Gefühl möchte ich auch weiterhin so bewahren. Es wird hier wahrscheinlich immer mal wieder den einen oder anderen Post geben, aber nicht so regelmäßig wie früher.

Bienenstich9 (1 von 1)Heute habe ich hier den perfekten Bienenstich für euch, mit einer wunderbar goldgelbknusprigen Mandelkruste.
Wobei perfekt natürlich immer relativ ist. Für mich muss ein vollendeter Bienenstich nämlich unbedingt einen saftigen Hefeteig habe, auf keinen Fall Rührteig. Die Mandelkruste obendrauf muss goldbraun und knusprig sein, mit einem ganz leichten Honiggeschmack.

Bienenstich8 (1 von 1)
Die Füllung darf für mich nicht zu sahnig sein, sondern sollte für mich eher eine feste Pudding-Konsistenz haben.
Et voilà, er ist gleich beim ersten Mal perfekt geworden und der Mann hier war sehr glücklich, denn Bienenstich gehört zu seinen absoluten Lieblingskuchen.

Bienenstich6 (1 von 1)Und keine Angst vorm Hefeteig! Ich kann nie so ganz nachvollziehen, warum manche Menschen so einen gehörigen Respekt vor Hefe haben. Wenn man ein paar Dinge beachtet, ist er so einfach und schnell!
Die Flüssigkeit, in der die Hefe aufgelöst wird, darf keinesfalls zu warm sein. Lauwarm gerne, aber nicht drüber. Sonst stirbt die Hefe nämlich ab und es geht gar nichts mehr „auf“.

Bienenstich3 (1 von 1)Während des Gehens sollte der Teig abgedeckt werden, am besten mit einem Geschirrtuch und er sollte keinesfalls einen Zug bekommen, denn auch das beeinträchtigt das Aufgehen des Teigs.
Der Teig sollte auch so lange geknetet werden, bis er nicht mehr klebt, so entsteht ein elastischer Teig, der gut zu verarbeiten ist.

Ein klein wenig knifflig ist das Durchschneiden des fertigen Bodens, aber ich bin sicher, wenn ich Grobmotoriker das ohne Hilfe geschafft habe, bekommt ihr es auch hin.

Einen schönen, entspannten und friedlichen Sonntag wünsche ich euch!

Zutaten für eine 26er Springform:

Für die Füllung:
500 ml Vollmilch
5 Eigelb
1 Vanilleschote
50 g Stärke
110 g Zucker
50 g Butter
25 g Puderzucker

Für den Teig:
250 g Mehl Type 550
7 g Trockenhefe
120 ml Milch
1 Ei Größe M
30 g Zucker
45 g weiche Butter

Für die Knuspermandelkruste:
60 g Zucker
1 TL Vanillezucker
4 TL Honig
3 EL Sahne
100 g Mandelblättchen
Prise Salz

Zuerst muss die Puddingfüllung hergestellt werden. Dazu die Milch kurz mit der aufgeschlitzten Vanilleschote aufkochen,  den Topf dann kurz vom Herd nehmen. In der Zwischenzeit die Eigelb mit dem Zucker schaumig schlagen, ganz zum Schluss die Speisestärke gut unterrühren. Bei niedriger Temperatur die Eigelbmischung in die Milch rühren, ganz langsam unter Rühren erhitzen, bis die Mischung eingedickt ist. Abkühlen lassen und mindestens 4 h in den Kühlschrank stellen.
50 g Butter mit dem Puderzucker aufschlagen und für etwas mehr Stabilität unter die Puddingcreme ziehen.

Für den Teig Milch mit Zucker ganz leicht erwärmen, dann die Trockenhefe hinzugeben und 15 Minuten stehen lassen. Milch mit dem Mehl gut verkneten, Butter und Ei hinzufügen. Wenn der Teig geschmeidig ist und nicht mehr klebt, abdecken und ca. 1 h gehen lassen.

In der Zwischenzeit den Belag vorbereiten:
Sahne, Zucker, Honig in einen Topf geben und kurz aufkochen lassen. Die Mandeln unterrühren, eine Prise Salz hinzufügen.

Ofen auf 200° vorheizen. Den aufgegangenen Teig in eine gefettete 26er Springform geben, die Mandelmasse gleichmäßig darauf streichen. Ca. 20 Minuten backen, bis die Oberfläche schön goldbraun ist.
Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Danach muss der Teig einmal quer durchgeschnitten werden und es ist sehr praktisch, wenn man auf der oberen Hälfte gleich die gewünschten Kuchenstücke schneidet, da das später mit Füllung nur noch sehr schlecht geht.
Die Füllung nun gleichmäßig auf dem unteren Teil verteilen und den Deckel (bzw. die Deckelstücke) wieder daraufsetzen.

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Warten auf den Frühling mit einem Zimt-Schmand-Kuchen

Weit weg scheint er momentan noch, der Frühling. Eisige Temperaturen und Schneeschauer sind immer noch an der Tagesordnung und so schnell scheint auch noch keine Änderung in Sicht.
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man bei Kälte mehr Kalorien verbrennt und ich finde, das ist eine wunderbare Ausrede, um bei den eisigen Temperaturen einen richtig altmodischen Kuchen zu backen.

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Nicht vegan, nicht glutenfrei, mit ordentlich Butter und Schmand.
Und nicht zu sparsam bestreut mit Zimt und Zucker. So wie ihn unsere Omas gebacken hätten, denn schließlich isst man so etwas nicht jeden Tag und nicht rund um die Uhr.

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Gefunden habe ich diesen unglaublich guten und noch dazu unglaublich einfachen Kuchen hier bei Malte, eigentlich ist dieses Rezept aber von Mario Kotaska.

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Ein bisschen abgewandelt habe ich ihn, etwas weniger Zitrone, dafür ein wenig Vanille in den Schmandbelag und ich habe die Menge etwas verringert, da wir zu zweit unmöglich einen Kuchen dieser Größe schaffen.

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Was soll man sagen – ich finde diesen Kuchen einfach perfekt. Unten buttriger, zitroniger, saftigster Rührteig, obendrauf eine vanillige Schmandschicht, das ganz noch getoppt von einer Zimt-Zucker Kruste. Glück in kleinen quadratischen Stückchen, so muss ein Sonntagskuchen sein.

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Vielen Dank Malte für dieses wunderbare Rezept, das es hier sicherlich nicht das letzte Mal gab. Und falls euch doch ein schlechtes Gewissen plagt, hilft eine längere Wanderung in der momentanen Eiseskälte sicherlich, die letzten Schmandkalorien zu verbrennen.

Einen schönen und erholsamen Sonntag wünsche ich euch!

Die angegebene Menge passt ca. für eine flache Form von 25×23 cm.

Für den Teig:
100 g weiche Butter
65 g Zucker
100 g Mehl
1 TL Backpulver
2 Eier
Saft + Abrieb 1/2 großen Bio-Zitrone
1 Prise Salz

Für den Belag:
2 Becher Schmand a 250 g
1  Ei
60 g Zucker
2 gestrichene EL Speisestärke
1 TL abgeriebene Zitronenschale
Mark einer Vanilleschote
Zucker und Zimt, germischt, zum Bestreuen

Ofen auf 190°C vorheizen. Butter mit dem Zucker und einer Prise Salz in einer Schüssel schaumig schlagen. Nach und nach die Eier sowie abgeriebene Zitronenschale und Zitronensaft zufügen und die Zutaten gut miteinander verrühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen, mit in die Schüssel geben und zu einem glatten Teig verrühren.

Den Teig gleichmäßig auf ein mit Backpapier belegtes oder zuvor gefettetes Backblech streichen und im vorgeheizten Backofen auf der zweiten Schiene von unten etwa 20 Minuten backen. In der Zwischenzeit für den Belag den Schmand mit dem Zucker, der Zitronenschale, Mark der Vanilleschote, dem Ei sowie der Speisestärke verrühren.
Nach 20 Minuten Backzeit den Teig herausnehmen, kurz abkühlen lassen, den Belag auf dem Kuchenboden gleichmäßig verteilen und weitere 15 Minuten backen. Den Kuchen aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen.

 

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