Best of… Herbst!

Anregungen gesucht für die Küche zum Saisonwechsel?
Passend zum Herbstanfang habe ich für euch hier mal einen kleinen Überblick über meine liebsten Herbstrezepte zusammengestellt.
Viel Spaß beim Stöbern, beim Klick auf das Bild kommt ihr direkt zum Rezept!

Los geht es mit Süßem, mit Äpfeln, Gewürzen, Kürbis…

Saftiger Ammerländer Apfelkuchen mit Puddingpfützen und Mandeln

Marmorierter Kürbis-Gewürzkuchen mit Walnüssen

Chai Latte Blondies mit Gewürzen und Nüssen
Saftiger Apfelkuchen mit Mandeln

…und weiter mit ein paar herzhaften Schmankerln, Feigen, Kürbis, frischen Steinpilzen, Maronen, Walnüssen…

Fire Roasted Pasta mit Rosenkohl und Maronen

 

Fladen mit frischen Feigen, Pecorino-Thymiancreme, Balsamicokaramell und San-Daniele-Schinken

Sautierte Steinpilze auf Rucola mit Pecorino

Kürbisstampf mit Apfel-Lauch-Gemüse und Haselnüssen

Pasta mit Feigen, Pancetta und roter Zwiebel

Muhammara - orientalischer Walnuss-Paprika-Dip

Walnuss-Zitronen-Linguini

Steinpilzravioli mit Parmesanschaum

Herbstlicher Wurzelgemüsesalat nach Ottolenghi

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Ofen-Apfelpfannkuchen mit Vanillesauce

Schlichte und simple Herbst-Gemütlichkeit an einem Wochenendnachmittag ist für mich ein Apfelpfannkuchen aus dem Ofen mit ein bisschen Zimt und viel hausgemachter Vanillesauce.
Unter solchen Umständen kann sogar ich mich ein wenig mit dem Herbst anfreunden.

Auch wenn mich mein kleines Apfelbäumchen im Kübel dieses Jahr komplett im Stich gelassen hat, es wollte weder blühen und natürlich dann auch nicht tragen.
Das macht aber gar nichts, es darf sich gerne von dem letztjährigen Stress erholen, bei dem es mich mit unglaublich vielen, saftigen und absolut wurmfreien Äpfeln nur so überschüttet hat.

Warum man Vanillesauce in Tüten kauft, hat sich mir nie erschlossen und wer einmal eine selbst gemacht hat, wird sehr wahrscheinlich nicht mehr auf ein Covenience-Produkt zurückgreifen.
Ich habe gerade ganz frische, noch sehr feuchte Vanilleschoten  bestellt, dazu schöne, frische Bio-Eigelbe, viel Milch, etwas Sahne. Zucker und eine Prise Salz, sonst nichts.
Mmmh.

Dazu ein im Ofen gebackener Pfannkuchen mit schön säuerlichen, momentan ganz frischen Boskop-Äpfel, luftig und locker durch untergeschlagenes Eiweiß.
Noch mal mmmh.
Manchmal sind die einfachsten Dinge doch die besten.

Lust auf mehr mit Äpfeln?

Der wunderbare Ammerländer Apfelkuchen mit Puddingpfützchen, ein bisschen mehr Arbeit, die aber definitiv lohnt.
Und noch mal ein supersaftiger Apfel-Mandelkuchen, zu dem auch die Vanillesauce perfekt passt!
Ich wünsche euch einen wunderschönen, erholsamen Sonntag, ich muss jetzt noch ein bisschen Schlaf nachholen, der heute Nacht irgendwie zu kurz gekommen ist.


Für die Vanillesauce, am besten einige Stunden vorher schon zubereiten:
2 Eigelb Größe M-L
65 g Zucker
200 ml Vollmilch
100 ml Schlagsahne
1 Prise Meersalz

Die Eigelbe mit dem Zucker zu einer hellen Creme aufschlagen.
Milch mit Sahne und Vanilleschote in einen kleinen Topf geben, kurz aufkochen und ein wenig abkühlen lassen.
Eigelbmischung in einen etwas größeren Topf geben, 2-3 EL von der heißen Milch hinzugeben und gut unterrühren. Nach und nach vorsichtig den Rest der Milch dazugeben und die Masse bei sehr kleiner Hitze langsam erhitzen und unter ständigem Rühren zur Rose abziehen (bei ca. 82° dickt die Sauce langsam ein, wenn man auf den Löffel bläst und sich wellenförmige Linien, wie eine Rose zeigen, ist die Konsistenz richtig).
Abkühlen lassen.

Für den Pfannkuchen:
2 Eier
150 g Mehl
200 ml Milch
20 g Zucker + 35 g Zimt-Zucker-Mischung
2 mittelgroße, säuerliche Äpfel, z. B. Boskop
1 Prise Meersalz
2-3 EL Butter
Etwas Puderzucker zum bestäuben

Äpfel schälen, entkernen und in nicht zu dünne Schnitze schneiden. Eier trennen, die Eigelb mit dem Mehl, Milch und einer Prise Salz zu einem glatten Teig verrühren, ca. 10-15 Minuten quellen lassen. In der Zwischenzeit die Eiweiße steif schlagen, dabei langsam den Zucker einrieseln lassen. Ofen auf 200° vorheizen.
In einer ofenfesten Pfanne die Butter zerlassen, bis sie anfängt zu bräunen, die Äpfel darin ganz kurz anbraten und die Hälte der Zimt-Zucker-Mischung darüber streuen.
Jetzt die Eiweiße vorsichtig unter den restlichen Teig ziehen, er sollte schön fluffig bleiben. Den Teig nun in die Pfanne über die Äpfel geben, mit dem restlichen Zimt-Zucker bestreuen und ca. 20-25 Minuten backen, der Pfannkuchen sollte noch schön fluffig und leicht gebräunt sein.
Sofort mit etwas Puderzucker bestäuben und der Vanillesauce servieren.

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Mexikanische Mais-Fritters mit Pico de Gallo

Auf den amerikanischen Blogs sieht man sie jetzt im Spätsommer zuhauf – die mexikanischen Maisplätzchen, meistens mit Jalapenos, oft mit etwas Käse und sie sind einfach verdammt lecker.
Momentan herrscht hier ein herrlicher Spätsommer (ich weigere mich noch, Frühherbst zu sagen…), frische Maiskolben und Tomaten gibt es noch in Hülle und Fülle und bester Qualität, also los und nachgebaut – ich hab mir mal wieder aus vielen Rezepten eines nach meinem eigenen Gusto zusammengebaut.

Nach dem Motto rein darf, was weg muss, da waren frische grüne Jalapenos sowie Tomaten aus dem Garten, ein im Kühlschrank schlummernder würziger Cheddar und okay, zugekaufte frische Maiskolben.
Dazu gab es bei mir eine Pico de Gallo, also eine mexikanische rohe Tomatensalsa, die ganz schnell zusammengerührt ist.

Die Ankündigung dieser Maisplätzchen löste bei Herrn Kamafoodra erst mal alles andere als Begeisterungsstürme aus.
“Maisplätzchen? Wie soll ich mir das vorstellen, nur Mais?”, begleitet von einem äußerst skeptischen Gesichtsausdruck.
Als die Fritters dann auf dem Tisch standen, war dann doch die Begeisterung groß und ehrlich, diese Teilchen sind sooo gut!! Die gibt es hier ganz sicher sehr bald wieder.
Ich hab sie allerdings nicht frittiert, sondern in Erdnussöl in der Pfanne gebraten.

Wenn ihr noch schönen frischen Mais bekommen könnt, macht euch das bisschen Mühe mehr, mit einem scharfen Messer sind die Körner ganz schnell vom Kolben geschnitten. Es schmeckt so viel besser!

Dazu gab es bei uns das Sticky Chicken aus dem Buch “What Katie ate”, aber ich finde, die Plätzchen gehen auch ganz solo, vielleicht mit ein bisschen Salat, als tolles kleines Abendessen durch.
Für meine Pico de Gallo hab ich Kirschtomaten verwendet – hatte einfach den Grund, dass gerade keine von den großen reif waren, aber größere Tomaten sind dafür etwas besser geeignet, sie lassen sich besser hacken.

Für die Tomatensalsa:
2 große, sehr reife Tomaten
1 kleine Knoblauchzehe
1 kleine scharfe rote Chilischote
Saft einer halben Limette
2 EL Olivenöl
2 EL gehackte glatte Petersilie oder Koriandergrün
Meersalz
Tomaten sehr fein hacken (wer mag, häutet sie vorher), die Chilischote und den Knoblauch ebenfalls fein hacken.
Mit den restlichen Zutaten vermischen und mindestens 2 h ziehen lassen.

Für die Mais-Fritters:
3 frische Maiskolben
70 g Cheddar, gereift
1-2 frische grüne Jalapenos, je nach Schärfegrad
3 Frühlingszwiebeln
1 Knoblauchzehe
110 g Mehl
1 Ei Größe M
1 TL Pimentón de la vera mild
3/4 TL Ancho Chilipulver
1 Prise Backpulver
Erdnussöl
Meersalz

Die Körner mit einem scharfen Messer von den Kolben schneiden, das geht am besten über einer Schüssel. Den Cheddar reiben, die Frühlingszwiebeln und die Jalapenos in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken.
Die Maiskörner ca. 10-12 Minuten kochen, dann mit allen restlichen Zutaten vermengen und Plätzchen aus dem Teig formen.
Erdnussöl in einer schweren Pfanne erhitzen und die Maisplätzchen darin goldbraun braten. Wer mag, kann sie natürlich auch frittieren, auch dann ist Erdnussöl die erste Wahl.

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Best of the worst: Fotos, die ich eigentlich nie veröffentlichen wollte…

Ich hab letztens so herrlich gelacht.
Bei Uwe von highfoodality, zu seinem fünfjährigen.
Seine Outtakes waren einfach genial und Anlass für mich, meine ganzen “Bunkerrezepte” mal durchzusehen.
Die Mit-Blogger kennen das sicher – man bunkert ein paar Rezepte, für Krankheitswochen, Urlaube oder einfach schlechte Zeiten, in denen man von Unlust getrieben wird.

Bei dieser Durchsicht habe ich mich teilweise nur noch über mich selbst gewundert. Diese Fotos wollte ich tatsächlich veröffentlichen? Äh ja…
Und wo um Himmels Willen sind eigentlich die Rezepte zu den vor 1, 2, 3 Jahren so schlecht fotografierten Dingen?

Fragen über Fragen tun sich auf und Abgründe, leider alle aus eigener Produktion.

Was hat mich geritten, dieses Rezept von einer Forellencreme von Schubeck mit einem Silberstift auf ein pinkes Geschenkpapier zu verewigen, dabei richtig schön zu schmieren und es auch noch gut zu finden? Herr Kamafoodra hielt mich damals zum Glück von einer Veröffentlichung ab.

Thailändische Krabbenplätzchen sollen das sein… lieblos hingeklatscht auf ein  billiges Blechtellerle, das auch noch total schief auf dem absolut unpassenden weißen Rechtecktellerchen hängt.
Das Runde muss in das Eckige, aha.
Schade, sie waren wirklich so lecker und hätten etwas besseres verdient gehabt.
Davon gibt es demnächst ein Remake!

Dass das Mädchen in mir manchmal mit mir durchgeht, weiß ich ja und steh dazu, aber welcher bitterböse Kitschteufel hat mich bitte geritten, diese zuckersüßen Pistaziencupcakes so ultrakitschig mit dieser blöde dreinschauenden Kuh, die mühsam Besteck im Rücken trägt, zu dekorieren?

Hawwedampnudle mit Grumbeersupp – also Dampfnudeln mit Kartoffelsuppe, ein Urpfälzer Gericht.
Leider sind die Dampfnudeln nicht gut aufgegangen, aber was soll’s, draufgehalten hab ich trotzdem.
Wird schon keinem auffallen, dass die so klein sind im Vergleich zum Glas…?
Ach ja, und der Boden… sieht normalerweise auch irgendwie besser aus.
Andere würden das stillschweigend abkratzen, ich arrangiere es noch so, dass man ihn auch auf jeden Fall schön sieht, fotografiere und speichere es fein säuberlich im Ordner “Bilder noch nicht veröffentlicht”.

Verzweiflungsfotos. Geboren aus wochenlanger Unlust zu fotografieren und jetzt muss, sollte, könnte man doch ganz dringend, ist doch egal, wenn es nicht so perfekt ist…

Und irgendwie ist es mir dann doch nicht so egal, ich habe einfach einen gewissen Grundanspruch an Ästhetik und möchte den Appetit anregen und nicht zerstören.
Obwohl ich da doch ein paar Granaten am Start hatte, mit denen ich als Stammgast bei Heikes legendärem Ugly Food aufgelaufen bin.

Die wunderschöne Salsiccia mit Bohnen…

Der misslungene Rotweinkuchen, ich weiß nicht mehr, wie viele Versuche ich gebraucht habe, um das Schätzchen einigermaßen akzeptabel im Kasten zu haben…
Dieser Haufen hier war aber mit Abstand der schlimmste.
Hab ich tatsächlich gedacht, ich könnte das noch mit Kuvertüre “kaschieren”?
Geschmacklich war dieser Kuchen allerdings ein Traum, vor allem die in der Form festgeklebten Reste haben wir verzückt rausgelöffelt.

Uuaah.
Das scheußliche persische Huhn mit Granatapfel und sehr, sehr knusprigem (=hartem) Reis, der eigentlich ein schöner goldbrauner persischer Tahdig mit Reiskruste werden sollte. Sah nicht nur abscheulich aus, sondern schmeckte auch so.

Nachdem ich Essen und besonders Fleisch wegwerfen wirklich hasse,  haben wir es trotzdem aufgegessen, tapfer knirschend, auch die ölig-schwarz-fettglänzende Sauce wollte den Reis nicht wieder geschmeidig machen.

Und was treibt jemanden eigentlich dazu, einen nackten Entenhintern so anzüglich zu fotografieren? Let me see you stripped, down to the bone… sexy geht anders.
Der schwarze Bräter verstärkt die düstere Endzeitstimmung und die letzten Federkiele sind auch noch nicht gezupft.
Aus heutiger Sicht finde ich das Foto irgendwie respektlos der Ente gegenüber.
Das hat sie nicht verdient. Sie war köstlich.

Um ehrlich zu sein, hat es mich schon etwas Überwindung gekostet, diese geballte Ladung an Hässlichkeiten zu veröffentlichen… aber viel schöner als einfach nur “hübsch sein” finde ich es, jemanden zum Lachen zu bringen, ich hoffe, ich konnte euch das eine oder andere Schmunzeln entlocken.

Und noch etwas Gutes an diesen ganzen Fotos: Ich habe gelernt dabei. Bei jedem einzelnen und es hat viel Spaß gemacht.
Vielleicht habt ihr ja auch noch ein paar Knaller in euren Untiefen versteckt?

Schön gibt es demnächst wieder, versprochen.

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La mia panzanella

Panzanella gehört zu den Gerichten, für die es wahrscheinlich unendlich viele Variationen gibt und jeder befindet wohl die eigene für die beste, inklusive mir…

Die Tomatenschwemme mag (zum Glück!) immer noch nicht verebben und dieser Salat aus der Toskana gehört zu meinen liebsten Tomatensalaten, außerdem ist er noch eine wunderbare Verwendung für trockenes Brot, das z. B. beim Grillen übrig geblieben ist und ich mag ja Resteverwertung sehr.

Außerdem – für richtige Herbstgerichte bin ich immer noch nicht in Stimmung. Es soll noch mal schön und warm werden und die nebligen Morgen und die langen dunklen Abende sind noch lange genug, ich freu mich über meine sonnig-aromatischen Tomaten so lange es noch geht.

Am besten schmeckt uns die Panzanella, wenn das Brot nicht ganz steinhart ist, so ca. 2-3 Tage alt und ich röste das Brot dann mit Olivenöl und Knoblauch in einer großen schweren Pfanne an.
Dazu kommen bei meiner Variante Tomaten natürlich, schwarze Oliven, Salzkapern, Sardellenfilets, Basilikum und etwas mit Zitrone aromatisiertes Olivenöl, das dem Salat den letzten Frischekick verleiht.

Der Salat schmeckt allerdings nur zur Tomaten-Hochsaison und auch sonst müssen die Zutaten beste Qualität haben, wie bei vielen so schlichten Gerichten.
Bitte probiert das  niemals mit ein paar Tomaten mittlerer Qualität oder außerhalb der Saison aus – es wird nicht schmecken.

Zutaten für 2 Personen als leichtes Abendessen:
4 EL Olivenöl
6-8 alte Brotscheiben, je nach Größe oder 2-3 Brötchen
2 kleine, frische Knoblauchzehen
3-4 Zweige Basilikum
1 Handvoll Salzkapern, eingeweicht und abgespült
1 Handvoll Oliven, schwarz, entsteint
500-600 g Tomaten
ca. 10 Anchovisfilets
2 TL Zitronen-Olivenöl
2-3 EL Rotweinessig
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
evtl. etwas Meersalz

Brot in mundgerechte Stücke schneiden, im Olivenöl mit dem Knoblauch goldbraun rösten.
Tomaten und die Oliven in Scheiben schneiden, die Anchovis grob zerzupfen. Basilikumblätter von den Zweigen zupfen.
Alles in eine große Schüssel geben, mit dem Rotweinessig und dem Zitronenöl beträufeln, etwas schwarzen Pfeffer darübermahlen und eventuell noch mit etwas Salz abschmecken (ist wahrscheinlich nicht nötig, da die Anchovis und die Salzkapern schon genügend mitbringen).

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Birnen-Schokoladenkuchen mit Crème Fraîche

Man kann es nicht mehr leugnen, so gerne ich es auch verdrängen würde… Die Tage werden kürzer, das Licht hat sich schon verändert und eine ganz leichte Verfärbung an den Blättern kann man hier und da auch erkennen.
Der Herbst steht wohl vor der Tür, leider, und ich bin melancholisch, denn ein richtig schöner Sommer, nach dem man sich auf Abkühlung freut, war das nicht. Die letzten Wochen so kalt, immer wieder Regen und abends im Shirt draußen sitzen - undenkbar.
Nun gut, es wird mir nichts anderes übrig bleiben, als dem Herbst ”Hallo” zu sagen. Herzlich Willkommen bekomme ich allerdings nicht über die Lippen.

Wenigstens hat er schon mal etwas mitgebracht – reife Birnen, frisch, saftig und süß und bei diesen Temperaturen können wir uns endlich mal wieder einem meiner Lieblingsthemen widmen – Schokolade.
Am besten gleich Birnen und Schokolade zusammen, das ist nämlich eine ganz prima Kombi.

Wir waren letzte Woche im Elsass einkaufen und ich konnte natürlich der tollen, 40%igen Crème Fraîche d’Isigny wieder nicht widerstehen. Auch nicht der wunderbaren bretonischen Butter und auch wenn der eine oder andere sicher protestieren wird, dass man das doch beim Backen nicht schmeckt – doch, man tut es.
Auch wenn viele Menschen behaupten, dem sei nicht so, man schmeckt es, wenn Öl oder Margarine statt Butter verwendet wurde, wenn keine hochwertige Schokolade verwendet wurde oder wenn ganz einfach zu wenig Fett verwendet wurde.

Ich hab mir angewöhnt, lieber etwas kleinere Brötchen, äh, Kuchen zu backen, etwas weniger davon zu essen oder ein paar mehr Früchte zu verwenden, aber bloß nicht an den Zutaten zu sparen.
Auch hier durfte wieder meine geliebte Valrhona ran – es gibt einfach nichts besseres für einen aromatischen Schokoladenkuchen.
Und Schokolade und Birne ist ganz schön gut zusammen!

Das Grundrezept für den Schoko-Crème-Fraîche-Kuchen habe hier hier bei Foodlovin gefunden, die Birnen habe ich innen ein klein wenig am Kerngehäuse ausgehölt und einfach in den Teig gesetzt und versinken lassen.
Nach ziemlich exakt einer Stunde haben sowohl Birnen als auch Teig genau die richtige Konsistenz.
Das Teigrezept ist übrigens sehr gelungen, richtig schön saftig, trotzdem sehr gut geeignet für eine Kastenform und nicht mit zu viel Mehl, ich finde, allzu viel Mehl hat in einem Schokoladenkuchen nichts verloren.
Man sollte ein bisschen warten mit dem Anschneiden, mir ist der Kuchen anfangs fast zerbröselt, komplett ausgekühlt ließ er sich dann aber viel besser schneiden.

Zutaten für eine Kastenform:
(ich habe nur 75% der Menge gemacht, da die Birnen ja auch noch Platz brauchen, hier die entsprechend geänderten Mengen):
85 g Zartbitter-Schokolade
90 ml heißer Kaffee
130 g Butter und etwas für die Form
150 g Zucker
2 Eier
1 TL Vanilleextrakt (ersetzt durch 1 EL selbstgemachten Vanillezucker, den ich an der Gesamtmenge abgezogen habe)
120 g Mehl
45 g Kakaopulver
1 Prise Zimt (weg gelassen)
1/4 TL Meersalz
1 TL Backpulver
150 g Crème Fraîche
3 Birnen – am besten ganz feste, aber aromatische nehmen, sonst gibt es zu viel Feuchtigkeit!

Ofen auf 180 °C (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Eine Kastenform ausbuttern und mit Backpapier auslegen.
125 ml starken Kaffee kochen. Die Schokolade darin schmelzen. Beiseite stellen und etwas abkühlen lassen. Butter mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren.  Mehl mit dem Kakao, Salz, Backpulver mischen.
Die Birnen waschen und von unten das Kerngehäuse mit einem spitzen Messer etwas aushöhlen. Die Stiele kann man abmachen, ich fand sie aber so hübsch und hab sie deshalb drangelassen.

Die Creme Fraiche zum Kaffee geben und gut verrühren. Nun abwechselnd Kaffee-Creme Fraiche und Mehl zur Butter-Ei-Masse geben und unterheben, bis alles aufgebraucht ist. In die Kastenform füllen, die Birnen in gleichmäßigen Abständen in den Teig drücken und für ca. eine Stunde backen. Stäbchentest machen!

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