Blaubeerpfannkuchen mit Ahornsirup Crème Fraîche und Basilikum-Minz-Pistazienpesto

“Ich bin schneller wieder da, als du Blaubeerpfannkuchen sagen kannst”.

Dieses Zitat aus Pulp Fiction (die Abwesenheit von Butch dauert ja dann bekannterweise aber doch etwas länger…) ist der Grund, warum ich bei Blaubeerpfannkuchen immer an den Film denken muss.
Wobei sich für mich auch nach dem x-ten Mal ansehen immer noch nicht die Frage geklärt hat, was in dem mysteriösen Koffer ist.
Die Seele von Marcellus Wallace?
Vielleicht das Originalrezept für den Big Kahuna Burger und den 5 Dollar Milchshake?
Oder vielleicht doch ein paar köstliche Blaubeerpfannkuchen?

Blaubeerpfannkuchen gibt es heute auf jeden Fall hier, nachdem mir normaler Ahornsirup dazu meistens etwas zu klebrig ist, habe ich diesen mit Crème Fraîche gemischt und so eine wunderbar süß-säuerliche Creme erhalten.
Für zusätzliche Frische gibt es ein süßes Pesto aus Basilikum, Minze, Pistazien und Pistazienöl und Limettenschale, diese Pesto passt auch zu anderen sommerlichen Desserts, Eis, Beeren oder Ähnliches.

Die Heidelbeeren, die ich für diese Pancakes hatte, waren leider so riesig, dass sie einfach nicht im Teig versinken wollten, ein paar kleinere waren aber an diesem Tag nicht aufzutreiben.
Im Wald fällt mir allerdings immer auf, dass es viel weniger Heidelbeeren gibt als in meiner Kindheit – da waren die Wälder noch voll davon.
Hier in der Pfalz sagt man übrigens “Heidelbeeren brechen gehen” – ich muss immer an die Anekdote meiner Oma denken, welches Unverständnis und Ekel dieser Satz von ihr damals bei jemandem aus nördlicheren Gefilden auslöste.

Die Pfannkuchen sind toll zu einem Frühstück/Brunch oder als kleiner Snack z. B. am Sonntagnachmittag.

Das Rezept für die Pancakes habe ich von lecker.de (allerdings habe ich weniger Beeren genommen, 400 g sind dafür einfach zu viel), das Pesto und die Ahornsirup Crème Fraîche habe ich mir dazu ausgedacht.

Pancakes für 3-4 Personen:

ca. 250 g Heidelbeeren
3 EL Butter
150 g Mehl
1 TL Backpulver
1,5 EL Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei (Größe M)
150 ml Buttermilch
2 EL Butterschmalz

Heidelbeeren waschen und gut abtropfen lassen,  die Butter in einem Topf schmelzen. Mehl, Backpulver, Vanillezucker und Salz mischen. Ei mit einem Schneebesen verquirlen. Die Milch und flüssige Butter unterrühren und den Ofen auf ca. 100° vorheizen.
Die Mischung mit dem Mehl esslöffelweise  unterrühren. 1 Esslöffel Butterschmalz in einer beschichteten Pfanne  erhitzen, mit einem Esslöffel kleine Teighäufchen hineingeben und sofort einige Heidelbeeren darauf verteilen. Pfannkuchen bei mittlerer Hitze ca. 3 Minuten von jeder Seite braten. Im Ofen warmhalten und den Rest Teig ebenso backen, dabei das restliche Butterschmalz portionsweise zufügen.

Für die Ahornsirup Crème Fraîche:

100 g Crème Fraîche mit 2 TL Ahornsirup und einer Prise Fleur de Sel verrühren.

Für das Basilikum-Minz-Pistazienpesto:

3-4 Zweige Basilikum
2-3 Zweige Minze
1,5 EL Pistazien
3 TL Zucker
abgeriebene Schale einer Limette
2 TL Pistazienöl

Alle Zutaten bis auf die Limettenschale in einem Blender zu einer Paste verarbeiten, ganz zum Schluss die Schale der Limette unterrühren.

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More peas please – grünes Risotto mit Erbsen, Spinat, Frühlingszwiebeln und Limette

Wie versprochen – mehr Erbsen. Dann ist aber auch erst mal Schluss damit, ebenfalls versprochen!

Ein sehr grünes, sehr frisches Risotto gibt es heute, mit knackigem Spinat, Frühlingszwiebeln, Limettenschale und -saft und natürlich – Erbsen!
Auch hier war das Motto: einmal durch den Garten gehen und schauen, was geerntet werden muss, netterweise hat das alles auch noch so prima zusammengepasst!

Ich liebe inzwischen meine täglichen Runden durch den Garten… morgens ganz früh eine, nur so zum gucken und gerne barfuß und eine abends, wenn ich heimkomme – ich kann noch so platt und erschöpft sein, nach dieser Runde geht es mir besser und ich merke, wie die Energie zurückkommt.

Hier ein bisschen gezupft, da ein bisschen geschnipselt oder ganz brachial etwas ausgegraben oder gehackt – ein nerviger Bürotag ist da für mich ganz schnell vergessen.
Momentan freuen wir uns über unsere erste Seerosenblüte… aus dem Teich, der vorher eine schmutzige Brühe mit wahrscheinlich sehr unglücklichen Fischen darinnen war, ist nun eine kleine Oase mit vielen kräftigen Pflanzen, klarem Wasser und hoffentlich zufriedeneren Bewohnern geworden.

Genug geschwätzt, jetzt einen schnellen Bogen zum Risotto schlagen, das in kurzer Zeit auf dem Tisch steht, ihr dürft hierfür natürlich auch gerne tiefgekühlte Erbsen benutzen.
Beim Spinat allerdings empfehle ich, unbedingt frischen Blattspinat zu nehmen, der tiefgekühlte wird bei solchen Sachen einfach zu matschig, in Pasta oder Risotto lasse ich die Spinatblätter nur ein paar Sekunden zusammenfallen.

 Zutaten für 2 Personen:
200 g Risottoreis – am besten Carnaroli
abgeriebene Schale und Saft einer halben Limette
ca. 600 ml Kalbsfond oder Gemüsebrühe, nach Wahl
2 gute Handvoll Erbsen, enthülst (oder TK)
3-4 gute Handvoll frischer Spinat, ganz grob gehackt
3-4 Frühlingszwiebeln
2 EL Olivenöl
1 EL Butter
1 sehr kleine, junge Knoblauchzehe
ca. 50 g Parmesan, gerieben
Salz und Pfeffer – weißer würde hier gut passen, ich hatte aber nur schwarzen da

Iin einem schweren Topf das Olivenöl bei mittlerer Hitze glasig dünsten, die in feine Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln hinzufügen, 2-3 Minuten dünsten und wieder herausnehmen, beiseite stellen. Nun den kleingehackten Knoblauch in den Topf geben, glasig dünsten, dann Reis hinzufügen, kurz rühren, bis er mit dem Öl überzogen ist.

Den Limettensaft und etwas Brühe angießen, Limettenschale hinzufügen, in ca. 20 Minuten immer wieder etwas Brühe unter Rühren angießen.
In der Zwischenzeit die Erbsen in einem kleinen Topf ca. 3 Minuten blanchieren – wenn die Erbsen sehr klein sind, dürfen es auch nur 2 sein.

Wenn das Risotto gar ist und eine schöne sämige Konsistenz hat, den Esslöffel Butter unterrühren, dann die Erbsen und den Spinat hinzugeben sowie die beiseite gestellten Frühlingszwiebeln.
Die Hälfte des Parmesans unterrühren, die andere Hälfte kann nach Belieben darüber gestreut werden.

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Love, Peas and Happiness: Erbsensalat mit Walnüssen und frischem Meerrettich

Schön ist das Leben momentan, die Fußball WM war einfach toll, ein schönes Fest jagt das nächste und eine meiner ganz großen Gemüselieben hält mich auf Trab und will geerntet und gegessen werden:
Erbsen.

Ich liebe sie über alles, in jeder Variante, süß und knackig wie sie sind und dieses Jahr habe ich das erste Mal eigene aus dem Garten.
Teilweise waren die Erbsen selbst schon recht groß in ihren Schoten und ich komme gerade kaum mit dem Ernten nach, aber trotzdem – so gute habe ich noch nie gegessen.

Je länger die Erbsen nämlich gelagert werden, desto mehr des enthaltenen Zuckers wird in Stärke umgewandelt und der frische, süßliche Geschmack weicht einer mehligen Konsistenz, bei gekauften Schoten ist es immer ein bisschen Glückssache, wie lange diese schon liegen, da man das von außen nicht unbedingt sieht.

Deshalb werden sich Erbsenpflanzen auch nächstes Jahr in meinem Garten wieder finden, sie wachsen hier prächtig, sind so pflegeleicht und unglaublich gut.

Und weil ich sie so sehr mag, stehen in den nächsten Tagen gleich zweimal die Erbsen im Mittelpunkt.
Fangen wir an mit diesem Erbsensalat mit frischem Meerrettich und Walnüssen, den ich auf gut Glück einem meiner Lieblings-Mittagsrestaurants, dem Hellers in Mannheim (für mich eine unerschöpfliche Inspirationsquelle für vegetarische Gerichte), nachgebaut habe und der mir zuhause dann fast noch besser geschmeckt hat.

Die Kombination von Erbsen und Meerrettich in einem Salat mutet  vielleicht erst mal etwas seltsam an, ist aber absolut köstlich und der scharfe Meerrettich balanciert die Süße der Erbsen sehr schön aus.

Ein sommerliches Risotto gibt es in den nächsten Tagen auch noch – natürlich ebenfalls mit Erbsen und einigem anderen, was gerade erntereif ist.
Ich liebe es, statt nach der Arbeit in den Supermarkt geh ich jetzt oft nur eine Runde durch den Garten, das ist so toll.
Dieser Salat ist übrigens vegan.

Zutaten für 2 Personen als kleine Vorspeise oder Beilage:
200 g frische Erbsen, ausgelöst
1 kleines Stückchen (oder ein größeres, nach Geschmack) frischer Meerrettich, gerieben
ca. 20 g Walnüsse, grob gehackt
Dressing:
2 TL körniger Dijon-Senf
1,5 EL Weißweinessig
2 EL Walnussöl, gerne eines aus gerösteten Kernen
1 Prise Zucker
Meersalz

Walnüsse entweder in einer Pfanne oder im Ofen bei 150° ca. 10 Minuten leicht rösten.
Die Erbsen ganz kurz blanchieren – ca. 2 Minuten. Abgießen, sofort kalt abspülen und komplett abtropfen lassen.

Die Zutaten für das Dressing gut miteinander verrühren, die Erbsen in eine Schale geben, mit den Walnüssen und dem Dressing mischen, mit Salz abschmecken und mit dem geriebenen Meerrettich bestreuen.

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Himbeer Cheesecake Brownies

Wenn mein Vater nach einem einzigen Stück schokoladigem Kuchen kapituliert, dann ist dieser an Mächtigkeit schwer zu übertreffen.
So passiert nach dem Espresso-Cheesecake von Cynthia Barcomi und das einzige Mal in meinem Leben, dass ich meinen Papa nur ein einziges Stück Kuchen, wohlgemerkt mit viel Schokolade, essen sah.
Schwer, dunkel, süß und sehr, sehr üppig sank er in unsere Mägen, die sich dann erst mal – wohl aus Selbstschutz – allem anderem für eine gute Weile verschlossen.
Lecker war er schon, aber solche Kuchen kann man gar nicht klein genug backen und somit hab ich Frau Barcomis Rezepte eine gute Weile erst mal ignoriert.

Auf der Suche nach einem Paarung von Himbeeren und Schokolade (denn auch im Sommer geht es hier nicht ganz ohne Schokolade…) fand ich allerdings dieses Brownierezept mit einem Cheesecake Topping  sehr ansprechend und siehe da -  die Brownies waren einfach perfekt.

Der Brownieteig ist saftig, das Cheesecake Topping fluffig und die Himbeeren schön süß-säuerlich dazu, hübsch aussehen tun sie auch.

Nachdem ich ja im Sommer gerne etwas küchenfaul bin und nicht allzu aufwändige Rezepte bevorzuge, kommt mir auch die Schnelligkeit, mit der diese Brownies fertig sind, sehr entgegen.

Ich staune und schmachte zwar die wunderschönen Torten an, die es z. B. bei Eva oder bei Simone  zu bewundern gibt, aber für so etwas fehlt mir im Sommer einfach die Lust, so schnell ist der Herbst wieder da mit langen dunklen Abenden.
Und sobald die Tage wieder etwas kürzer werden, wird sicher auch die in der Küche verbrachte Zeit etwas länger.
Und dann, dann backe ich mal eine Torte von Eva nach!

Zutaten für den Brownie-Teig:

100g Zartbitterschokolade
100g Edelbitterschokolade
80g Butter
120g Zucker
½ TL Vanillezucker
2 Eier
105 g Mehl
¼ Tl Salz
1/4Tl Natron

Frischkäse-Topping:

240 g Frischkäse
100 g Zucker
2 TL Zitronensaft
1 Ei
1/2 TL Vanilleextrakt (ausgetauscht durch 20 g Vanillezucker, die ich oben dann abgezogen habe)
1/4 TL Salz
20g Stärke
200g frische Himbeeren
1EL Zucker (weg gelassen)

Quelle: Myself

Ofen auf 180 °C vorheizen und eine Brownieform (ca. 30×20) mit Butter einfetten. Schokolade und Butter in einer Metallschüssel überm Wasserbad schmelzen, in eine große Schüssel umfüllen, Zucker und Vanille unterschlagen. Abkühlen lassen, die Eier dazugeben und ebenfalls unterschlagen (nicht, solange die Mischung noch warm ist, sonst werden die Brownies hart).

Für das Frischkäsetopping Frischkäse und Zucker gut verschlagen. Zitronensaft, dann Ei, Vanilleextrakt, Salz und Stärke (ich habe die Stärke in ganz wenig kaltem Wasser aufgelöst, da ich mir nicht vorstellen kann, dass das sonst nicht klumpt…) dazugeben.

Wenn die Schokoladenmischung abgekühlt ist, Eier hineinschlagen. Mehl, Salz und Natron in einer Rührschüssel mischen. Mit einem Holzlöffel oder Teigschaber die Mehlmischung zügig unter die Schokolade ziehen – bitte nicht lange mischen oder gar kneten! Teig gleichmäßig in der Brownieform verteilen.
Frischkäsemischung auf den dunklen Teig geben und vorsichtig gleichmäßig verstreichen, dabei ringsum 1-2 cm frei lassen.
Himbeeren gleichmäßig obenauf verteilen. besprenkeln.
35-40 Minuten backen, dann auskühlen lassen, evtl. 1 – 2 Stunden vor dem Anschneiden in den Kühlschrank stellen.

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Grün macht glücklich – Salat mit Zuckerschoten, grünen Bohnen und Haselnüssen

Letztens schrieb jemand, ich weiß gar nicht mehr wo (war es hier in den Kommentaren?), dass der Hype um Ottolenghi  bzw. seine Bücher ja dieses Jahr schon vorbei sei.
Das ist mir eigentlich gerade mal egal, denn: ein gutes Buch ist ein gutes Buch ist ein gutes Buch, das gleiche gilt für Rezepte.

Ob da gerade etwas gehypt wird oder nicht, interessiert mich wenig, ich mag den Herrn Ottolenghi und seine wundervollen, farbenfrohen, oft sehr gemüsigen Rezepte und vor allen die Salate nach wie vor sehr, sehr gerne.

Also hab ich mich mal wieder auf die Suche gemacht und bin auf diesem Blog hier fündig geworden (das Original ist wohl aus “Das Kochbuch”, das ich aber noch nicht habe), ein sehr schlichter, sehr grüner Salat, der von der Frische und dem Geschmack der Zutaten lebt, also genau richtig zur momentanen Bohnen-/Erbsensaison.
Beim Einkaufen unbedingt darauf achten, für diesen Salat nur die frischesten und knackigsten Hülsenfrüchte zu nehmen!

Dieser Salat macht sich wunderbar als Beilage, z. B. zu gegrilltem Lamm oder Fisch.
Die Orange habe ich durch Zitrone ersetzt, weil ich gerne noch ein bisschen mehr Frische wollte – probiert einfach aus, was ihr lieber mögt.
Außerdem habe ich den Saft der Zitrone zum Dressing genommen, der ansonsten in dem Rezept nicht verwendet wird – mir hätte sonst auch etwas Säure gefehlt.
Der Salat ist übrigens auch vegan.

400 g grüne Bohnen
400 g Zuckerschoten
70g ungehäutete Haselnüsse
1 Orange  (ersetzt durch 1 (Bio-)Zitrone)
20 g Schnittlauch, grob gehackt
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
3 TL Olivenöl
2 TL Haselnussöl oder ein anderes Nussöl
grobes Meersalz (habe Fleur de Sel genommen)
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Ofen auf 150° vorheizen. Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen, Bohnen und Zuckerschoten waschen und putzen, bei den Bohnen die Enden abschneiden. Zuerst nun die Bohnen ganz knapp gar kochen. Ottolenghi redet hier von 4 Minuten, was ich aber für Bohnen zu wenig finde – die giftigen Stoffe darin müssen ja durch das Kochen zerstört werden und so habe ich sie ca. 7 Minuten im Wasser gelassen.
Herausnehmen, sofort mit kaltem Wasser abschrecken und die Zuckerschoten für 1-2 Minuten im gleichen Wasser garen, ebenfalls kalt abschrecken.
Jetzt die Haselnüsse grob hacken und im vorheizten Ofen ca. 7 Minuten goldbraun rösten – Achtung, verbrennt schnell.
Zitrone waschen, Schale abreiben. Schnittlauch in Röllchen schneiden.
Bohnen und Zuckerschoten in eine große Schüssel geben, darüber die gerösteten Nüsse, die Zitronenschale und den Schnittlauch.
Die zerdrückte Knoblauchzehe mit dem Zitronensaft verrühren, Öle hinzugeben, gut mit dem Salat mischen und mit Fleur de Sel und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken.

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Zwiebeltarte aus der Provençe – Pissaladière

Der Lavendel ist hier in voller Blüte und duftet herrlich, Sommer pur und Provençe-Feeling, also habe ich endlich etwas ausprobiert, was schon sehr lange auf meiner to-do Liste steht, die Pissaladière.
Hier gilt mal wieder: bitte nicht vom Namen abschrecken lassen.

Eine provençalische Tarte mit Zwiebeln, Sardellen und Oliven und ich muss gestehen, dass sie mir noch besser geschmeckt hat als unser Pfälzer Zwiebelkuchen und mit einem Salat dazu oder einfach ein paar frischen, reifen Tomaten ein ganz wunderbares Sommeressen abgibt.

Ich habe Glück gehabt und besonders milde, süße Zwiebeln bekommen, die einen wunderbaren Kontrast zu den salzigen Anchovis bieten – bei uns in der Pfalz wird dieser süßlich-salzige Effekt durch Speck erreicht, aber ich muss wirklich sagen, in diesem Fall fand ich die Anchovis viel besser für diesen Zweck.

Die Grundlage ist ein einfacher Hefe-Brotteig, darauf kommen dann die Zwiebeln, die mindestens 40 Minuten mit etwas frischem Thymian schön weich geschmort werden und mit einem Teil der Anchovisfilets abgeschmeckt, dann wird alles mit den restlichen Filets und schwarzen Oliven belegt und im Ofen gebacken.
Die komplette Pissaladière war, mit einem schönen Glas Wein dazu, bei uns mal wieder ratz-fatz verspeist und wird es sehr bald wieder geben, denn wir waren beide restlos begeistert.

Gewundert habe ich mich, dass dieses Schätzchen (noch?) nicht bei Micha von Grain de Sel zu finden war… bei unserer Gemüsezauberfrau aus der Provençe habe ich nämlich zuerst gesucht, dann habe ich mir mein Rezept aus diversen Quellen im Netz zusammen gebastelt.
Bitte nicht auf die etwas längere Schmorzeit der Zwiebeln verzichten, das ganze soll eine Art Creme ergeben und erst dann entwickelt sich der Geschmack so richtig.

Zutaten für 2-3 Personen:

Teig:
350 g Mehl (ich habe Pizzamehl genommen)
1,5 TL Trockenhefe
210 ml Wasser

Belag:
3 große, süße Gemüsezwiebeln
2 junge Knoblauchzehen
einige Zweige frischer Thymian
3-4 EL Olivenöl
12 Anchovisfilets in Öl
1 Handvoll schwarze Oliven (toll sind natürlich welche aus der Provence, ich habe aber keine gefunden…)
2 TL Puderzucker
Meersalz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, mit dem Mehl mindestens 10 Minuten gut verkneten, abdecken und ca. eine Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit die Zwiebeln schälen, in Würfel schneiden, in 2-3 EL Olivenöl anschwitzen und mit dem Puderzucker bestäuben. Die Zwiebeln sollen während des ganzen Garvorgangs nicht bräunen!
Thymianzweige hinzugeben und das ganze für mindestens 40 Minuten, besser 60, schmoren lassen. Nach ca. 30 Minuten die Hälfte der Anchovis hinzugeben, ganz am Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Ofen auf 190° vorheizen. Den Hefeteig rund ausrollen, in eine Tarteform drücken und mit der Masse belegen. Die restlichen Anchovisfilets und die Oliven gleichmäßig darauf verteilen und noch mal 1-2 EL Olivenöl darüber träufeln.
Auf der mittleren Schiene ca. 30 Minuten backen, je nach gewünschtem Bräunungsgrad.
Wir haben die Pissaladière warm gegessen, sie soll auch kalt sehr gut schmecken – was ich leider nicht beurteilen kann, denn so alt ist sie leider nicht geworden :-)

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