Let there be sweets… Glühweinkuchen mit Marzipansternen

In der letzten Zeit war es hier sehr ruhig… das liegt daran, dass mich eine Erkältung leider einige Tage außer Gefecht gesetzt hat.

Und diejenigen, die nichts Süßes mögen, müssen jetzt bitte mal ganz stark sein.
Auch die Weihnachtsmuffel.
Denn hier auf dem Blog darf heute schon ein bisschen Weihnachtsstimmung und ein hübscher kleiner Glühweinkuchen mit Sternen aus Marzipan einziehen, schließlich öffnen ab nächster Woche schon die ersten Weihnachtsmärkte und auch ich werde nächste Woche anfangen, die Wohnung etwas winterlich zu dekorieren. Licht und Glanz in dieser momentan Dunkelheit tut einfach der Seele gut.
Meine Haselnuss-Butterrollen vom letzten Jahr gibt es seit letzter Woche schon hier bei Brigitte.de zu bewundern, peinlicherweise haben sie sich aus meinem Artikel genau den Satz “für Grobmotoriker geeignet” rausgepickt… aber was soll’s, filigran gibt’s woanders, ich mag es ja auch gerne ein bisschen rustikal…

Ich freu mich drauf – wie jedes Jahr. Und kann dem allgemeinen Gejammere von wegen Weihnachtsstress und Kommerz auch dieses Jahr wieder so gar nichts abgewinnen.
Stress entsteht im eigenen Kopf, natürlich auch bei mir, aber es liegt auch etwas in der eigenen Verantwortung, wie sehr man ihn zulässt und ob 80% anstatt der immer angestrebten 100 vielleicht doch auch mal okay sind.
Diese Mantra muss ich mir am Wochenende selbst mal zur Brust nehmen – es kommen nämlich ca. 25 Gäste für eine Feier und naja, ich bin schon ein bisschen aufgeregt…

Ganz ohne Stress gibt es hier aber schon die erste Adventsstimmung, letzten Sonntag habe ich ganz entspannt die ersten Kekse und diesen hübschen Glühweinkuchen mit Marzipansternen, der perfekt auf eine Adventstafel passt. Nach ein paar Tagen erzwungener Untätigkeit hat es großen Spaß gemacht, endlich mal wieder ein bisschen aktiv zu sein.

Nun, es wird hier definitiv in den nächsten Wochen viel Süßes und Selbstgebackenes geben, aber vielleicht auch das eine oder andere kleine herzhafte Gericht zwischendurch.

Dieser kleine Kuchen mit Glühwein, Mandeln und Schokolade wird mit dunkler Kuvertüre überzogen, auf den noch nicht trockenen Überzug kommen mit Puderzucker bestäubte Marzipansterne.

Ich weiß, jedes Jahr gibt es hier um diese Zeit soo viele Sterne in allen möglichen Variationen… aber ich mag sie eben einfach so gerne!
Wer den Kuchen gerne etwas größer möchte (ich habe eine 18 cm Form verwendet) verdoppelt einfach die Zutaten, dann passt es für eine 26er Form. Den Glühwein hab ich schnell selbst gemacht mit viel Orange, Zimtstange und Sternanis und einer kleinen Prise Nelke, man kann aber auch fertigen verwenden.

Zutaten für den Teig:
125 g weiche Butter
80 g Mehl
70 g feingemahlene Mandeln
2 Eier, Größe S-M
130 g Zucker
1 EL Kakao
1/4 TL Lebkuchengewürz
1 TL Backpulver
100 ml Glühwein, selbst gemacht oder gekauft
optional: 50 g gehackte Schokolade

Für die Glasur und die Marzipansterne:
ca. 100 g dunkle Kuvertüre
ca. 70 g Marzipan
etwas Puderzucker

Eine kleine Form von 18 cm gut einfetten und den Ofen auf 175° vorheizen. Mehl mit Mandeln, Kakao, Backpulver und Gewürz  mischen. Butter und Zucker zu einer hellen Creme aufschlagen, nacheinander die Eier unterrühren.
Dann abwechselnd die Mehl-Mandel-Mischung und den Glühwein hinzugeben, bis alles gut vermengt ist. In die vorbereitete Form füllen und auf der mittleren Schiene für ca. 50 Minuten backen, eine Stäbchenprobe machen.
Auskühlen lassen, dann aus der Form lösen. Das Marzipan für den Belag dünn ausrollen und ein paar Sterne ausstechen, diese mit Puderzucker bestäuben.
Kuvertüre schmelzen und den Kuchen damit überziehen, bevor diese ganz getrocknet ist, die Marzipansterne darauf festdrücken.

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Trostsuppe in Gelb: Linsen-Kokossuppe mit gebratenem Ketjap Manis Rinderhack

Diese absolut wunderbare und superschnelle Suppe von Astrid ist seit letztem Jahr zu einer unserer Lieblingssuppen avanciert. Vor allem im Winter und vor allem dann, wenn es besonders grau ist, denn das Gelb macht glücklich. Glück zum Löffeln…

Eine Suppe ist immer besonders wirksam, wenn man sich nicht so richtig gut fühlt, traurig ist oder eine Erkältung im Anmarsch sein sollte. Wenn sie dann noch so schnell geht, so hübsch ist und so gut schmeckt wie diese, perfekt.
Seelenwärmer und Seelentröster.
Gerade heute könnte ich sie eigentlich ziemlich gut gebrauchen, denn es scheinen sich gerade irgendwelche Viren in meinem Körper breitmachen zu wollen, aber es mangelt akut an Zutaten und noch mehr an Einkaufslust…

Überhaupt bin ich schwer versucht, Astrid zur Suppenkönigin zu krönen… diese Ochsenschwanzsuppe mit Criollo Kakao und die Blumenkohlcremesuppe mit hellem Nougat lesen sich so herrlich und werden demnächst auch noch ausprobiert.

Linsen, Mungbohnen, Kichererbsen, weiße Bohnen, all das findet sich immer in meiner Küche. Hülsenfrüchte sind so unglaublich vielseitig, schnell zubereitet, voller Proteine und guter Nährstoffe und vor allem natürlich eins: lecker. Ein schnelles Linsencurry mit Reis gehört zu meinen Standardgerichten und das geht auch noch ganz schnell nach dem Sport, denn es ist in ca. 20 Minuten auf dem Tisch.

Diese cremige Suppe mit gelben Linsen, Kokosmilch, Chili und wenig in Ketjap Asin oder Ketjap Manis gebratenem Rinderhack aber ebenfalls.

Das äußerst puristische Rezept hab ich noch ein klein wenig abgewandelt und etwas Knoblauch und Kurkuma zum flüssigen Part (= noch mehr Gelb) und einen Hauch Masala (Currypulver) aus Mauritius ohne Chili statt Fünf-Gewürze zum Hackfleisch gegeben.
Ob man Ketjap Asin nimmt, die etwas dünnflüssiger und salzigere Sojasauce oder Ketjap Manis, die meist etwas dickflüssiger und immer viel süßlicher ist, kann man ganz nach Gusto und Vorratsschrank entscheiden.

Zutaten für 2 Personen als Abendessen:
300 g gelbe Linsen
600 ml Gemüse- oder Rinderbrühe
etwas Kokosöl
2 kleine Knoblauchzehen
3/4 TL Kurkuma
1 TL Kokosblütenzucker oder 3/4 TL brauner Zucker
1 frische, scharfe rote Chilischote
150-200 ml Kokosmilch
Salz

Für das Topping:
150-200 g Rinderhack
3-4 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten
1,5 EL Kejap Manis
1/4 TL Masala ohne Chili
Salz

Knoblauchzehen zerdrücken, Chili in sehr feine Ringe schneiden, beides im Kokosöl anschwitzen, mit der Brühe aufgießen, die gewaschenen Linsen und Kurkuma dazu geben und ca. 10-15 Minuten kochen, bis die Linsen ganz weich und zerfallen sind. Mit Zucker und Salz abschmecken, ganz am Schluss mit der Kokosmilch aufgießen.

Während die Suppe köchelt, das Rinderhack scharf anbraten, Pfanne vom Herd nehmen, Masala hinzufügen und gut durchrühren, mit Ketjap Manis ablöschen und mit Salz abschmecken.
Suppe in Schälchen füllen, das Hackfleisch darauf geben und großzügig mit Frühlingszwiebeln bestreuen.

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Der neue Ottolenghi – Möhrenpaste mit Harissa, Joghurt und Pistazien

“Schaa-haatz, es gibt in nächster Zeit noch viel mehr Gemüse…”
Dieses Statement kennt der Mann hier schon (und freut sich meistens darüber, ich hab hier ja zum Glück einen leidenschaftlichen Gemüse- und Salatesser), es hängt meistens eng mit dem Neuerwerb eines Buchs von Ottolenghi zusammen.
Endlich ist es bei mir eingezogen – das neue Buch “Vegetarische Köstlichkeiten”. Ich habe mich hier richtig auf das Erscheinungsdatum gefreut und beim ersten Durchblättern haben mich viele Sachen sofort angelacht.

Wie immer sind für jede Saison wirklich genügend Rezepte und Anregungen enthalten, wir gehen ja schon langsam mit großen Schritten in Richtung Winter und die Auswahl wird so langsam etwas begrenzt… Im Buch findet man trotzdem genügend für diese Jahreszeit, Wurzelgemüse wie Karotten und rote Beete, Kürbis und vieles mehr.

Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht, aber je grauer die Jahreszeit, desto dankbarer bin ich für jeden Farbklecks auf dem Teller, etwas Gelbes, Oranges oder leuchtend Grünes hebt innerhalb von Minuten massiv meine Laune.
Sofort angelacht hat mich auch deshalb die Karottenpaste mit Joghurt und Pistazien, die einen ganz wunderbaren Brotaufstrich abgibt und sich toll als Vorspeise, vor allem zu orientalischen Gerichten, macht.

Die Menge der Orangenschale würde ich ein wenig reduzieren – es war für mich ein bisschen zu dominant, aber ansonsten ist diese Paste ausgesprochen gut und wird perfekt mit dem Joghurt und den Pistazien ergänzt. Wir haben sie als Vorspeise auf geröstetem Brot gegessen und waren beide begeistert, man könnte das ganze auch problemlos pur löffeln.

Danach gab es noch einen gebackenen Kürbis mit Chili-Joghurt und Kräuteröl, auch aus dem Buch, der auch sehr gut war, aber nicht mit dem gebackenen Panko-Kürbis von letztens mithalten konnte.

Die Menge habe ich halbiert, da wir nur zu zweit waren, für eine Vorspeise war das auch völlig ausreichend.

Zutaten:
ca. 10 g Butter
1/2 EL Olivenöl + etwas zum Beträufeln
500 g Karotten, gewaschen bzw. geschält und in ca. 2 cm dicke Scheiben geschnitten
100 ml Gemüsebrühe
abgeriebene Schale einer halben Orange (ich würde etwas weniger nehmen)
1 kleine Knoblauchzehe, zerdrückt
Abgeriebene Schale einer halben Zitrone + 1 TL Saft
1 TL Harissa, gekauft oder selbst gemacht
100 g griechischer Sahnejoghurt
ca. 15 g Pistazien, grob gehackt
Salz und Pfeffer

Butter und Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, die Karottenscheiben hinzufügen und ca. 6 Minuten anbraten, bis die Möhren etwas Farbe angenommen haben.
Mit der Gemüsebrühe auffüllen und für ca. 25 Minuten köcheln lassen, sie sollten richtig weich sein und nur noch wenig Flüssigkeit in der Pfanne. Im Blender mit 1/2 TL Salz grob pürieren und ein wenig abkühlen lassen. Dann die Orangenschale, Harissa, Knoblauch, die Hälfte der Zitronenschale unterrühren, mit etwas schwarzem Pfeffer würzen.
Joghurt mit dem Rest der Zitronenschale und dem -saft verrühren, salzen und auf einer kleinen Platte verteilen, die Möhrenpaste obenauf geben. Pistazien darüberstreuen und mit etwas Olivenöl beträufeln, servieren.

Schmeckt lauwarm am besten, aber auch kalt noch sehr gut.

 

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Innere Werte: Karamellstreuselschnitten

Einen Schönheitspreis gewinnen sie wohl nicht, diese irgendwie doch recht unscheinbaren und unbunten Karamellstreusel…
Aber sie sind so unglaublich gut! Und darauf kommt es doch schließlich an, oder?

Je älter ich werde, desto klarer wird mir auch, dass jede Schönheit irgendwann vergänglich ist, gerade im Herbst wird mir das oft sehr bewusst.
Im Garten wirft gerade alles die Blätter ab, die allerletzten Blumen stecken die verbliebene Kraft in einige wenige Blüten, bevor bald alles kahl und nackt sein wird.
Einen kleinen Vorteil bietet uns das aber auch, denn dann gibt die Natur wieder den Blick auf die sanften Hügel der Haardt und wunderschöne Sonnenuntergänge frei.

Und auch die eigene äußere Schönheit hält ja nicht ewig, was aber auch nicht so schlimm ist, solange man nicht anfängt damit zu hadern und noch ein paar andere Qualitäten bzw. Interessen hat.
Ich habe festgestellt, dass ich heute wesentlich glücklicher und zufriedener bin als mit 20, wenn auch nicht mehr ganz so glatt und straff.
Das Leben ist schön und ganz sicher nicht von Äußerlichkeiten abhängig.
Ein bisschen Pflege hier und da und ab und zu ein schöner Beauty- und Wellnesstag tut aber der Seele gut, wenn ich mich hier inspirieren lassen will, schau ich am liebsten bei den FabForties vorbei, ein schöner Blog für fabelhafte Frauen über vierzig von Irit, Janne und dem Zebra.
Hier geht es nicht ausschließlich um Kosmetik von außen, sondern auch um so schöne Dinge wie Glück, Zufriedenheit und gute Bücher.

Also, gebt diesen auf den ersten Blick so unscheinbaren Streuselschnittchen eine Chance, sie sind auch wirklich sehr einfach zu backen.

Ein mürber, ausgesprochen buttriger Boden, darauf kommt eine karamellige Creme, die ganz schnell aus gesüßter Kondensmilch gekocht wird und darauf wieder buttrige Streusel.
Hab ich schon erwähnt, dass die Schnitten sehr buttrig sind?  Ich habe deshalb die Stückchen sehr klein geschnitten, denn sie sind wirklich reichhaltig, aber gerade dadurch so köstlich.
Die Creme karamellisiert beim Backen nochmals ein bisschen und wenn ihr euch genau an das Rezept haltet, wird die Konsistenz perfekt und lässt sich gut in Stücke schneiden.

Zutaten für eine Form von ca. 20 x 33 cm,
das Rezept habe ich hier gefunden

Für den Teig:
100 g Zucker
15 g Vanillezucker1/4 TL Salz 225 g Butter
300 g Mehl

Für die Füllung:

55 g Butter
1 TL Ahornsirup
55 g Zucker
1 Dose gesüßte Kondensmilch (sind ca. 380 ml)
1/4 TL Fleur de Sel

Den Ofen auf 175° vorheizen. Die Backform mit Backpapier auslegen.
Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz mit der Küchenmaschine zu einer hellen Creme aufschlagen.
Danach bei kleinster Geschwindigkeit nach und nach 250 g des Mehls einarbeiten, nicht lange kneten, nur so lange, bis eine schöne homogene Masse entstanden ist.
3/4 des Teigs jetzt vorsichtig und gleichmäßig in die Backform streichen, der Teig ist sehr weich.
Den restlichen Teig mit den übrigen 50 g Mehl ganz kurz verkneten.
Alle Zutaten bis auf das Salz für die Füllung in einen Topf geben, bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen und bei sehr kleiner Hitze dann 10 Minuten köcheln lassen, bis die Mischung beginnt einzudicken und eine goldbraune Farbe bekommt.
Ca. 10 Minuten abkühlen lassen.
Nun die Füllung auf den vorbereiteten Teig geben, den restlichen Teig als Streusel darüber krümeln. Auf mittlerer Schiene 25-30 Minuten backen, bis die Füllung richtig schön goldbraun ist, danach abkühlen lassen und dann erst in kleine Stücke schneiden.

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Steinpilz-Pizzette mit Hefe-Kartoffelteig und Petersilien-Crème Fraîche

Königsklasse.
Wenn Herr Kamafoodra das sagt, freue ich mich besonders. Und noch mehr, wenn ich mir wieder mal etwas selbst ausgedacht habe.
Er ist nämlich ein bisschen verwöhnt inzwischen, der Herr. Aber auch mein bester Kritiker und immer ehrlich.
Hat er das von unserem Kater, also das Verwöhntsein, oder der Kater von ihm?

Diese eigentlich simplen Pizzette mit Steinpilzen haben ihn aber mal wieder vom Hocker gerissen und er war richtig begeistert.
Sie sind aber auch so gut gelungen…

Nachdem wir es dieses Jahr gar nicht geschafft haben, sammeln zu gehen und ich von den unglaublichen Funden vom vorletzten Jahr nur träumen kann, habe ich heute beim Einkauf dann doch noch zugeschlagen, es gab wunderschöne, feste kleine Steinpilze, die mitdurften, in eine schöne altmodische braune Papiertüte verpackt.

Steinpilz und Kartoffeln ist für mich eine so wunderbare Kombi, aber ich hatte irgendwie Lust, die kleinen Schönheiten auf einer Pizzette zu verarbeiten.
Die Lösung: Ein Kartoffel-Hefeteig musste her. Ich musste ein bisschen ausprobieren, erst hatte ich das Verhältnis Kartoffeln – Mehl 1 : 1, damit war der Teig aber viel zu klebrig. Also noch ein Löffelchen Mehl und noch eines und irgendwann war die Konsistenz gut.
Nach dem Backen war ich absolut hingerissen von diesem Kartoffelteig, der außen superknusprig ist und innen sehr  saftig und fluffig, man sollte ihn für diese kleine Pizza auch nicht zu dünn machen.

Darauf wird dann eine Creme aus viel Petersilie, Crème Fraîche und ein klein wenig Knoblauch gestrichen, die in Scheiben geschnittenen Steinpilze darauf verteilt und Flöckchen von aromatischem Büffelmozzarella darüber gestreut.
Goldbraun und knusprig gebacken sind die Pizzette Porcini mit einem Salat ein schönes vegetarisches und herbstliches Abendessen.

Zutaten für 2-3 Personen:
Teig:
250 g Mehl
200 g Kartoffeln, mehligkochend (ich habe Agria verwendet)
1/3 Hefewürfel
50 ml Milch, lauwarm
1 Prise Zucker
1 TL Salz
1 EL Olivenöl

Für den Belag:
einige schöne feste, kleinere Steinpilze
1 Knoblauchzehe, zerdrückt
1/2 großer (oder ein ganzer kleiner) Bund glatte Petersilie, die Blätter
130 g Crème Fraîche
1 TL Olivenöl
Meersalz
100 g Büffelmozzarella

Die Kartoffeln schälen, gar kochen und mit einem Stampfer fein zerstampfen.
Die Hefe in der lauwarmen Milch mit einer Prise Zucker auflösen, dann alle Zutaten für den Teig mischen und mindestens 10 Minuten mit der Küchenmaschine kneten.
40-60 Minuten gehen lassen.
In der Zwischenzeit Petersilie mit Crème Fraîche, der Knoblauchzehe und dem Olivenöl pürieren, die Creme mit Meersalz abschmecken. Den Ofen auf 225° vorheizen.
Steinpilze putzen und in Scheiben schneiden.

Den Teig nach der Ruhezeit in 6 Teile teilen und zu kleinen Kreisen ausrollen. Etwas von der Petersiliencreme darauf verstreichen, mit einigen Steinpilzscheiben belegen und etwas Büffelmozzarella darüber bröseln.

Die Pizzette im vorgeheizten Ofen backen, bis der Käse schön goldbraun ist (ca. 15-20 Minuten).

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Blondinen bevorzugt? Schoko-Haselnusstörtchen mit blonder Schokoladenmousse

Marylin Monroe oder Ava Gardner?
Ryan Gosling oder Johnny Depp?

Ich kann mich bei solchen Dingen immer ganz schlecht entscheiden und jeder bzw. alles hat ja auch seine Reize.
Außerdem, wenn man sich nicht stur auf ein Beuteschema festlegt, ist die Welt und das Leben um einiges vielseitiger.
Nicht nur was die optischen Reize von Menschen angeht, sondern in allen Bereichen und so auch beim Essen, insbesondere bei Schokolade.
Dunkle, samtige Schokoladenkuchen liebe ich (obwohl ich dunkle Schokolade pur gar nicht so gerne esse…), aber auch gute Milchschokolade hat durchaus ihre Vorzüge.

Als ich aber letztes Jahr die neue Dulcey von Valrhona entdeckt habe, war es um mich geschehen. Eine blonde Schokolade, sanft und zartschmelzend, mit einem feinen Karamell- und Biskuitaroma, aber erstaunlicherweise doch recht wenig süß und mit einem ganz leichten Hauch von Salz. Optisch mag sie ein wenig an Caramac erinnern – der Geschmack ist aber viel subtiler und wie schon gesagt mit viel weniger Süße.
Ich habe sie bis jetzt meistens pur geknabbert, wollte sie nun aber doch mal gerne verarbeiten.

Man kann nicht alles haben? Doch, hier schon. Ich hab mir ein Törtchen ausgedacht mit einem dunklen Boden aus Kakao und mit Haselnüssen, getoppt von einer Mousse aus cremig-heller Dulcey mit Sahne aufgeschlagen. Darauf dann noch ein paar geröstete Haselnüsse.

Die Törtchen sind super gelungen, der Boden war saftig-nussig-schokoladig, aber nicht zu schwer und harmonierte sehr gut mit der sanft-blonden Mousse.
Beim Kochen ist es mir noch nie schwergefallen, mir Rezepte einfallen zu lassen, beim Backen bin ich aber jedes Mal doch ein bisschen glücklich, wenn alles so gut gelingt, denn hier geht nicht so einfach Pi mal Daumen, ein bisschen zu viel oder zu wenig von etwas und der Kuchen ist ein Desaster.

Bei dem wunderschönen Herbstwetter gestern musste sie natürlich unbedingt vorm Haselnussstrauch fotografiert werden, auch wenn diese Nüsse nicht aus dem Garten waren – zu wenige und zu klein waren die Haselnüsse.

Die Menge reicht für ca. 5 Törtchen in der Größe von Dessertringen.

Für den Teig:
110 g Butter
100 g brauner Zucker
1 EL Vanillezucker
25 g Kakaopulver, ungesüßt
2 Eier, Größe S-M
100 g Mehl
60 g Haselnüsse, gemahlen

Ofen auf 180° vorheizen

Mehl mit Haselnüssen und Kakaopulver vermischen.
Butter mit Zucker zu einer hellen Creme aufschlagen, dann die Eier gut unterrühren.
Die Mehlmischung unterrühren, alles ca. 2 cm dick in einer Browieform oder auf einem Blech verteilen.
Ca. 25 Minuten backen (Stäbchenprobe). Abkühlen lassen, dann mit einem Dessertring kreisförmige Böden ausstechen (die Böden sollten unten im Ring drin bleiben).

Für die Mousse mit Dulcey Schokolade:
150 g Dulcey von Valrhona
100 ml Sahne
einige geröstete und grob gehackte Haselnüsse zur Deko

Sahne erhitzen, wieder ein wenig abkühlen lassen und die Schokolade darin auflösen. Mindestens 2 Stunden an einem kühlen Ort (nicht im Kühlschrank, das ist zu kalt) abkühlen lassen, dann mit dem Schneebesen der Küchenmaschine zu einer hellen Creme aufschlagen.

Die Creme auf den Böden verteilen, mit ein paar gerösteten Haselnüssen bestreuen und entweder im Kühlschrank oder an einem kühlen Ort komplett fest werden lassen, dann aus den Dessertringen herausschieben.

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