Mini-Tartelettes mit Rhabarbercurd und Crème Double

Zum zweiten Mal hab ich nun den rhabarberhassenden Mann hier dazu bekommen, etwas mit den sauren Stangen doch zu mögen.
Schon eine Weile spukt mir das Rhabarbercurd von Vera im Kopf herum und zur gerade auf Hochtouren laufenden Saison war es nun endlich so weit.

Endlich nachgemacht, muss ich ihr leider recht geben – man muss sich schwer zusammenreißen, die Gläser nicht einfach so im Vorbeigehen mal auszulöffeln, denn dieser Curd ist wirklich unglaublich gut.
So gut, dass er sich mit meinem allerliebsten buttrigen Mürbeteig vereinen durfte, zu ein paar Mini-Tartelettes mit einem kleinen Klecks Crème Double obendrauf.
Kleine, köstliche Häppchen, die leider viel zu schnell im Mund verschwinden, das ist das einzige, was ich an diesem ganzen Rhabarber/Mürbeteig/Curd Ding zu bemängeln hätte.

Durch das Mitkochen der Schale und die wenigen Erdbeeren entsteht ein wunderschöner, sehr pinker Saft, der dann allerdings durch das Mischen mit Ei bzw. Eigelb eine eher apricotfarbene Tönung enthält, also nicht wundern, wenn sich die Farbe etwas verändert, das ist ganz normal und kommt eben dabei raus, wenn man pink und orange mischt.

Einmal mehr hab ich nun den Mann hier, der behauptet, Rhabarber so gar nicht zu mögen, dazu verführen können. Denn der Curd und ganz besonders in Verbindung mit den kleinen Tarteletteböden hat es ihm dann doch sehr angetan.

Meine Crème Double Kleckse gefallen mir nicht so gut, ich habe eine zu feine Tülle verwendet, als mir das bewusst wurde, war es schon zu spät und es kommt ja schließlich auf den Geschmack an.
Jedenfalls ist so ein kleines Cremekleckschen obenauf sehr zu empfehlen, man kann es auch einfach mit einem kleinen Löffelchen darauf setzen.
Die nächste Ladung (die schon in Planung ist…) werde ich mit einem Baiserhäubchen ausprobieren, wie bei einer Tarte au Citron Meringuée, auch das ist bestimmt eine feine Alternative.

Einen schönen Sonntag wünsche ich euch, ich habe übrigens vorhin festgestellt, dass es bei keinem einzigen Weihnachtsmarktbesuch letzten Winter so kalt war wie heute… man kann sich gerade nur noch wundern über das Wetter.

Für den Curd (ergibt ca. 500 ml):
500 g Rhabarber, gewaschen und geputzt, aber mit Schale
4 – 5 kleine Erdbeeren, gewaschen und entstielt
70 g Wasser
1 EL Zitronensaft
100g Zucker
1 EL Vanillezucker
2 Eier, Größe M
4 Eigelb, Größe M
2 gestrichene TL Speisestärke
2 EL Wasser
100 g Butter

Den gewaschenen und geputzten Rhabarber (mit Schale!) in grobe Stücke schneiden.
Mit den Erdbeeren, Wasser und Zitronensaft in einen Topf geben, zum Köcheln bringen und bei kleiner Hitze 10-15 Minuten köcheln lassen bis der Rhabarber ganz zerfallen ist.
Das entstandene Kompott durch ein feines Sieb passieren und 250 ml von dem so gewonnen Saft abmessen, den Zucker und Vanillezucker unterrühren.

Jetzt ein Wasserbad vorbereiten mit einem großen Topf mit siedendem Wasser und einem kleineren für den Curd, in diesen den Rhabarbersaft hineinfüllen sowie Eier und Eigelbe. Stärke mit 2 EL kaltem Wasser glatt rühren und zufügen. Jetzt dauernd rühren, anfangs am besten mit einem Schneebesen.
Ich habe festgestellt, dass das Wasserbad bei Curd generell anfangs ganz wichtig ist, sonst flocken die Eier aus, sobald das ganze aber ein klein wenig anfängt einzudicken, stelle ich den Topf mit dem Curd bei ganz kleiner Hitze direkt auf den Herd und rühre da weiter, jetzt mit einem Holzlöffel.
Zum Schluss die in grobe Stücke geschnittene Butter unterrühren, die Massen in sterilisierte Schraubgläser füllen, abkühlen lassen und am besten über Nacht im Kühlschrank kühlen, dabei wird der Curd noch mal fester.

Für die Tartelettes einen Mürbeteig nach diesem Rezept zubereiten (mein Lieblingsmürbeteig, seit ich diese Variante kenne, gibt es hier keinen anderen mehr!) und den noch warmen Teig so dünn wie möglich in eine Mini-Muffinform drücken. Die im Rezept angegebene Teigmenge reicht für ca. 1 1/2 Mini-Muffinformen.
Ich habe jeweils ca. 1 TL Teig in eine Mulde gegeben und den Teig dann mit Hilfe eines Caipirinha-Holzstößels an die Mulde angepasst.
Den Teig bitte hier nur 10-12 Minuten backen, er ist in den kleinen Förmchen schneller gar.
Abkühlen lassen, mit dem Rhabarbercurd füllen und mit einem kleinen Klecks Crème Double garnieren. Im Kühlschrank sind die Mini-Tartelettes ca. 1-2 Tage haltbar, aber bei uns waren sie viel schneller aufgegessen…

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Frühlingsgrün: Tarte mit Frühlingszwiebeln und Erbsen-Ricottacreme

Grün geht es hier weiter.
Denn da draußen tobt der Frühling.
Darf man toben zu Frühling sagen? Vor allem, wenn er gerade nicht die erwünschten Temperaturen im Gepäck hat und doch recht feucht daher kommt?
Den vielen Regen finde ich persönlich gerade äußerst praktisch, denn ich hab Rasen nachgesät, Päonienmohn, Kapuzinerkresse und viele duftende Wicken und ich spare mir gerade viel Zeit fürs Wässern.
Die erste Ernte gab es am Wochenende, knackigen grünen Pflücksalat, zart und frisch, herrlich.
Der Kater scheint frisch verliebt in ein junges, nobles Kätzchen mit weißem Halsband, leider hat er dafür die einäugige Streunerkatzenfreundin anscheinend abserviert.
Doch, auch ohne richtiges T-Shirt-Wetter ist der Frühling in vollem Gange und meine große Lust auf Grün auch auf dem Teller habe ich in einer Blätterteigtarte mit einer herrlich grünen, leicht zitronigen Erbsen-Ricottacreme und frischen Frühlingszwiebeln umgesetzt.

Dazu ein bisschen Salat, einen Teil aus dem Garten und ein wenig Wildkräuter mit Blumen zugekauft.

Eigentlich hatte ich noch ein paar paar gebratene Speckstreifchen obenauf geplant,mir ist aber erst danach aufgefallen, dass ich die total vergessen hatte. Allerdings hätten die wunderbar zur milden, fast süßen Erbsencreme und den gebackenen Zwiebeln gepasst…

Für die Tarte könnt ihr entweder selbstgemachten Blätterteig nach diesem Rezept nehmen oder natürlich auch einen gekauften, allerdings lohnt es sich, vom hausgemachten Blätterteig immer eine größere Menge zu machen und einzufrieren. Bei Bedarf ist er schnell aufgetaut und auch wenn die meisten Menschen immer denken, Blätterteig selbst zu machen sei eine Riesenarbeit, nö, das ist es eigentlich nicht wirklich.
Und der Geschmack lohnt wirklich jede Mühe.

Es gibt leider kein Foto von der angeschnittenen Tarte, denn:
Ich habe vergessen, meine Messer zu schärfen und das am nächsten Tag gleich nachgeholt. Keine scharfen Messer, kein schöner Schnitt. Und gefährlich finde ich es auch noch, denn geschnitten hab ich mich bisher fast immer nur an stumpfen Messern.
Aber lasst euch versichert sein, der Anschnitt enthüllt eine saftige, aprilgrüne Masse auf einem blättrig-knusprigem Boden, ihr müsst jetzt einfach mal mitmachen und eure Fantasie etwas spielen lassen.

Genießt den Frühling, genießt den April mit seinem strahlenden Grün, genießt den sanften Regen und die frische, kühle Luft, für Sommerkleidchen ist bald noch genug Zeit und dann höre ich schon wieder die ersten stöhnen von wegen Hitze.
Eine schöne Restwoche wünsche ich euch!

Zutaten für eine Tarteform von 34 x 11 cm:

ca. 180 g Blätterteig
170 g Erbsen, ausgelöst (frisch oder TK)
abgeriebene Schale einer kleinen halben Zitrone und 1 TL Saft
150 g Ricotta
1 sehr kleine, junge Knoblauchzehe
TL Salz
Schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
2 EL Gemüsebrühe
1/2 Bund Frühlingszwiebeln, möglichst dünne
etwas Olivenöl zum Bepinseln
Fleur de Sel
optional: ein paar knusprige Speckstreifen

Ofen auf 210° vorheizen. Die Tarteform einbuttern und mit Blätterteig auskleiden. Erbsen ganz kurz blanchieren, eiskalt abschrecken und mit dem Ricotta und der Brühe in einen Blender geben. Zu einer feinen Masse verarbeiten, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Frühlingszwiebeln waschen, putzen und die Enden mit den Wurzeln abschneiden.
Erbsencreme auf den Blätterteig streichen, die Frühlingszwiebeln ganz und der Länge nach darauflegen. Die Zwiebeln mit etwas Olivenöl bepinseln und mit Fleur de Sel bestreuen und im Ofen backen, bis der Teig goldbraun und die Zwiebeln ebenfalls leicht gebräunt sind.
Wer möchte, kann während der Backzeit ein paar feine Speckstreifen noch knusprig braten und vor dem Servieren auf die Tarte geben.

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Küchenyoga: Le Petit Pot au Caramel salé – Karamellcreme mit Fleur de Sel

Uhhhm. Aaaaah. Mmmmh. Rrrrrrhhh. Ohhhhh.
Am liebsten würde ich dieses Dessert Grunzcreme benennen, denn es ist einfach zu köstlich und verleitet zu Geräuschen.
Aber Petit Pot au Caramel hört sich wahrscheinlich doch ein wenig anziehender an.
Ich liebe es, wenn Gerichte Laute der Entzückung sowie ein glückliches Lächeln entlocken , ich meine natürlich nur die während des Essens und keine wie auch immer gearteten Geräusche danach.

Ein kleines Gläschen mit einer Creme aus Butterkaramel, Milch und Sahne, bestreut mit ein paar zarten, knusprigen Salzflöckchen…
Eine Creme, die im Mund schmilzt, einen Moment am Gaumen bleiben und nicht gleich heruntergeschluckt werden möchte und ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.
Ein Geschmack, der an Kindheit erinnert, aber gleichzeitig doch irgendwie erwachsen ist…

Glück in einem kleinen Töpfchen. Luxus.
In kleinen Einheiten sollte dieses Dessert unbedingt serviert werden, denn es ist doch ein Kalorienbömbchen und recht sättigend.
Außerdem – ich finde, so ein kleines Gefäß lässt sich viel aufmerksamer und genüsslicher essen. Dann lieber noch ein zweites hinterher wenn es gar nicht reicht.

Niemals würde ich diese Karamellcreme in einer großen Schüssel zubereiten und womöglich mit einem großen Löffel lieblos auf einen Teller klatschen. Oder, noch schlimmer, gleich aus der Schüssel essen…
Nein, nie würde ich das dieser wunderbaren Creme antun, das hat sie einfach nicht verdient.
Das Glück wird nicht proportional größer, wenn man es aus großen Schüsseln löffelt (gilt übrigens nicht nur für Süßkram) und gerade so ein kleines Gläschen oder Töpfchen hilft manchmal ungemein, sich auch an kleineren Dingen zu erfreuen und sie wertzuschätzen.

Diese Karamellcreme wird im Wasserbad im Ofen zubereitet und ist oben ein bisschen fester und unten ein wenig weicher und dieser kleine Unterschied sorgt nochmals für eine kleine Geschmacksvariante. Obenauf kann man noch ein wenig Fleur de Sel streuen.

Ein bisschen aufpassen muss man nur bei der Herstellung des Karamells, aber wenn man das ein paar Mal gemacht hat, bekommt man ein Gefühl dafür.
Und wie die Frau Ziii in diesem tollen Post zur Herstellung von Karamell schon erwähnt, bitte nie, nie mit den Fingern in das heiße, flüssige Karamell fassen, das kann üble Verbrennungen nach sich ziehen.
Karamell ist so ein Zen-Ding, Yoga in der Küche, man muss mit voller Achtsamkeit dabei sein, dafür wird man mit einem wunderbaren Genuss belohnt, wenn man alles richtig gemacht hat.

So.
Ich hoffe, ihr habt jetzt keine Zweifel mehr, was ihr an diesem Wochenende zubereiten werdet. Und ihr lauft jetzt wie ferngesteuert in die Küche und bereitet genüsslich, sorgfältig und langsam Karamell zu – es lohnt sich.

Zutaten für ca. 6 kleine Gläschen/Förmchen:
0,3 l Sahne, Zimmertemperatur
0,2 l Milch, Zimmertemperatur
40 g Butter
4-5 Eigelb, je nach Größe
120 g Zucker
Fleur de Sel nach Geschmack

Ofen auf 160° vorheizen. Butter bei mittlerer Hitze in einem schweren Topf schmelzen, den Zucker hinzugeben, alles vorsichtig bräunen lassen. Die Textur wird zwischenzeitlich kurzzeitig etwas sandig, weitermachen, bis die Zutaten flüssig/cremig sind.
Dann langsam die Sahne  hinzufügen, Achtung, das zischt jetzt etwas. So lange rühren, bis sich der sämtliche Klümpchen aufgelöst haben, ,dann die Milch  hinzufügen und vom Herd nehmen. Die Eigelb cremig aufschlagen. Ein paar Löffel der Karamellsahne hinzugeben, gut verrühren, nach und nach langsam den Rest unterrühren. Dann ca. 1/4 TL Fleur de Sel unterrühren und die Mischung gleichmäßig auf die Gläschen verteilen. Diese in eine feuerfeste Form stellen und mit so viel heißem Wasser füllen, dass ca. 2/3 der Gläser im Wasser stehen.
In den Ofen schieben und für ungefähr 45 Minuten garen, herausnehmen und abkühlen lassen. Am besten über Nacht im Kühlschrank kühlen, vor dem Servieren mit ein wenig Fleur de Sel bestreuen.

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Kohlrabi-Kerbelsuppe mit Vermouth

Wenn man Frühling mit einer Farbe assoziiert, ist es natürlich immer Grün. Überall sprießt es jetzt schon und das junge, zarte Frühlingsgrün ist eben auch ein ganz besonderes.
Besonders saftig, besonders strahlend, einfach besonders grün.

Wenn ich den Frühling mit Aromen in Verbindung bringe, sind sie sanft und frisch.
Chili, Curry und anderes allzu Würziges darf momentan gerne mal im Schrank bleiben, es ist Zeit für Sanftheit, für Kräuter und eben für – Grün.
Draußen fängt die Natur gerade an, zu explodieren und der Frühling hat endlich so wirklich, richtig, echt angefangen.
Im Gemüsebeet zeigen sich die ersten Sprösslinge von Spinat und Radieschen, der Rasen inklusive der saisonspezifischen Unkräuter sprießt, der Knospen am Kirschbaum sind dick und schier vorm Platzen und meine Fingernägel werden wieder malträtiert, um die sich hartnäckig darunter sammelnde Erde irgendwie wieder zu entfernen.

Mit etwas Glück findet man jetzt den ersten jungen, frischen Freilandkohlrabi, der jetzt besonders fein schmeckt. Wir essen Kohlrabi oft roh, wie einen Apfel in Stücke geschnitten.  Wer das noch nie ausprobiert hat, sollte es unbedingt nachholen!

Hier habe ich mir aber für den jungen Kohlrabi eine Suppe ausgedacht – mit Vermouth und Kerbel. Und ich kann nur sagen – Vermouth (in diesem Fall Noilly Prat) und Kohlrabi sind ein Traumpaar, die sich gegenseitig sehr schmeicheln.
Dazu das frische, ganze eigene Aroma des Kerbels, der auch noch das heißgeliebte Grün in die Suppe bringt.
Die zarten, ersten Frühlingsgemüse und Kräuter sollte man meiner Meinung nach einfach mal etwas purer genießen und in den feinen Aromen schwelgen.


Ein schönes, frühlingshaftes und grünes Wochenende voller Sonne wünsche ich euch. Hier soll es diesen Sonntag über 20° werden und ich kann es noch kaum glauben und bin schon voller Vorfreude, denn heute oder morgen wird hier tatsächlich das erste Mal der Grill angeworfen.
Hallo Frühling, ich kann gar nicht in Worte fassen, WIE willkommen du hier bist!

Zutaten für ca. 4 Portionen:

600 g junge, möglichst kleine Kohlrabi (geschält)
1 kleine Zwiebel
35 g Butter
250 ml Gemüse- oder Hühnerbrühe
150 ml Milch
70 ml Noilly Prat
70 ml Sahne
1 Bund Kerbel
Salz und weißer Pfeffer
etwas frisch geriebene Muskatnuss

Kohlrabi in Stücke schneiden, Zwiebel sehr fein hacken. Butter in einem großen Topf schmelzen, die Kohlrabistücke mit der Zwiebel darin ein paar Minuten andünsten. Mit Noilly Prat ablöschen und ganz kurz etwas einköcheln lassen. Gemüsebrühe hinzufügen, dann die Milch und Sahne und wenig frisch geriebene Muskatnuss. Köcheln lassen, bis die Kohlrabi weich ist, dann mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken.
Kerbelblättchen von den Stielen zupfen, 3/4 des Kerbels zusammen mit der Suppe in einen Blender geben und fein pürieren, danach die Suppe nicht mehr weiter erhitzen, sonst verliert der Kerbel seinen feinen Geschmack!
Den restlichen, fein gehackten Kerbel vorm Servieren unter die Suppe rühren.

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Osterspecial: 10 Rezeptideen – von süß bis herzhaft

Ostern steht direkt vor der Tür… und die Kombi “sehr früh” mit “immer noch nicht richtig warm” macht die (Menü-) Planung  nicht ganz so einfach.
Spargel ist noch lange nicht in Sicht und auch sonst gibt es noch nicht allzu viel frisches Grün von den heimischen Feldern.
Arbeiten wir eben mit dem, was es schon oder noch gibt: frische Kräuter, Spinat, Möhren, Orangen, mit ein wenig Glück auch schon etwas Rhabarber.
Und feinem Hefegebäck, das ist an Ostern nämlich ein Muss!

Viel Spaß beim Stöbern in dieser kleinen Sammlung von Rezepten rund um Ostern, was es bei mir selbst gibt, weiß ich ehrlich gesagt noch gar nicht und muss mir auch noch ein paar Gedanken machen.
Mit einem Klick aufs Bild kommt ihr direkt zum Rezept.
Einen schönen und entspannten Sonntag wünsche ich euch!

Saftiger Orangen-Mandelkuchen, ganz einfach und superschnell:

Ostersonnen aus einem perfekten, fluffigen Hefeteig:

Rhabarber-Financiers mit Mandeln:


Sunny Side Up Osterdessert aus einer Creme mit weißer Schokolade und Mangopüree:

Frisch-fruchtige Maracuja-Tartelettes:

Kleine Brioches zum Osterbrunch/-frühstück:

Ein Carrot Cake mit Frischkäsetopping und Walnüssen, der an Saftigkeit kaum zu überbieten ist:

Lammrücken mit fermentiertem schwarzen Pfeffer und Linguine mit Karottengrünpesto:

Eine Tarte, gefüllt mit frischem Spinat und mit einem Rand aus Röstkartoffeln:

Und wenn es auch an Ostern gerne etwas orientalisch sein darf, ist der persische Safranreis mit vielen frischen Kräutern und Zitronen-Knoblauch-Huhn auch eine gute Wahl:

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Pulled Ente mit knuspriger Haut im chinesischen Dampfbrötchen

Entenbrust muss immer rosa sein?
“Gepulltes” muss immer Schwein sein?
Nö.

Viele haben ihr Herz an Pulled Pork verloren. Und seit ich es das erste Mal ausprobiert habe (nach diesem Rezept hier von Juliane, das wirklich toll ist), bin auch ich dem zerfallenen Fleisch verfallen. Auch bei Zorra kann man regelmäßig das butterzarte Fleisch finden, hier zum Beispiel oder hier.
Und auch Jens “pullt” gerne, bei ihm findet man z. B. diesen genialen Burger.

Die ursprüngliche Version gehört zur “Holy Trinity” des amerikanischen Grillens und wird eigentlich in einem Smoker gebracht, da wir keinen haben, kenne ich leider diese Variante nicht, würde sie aber zu gerne mal ausprobieren.
Besonders fette und recht günstige Stücke wie Nacken oder Schulter eignen sich für diese Zubereitungsart und es ist ein tolles Essen, wenn man eine größere Party plant, denn das Fleisch gart ganz alleine vor sich im Ofen hin und kann auch länger warmgehalten werden, ohne trocken zu werden oder an Geschmack zu verlieren.

Zurück zur Ente – wer mich kennt, weiß, dass ich verrückt nach Ente bin und ebenso verrückt nach asiatischem Essen und so spukte mir schon eine Weile eine Pulled Ente im Kopf herum, mit etwas knackigem Gemüse in ein chinesisches Dampfbrötchen gepackt und unbedingt – mit knuspriger Haut zum darüberstreuen.
Crack, crack, ich liebe das Geräusch von knuspriger Entenhaut so sehr…

Aus der Idee wurde eine butterzarte, fünf-gewürzige, soja-saucige, saftige und inwgerduftende Ente, herrlich weiche, kleine Dampfbrötchen, die sich schon durch ihre Form perfekt fürs Füllen eignen und natürlich die knusprige, geschmacksintensive Haut.
Obwohl ich normalerweise lieber Keulen esse, habe ich mich hier für die Brust entschieden, wegen der Haut, die hier reichlicher vorhanden ist und sich besser zum knusprigbraten eignet.
Und hier muss sie wirklich ausnahmsweise mal nicht rosarot sein, ohne ihre Saftigkeit zu verlieren.

Ein weiterer Vorteil der Pulled Duck – sie braucht nicht so lange wie ein großes und dickeres Stück Fleisch und ist somit auch relativ spontan und in überschaubarer Zeit machbar.
Eventuelle Fleischreste lassen sich wunderbar am nächsten Tag mit etwas Reis oder Nudeln verwerten.

Originale chinesische Dampfbrötchen sind übrigens meistens ohne Milch und Ei, aber ich habe beide Varianten ausprobiert und fand diese etwas saftiger und fluffiger. Für die Brötchen braucht ihr einen Dämpfeinsatz und einen Topf mit gut schließendem Deckel.

Einen wunderschönen Sonntag wünsche ich euch!

Zutaten für 2-3 Personen:
2 mittelgroße Entenbrüste
2 TL Fünf-Gewürze-Pulver
1,5 TL Salz
2-3 EL Sojasauce (ich habe jeweils zur Hälfte helle und dunkle genommen)
ein daumengroßes Stück Ingwer, ganz fein gehackt
2 Knoblauchzehen, ebenfalls sehr fein gehackt
evtl. 1 getrocknete scharfe rote Chilischote
100 ml Geflügelbrühe oder Entenfond
1,5 EL Reisessig

Für die Dampfbrötchen:
210 g Mehl
20 g Butter
3,5 g Trockenhefe
10 g Zucker
1 kleines Ei
6 g Salz
115 g (!) Milch
etwas geröstetes Sesamöl
Quelle für das Teigrezept ist diese

Gemüse nach Belieben, in Julienne geschnitten, z.B. Frühlingszwiebeln, Karotten, Weiß- oder Rotkohl oder auch Gurke.

Aus dem Fünf-Gewürze-Pulver und dem Salz einen Rub mischen, diesen gleichmäßig in die beiden Entenbrüste einmassieren, in einen Gefrierbeutel packen und mindestens 2 h, besser über Nacht marinieren lassen.
Den Backofen auf 160° vorheizen. Sojasauce mit Brühe und Reisessig verrühren.
Die Entenbrüste in einen ofenfesten, kalten (!) Gusseisenbräter oder -pfanne legen und 10 Minuten auf kleiner Stufe erhitzen. So kommt einiges an Fett schon raus, dass ihr dann abschütten könnt. Die Pfanne jetzt richtig erhitzen und die Entenbrust nur so lange braten, bis sie rundherum braun ist. Pfanne von der Platte nehmen und in der Resthitze Knoblauch und Ingwer kurz anschwitzen, evtl. die kleingehackte Chilischote ebenso, die Flüssigkeit hinzufügen und ganz kurz ein wenig einkochen.
Jetzt die Haut der Ente vorsichtig ablösen und beiseite legen, dann den Bräter in den Ofen schieben und 20 Minuten bei 160° weiterbraten, dann die Hitze auf 120° herunterdrehen.
Die Ente braucht nun so zwischen 2 und 2,5 h, bis das Fleisch so zart ist, dass es mit einer Gabel zerteilt werden kann.
In der Zwischenzeit die Dampfbrötchen vorbereiten, Milch und Butter in einem kleinen Topf bei niedriger Hitze schmelzen. Etwas abkühlen lassen, die Mischung sollte nur noch lauwarm sein, in eine größere Rührschüssel geben, dann die Hefe einrühren. Mehl, Ei, Salz und Zucker hinzugeben. Kurz kneten, nicht zu lange, der Teig sollte sich gerade so verbunden haben, dann eine Kugel formen und abgedeckt ca. eine Stunde gehen lassen.
Den Topf mit dem Dämpfeinsatz vorbereiten, aus dem Teig kleinere, gleich große Kugeln formen, diese zu einem Oval ausrollen, mit etwas Sesamöl bepinseln und quer zusammenklappen.

Nochmals kurz gehen lassen, in dieser Zeit die Ente aus dem Ofen nehmen und auf dem Herd auf kleinster Stufe warmhalten. Die Grillfunktion des Ofens einschalten, die Entenhaut in eine feuerfeste kleine Form geben und auf der zweitobersten Schiene knusprig braten.
Herausnehmen und in feine Streifen schneiden, zusammen mit dem Gemüse auf einer Platte anrichten.
Die Dampfbrötchen auf den Dämpfeinsatz legen, Deckel fest verschließen und für ca. 8 Minuten dämpfen, bis die Brötchen gegart sind, es empfiehlt sich ein Testbrötchen.
Brötchen mit Entenfleisch, Gemüse und knuspriger Haut füllen und genießen.

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