Paella Mixta und eine Verlosung

Wenn Reishunger für eine Kooperation anfragt, kann ich nicht Nein sagen. Schon letztes Jahr haben sie mich mit ihrem tollen Testpaket, das ich in diesen bunten Reissalat mit Mango und Kokos verwandelt habe, restlos überzeugt.
Der Reis hat wirklich Spitzenqualität und das ausnahmslos (ich habe inzwischen fast alle Sorten durchgetestet), die Verpackungen stylish und der Service super.

Neu im Programm sind die Rezeptboxen von Reishunger, die den jeweils passenden Reis, Zutaten wie z. B. Currypasten etc. und natürlich das Rezept enthalten. Einzig die frischen Zutaten wie Gemüse müssen dann noch eingekauft werden.
Ein, wie ich finde, sehr schönes Geschenk, vielleicht gerade für nicht allzu versierte Köche, die sich mit etwas exotischeren Dingen nicht so leicht tun und gerne mal etwas ausprobieren möchten.

Ich wollte gerne die Paella Box testen, weil ich erstens noch nie eine Paella selbst gemacht habe und zweitens den passenden Bomba Reis gerne probieren wollte.

Und so gibt es hier einen kleinen Ausflug nach Spanien heute sowie zum Abschied des Winters noch mal ein knalliges Gelb-Orange – mit einer Paella Mixta.
Ich hätte zwar lieber eine mit Kaninchen gehabt, aber es war gerade nirgendwo eines aufzutreiben und so gab es dann diese Variante, mit Hühnerschenkelfleisch, Grünschalmuscheln und Garnelen.

Eigentlich ist die gemischte Version eine Paella Turista – also eine für Touristen und nicht wirklich original spanisch, da Fleisch und Meeresfrüchte kombiniert werden.
Aber auch eine herrliche Erinnerung an manche Spanienurlaube in jungen Jahren und ergo für mich persönlich völlig legitim, mit der Ausnahme, dass es alles aus dem Meer bei mir recht selten gibt und ich wegen der Überfischung lieber öfters auf Süßwasserfische ausweiche.

Und auch für euch gibt es ein Paella Paket zum Testen zu gewinnen, die Teilnahmebedingungen für die Verlosung sind:

  •  Eine deutsche Versandadresse
  • Hinterlasse bis 7. März 2014, 23:59 einen Kommentar zu diesem Artikel, in dem du erwähnst, dass du gerne   gewinnen möchtest
  • der Kommentar muss eine gültige E-Mail Adresse enthalten (ist nicht öffentlich sichtbar), so dass ich dich im Gewinnfall benachrichtigen kann und du mir die Versandadresse mitteilen kannst. Diese muss mir innerhalb von einer Woche  bekannt gegeben werden, sonst verfällt der Gewinn.
    Die Auslosung erfolgt per Zufallsgenerator und der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Eine richtige Paella Pfanne habe ich nicht (war ja auch das erste Mal für mich) und mir deshalb mit meiner großen Sauté von Le Creuset beholfen.
Wobei ich eine Tücke entdeckt habe: Die Paella sollte eigentlich nicht mehr umgerührt werden, sobald die Flüssigkeit dazu gegossen wurde. Da die Pfanne aber recht groß ist (28 cm) und somit ein bisschen größer als das Ceranfeld meines Herdes, köchelte der Reis mit der Flüssigkeit im Inneren wesentlich stärker als am Rand, so dass die Körner im Inneren sehr viel schneller gar gewesen wären und die äußeren noch hart.
Also eine kleine Runde Anarchie und ein wenig gerührt.
Da man eine Paella aber am besten eh über dem offenen Feuer zubereitet, könnte ich mir eine Zubereitung auf dem Grill sehr gut vorstellen.

Der Bomba Reis war wie erwartet super, das wunderbar fruchtige spanische Olivenöl hat mich ebenfalls überzeugt.
Die Paella Würzmischung ist eine original spanische, d.h. sie enthält unter anderem Safran, aber auch noch einige andere Gewürze. Mir war es ein bisschen zu wenig Safran, also hab ich einfach noch welchen hinzugefügt.

So, und hier noch schnell das Rezept bzw. meine Variante davon:

Zutaten für 3-4 Portionen:
4-5 Hühnerunterschenkel
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 große rote Spitzpaprika
2 mittelgroße Tomaten
1 gute Handvoll Erbsen, frisch oder TK
350 g Paella Reis
400 – 500 ml Hühnerbrühe
1 Päckchen Paella-Gewürz
1 Briefchen Safran
6-8 Grünschalmuscheln
6-8 Garnelen
einige EL Olivenöl
Salz
1 große Zitrone

Die Hühnerschenkel häuten, Fleisch vom Knochen lösen und in Stücke zerteilen.
Zwiebel würfeln, Spitzpaprika waschen, putzen und in Streifen schneiden. Knoblauch fein hacken. Tomaten entkernen und in Würfel schneiden.
Hühnerbrühe in einem Topf leicht erhitzen, Safran und Paellagewürz darin auflösen.
Jetzt Olivenöl in einer großen Eisenpfanne erhitzen, das Huhn darin einige Minuten goldbraun anbraten. Hitze etwas herunterdrehen, Zwiebel und Paprika hinzufügen, ebenfalls anbraten, dann den Knoblauch dazu, kurz weiterrühren.
Nun den Reis dazugeben, alles einmal gut durchrühren, bis er gut vom Olivenöl benetzt ist, die Tomaten dazugeben und alles mit 400 ml der Hühnerbrühe aufgießen.
Nun ca. 30 Minuten köcheln lassen, bis der Reis die Flüssigkeit weitestgehend aufgenommen hat. Wenn ihr merkt, dass es zu wenig Flüssigkeit werden sollte, noch ein wenig nachgießen.
10-12 Minuten vor Ende der Garzeit die Grünschalmuscheln mit der Schale nach oben auf den Reis legen, so dass sie garen können. In dieser Zeit auch einen kleinen Topf mit Wasser aufkochen, dann vom Herd nehmen und die Garnelen ca. 4 Minuten garziehen lassen, herausnehmen und auf die fertige Paella legen.
Zitrone in Achtel schneiden, am Rand der Paella zusammen mit den Grünschalmuscheln in den Reis stecken, in der Pfanne servieren.

 

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Madeleines-Testreihe: Lea Linster

Chapeau, Mme. Linster!
Das zweite getestete Madeleine Rezept ist eigentlich schon Perfektion und ich verstehe jetzt, warum sie dafür berühmt ist.
Ganz ohne Eigelb, nur mit fluffigem Eiweiß kommen sie aus, außen leicht knusprig und innen saftig kommen sie daher.
Ja, genau so sollen für mich Madeleines sein… einzig ein wenig Zitronenschale hätte ich noch gerne darin gehabt.

Auch hier muss der Teig über Nacht ruhen, der gleiche Hintergrund wie bei dem Rezept von Pierre Hermé: Ausbildung der hübschen, typischen Madeleine-Beulchen!

Anders als bei Hermés Rezept wird aber die Butter vorab geschmolzen und leicht gebräunt, was später dann geschmacklich toll rauskommt und gut zu den enthaltenen Mandeln passt.

Fazit: ein Rezept steht noch aus, das von Heston Blumenthal, aber dieses hier ist schon sehr nahe an meiner Vorstellung der perfekten Madeleines.

Eine weitere Feststellung:
Am schwierigsten finde ich, genau die richtige Menge einzufüllen. Zu viel in den einzelnen Förmchen, dann quillt es über, zu wenig, kaum Beulchen… erfordert für mich persönlich noch ein bisschen Übung.

Das hier war jedenfalls Schlichtheit in Perfektion… ich bin gespannt auf mein letztes Testobjekt.

Zutaten für eine Madeleines-Form:
80 g Butter
3 große Eiweiß
100 g Puderzucker
60 g Mehl
40 g fein gemahlene Mandeln
evtl. 1 TL Honig (habe ich weg gelassen)
1 Messerspitze Backpulver

Die Butter erhitzen, bis sie leicht gebräunt ist und die Eiweiße steif schlagen. Puderzucker und Mehl sieben, beides mit den Mandeln vermischen. Unter den Eischnee heben, die Butter unterziehen und evtl. den Honig.
Ruhezeit über Nacht im Kühlschrank.

Kurz vorm Backen das Backpulver unterheben, die Madeleineform ausbuttern und mit etwas Mehl bestäuben, Ofen auf ca. 180-190° vorheizen.
Mit einem Löffel den Teig in die Förmchen einfüllen und etwas glatt streichen (ich nehme dafür ein in Wasser getauchtes Messer).
Wie schon erwähnt, nicht zu viel, nicht zu wenig, auf gar keinen Fall die Förmchen bis zum Rand voll  machen.
15-20 Minuten backen, bis sie schön goldbraun sind und warm aus der Form lösen.

 

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Blutorangentarte mit hausgemachtem Blätterteig, Crème Fraîche und Salzkaramell

Kennt ihr eigentlich schon den tollen Blog von Roger?
Nein? Dann wird es aber Zeit!

Roger ist Schweizer, Profikoch und begeistert mich in den letzten Monaten mit wundervollen Rezepten, gesammeltem Fachwissen, tollen Anleitungen und einer unglaublichen Hilfsbereitschaft bei Fragen aller Art.
Und rief mir ein verdrängtes Projekt ins Gedächtnis – hausgemachter Blätterteig. So richtig schön mit Butter und nicht dieser Industriekram, in dem nur üble gehärtete Fette verarbeitet werden.

Und der ja wirklich eigentlich ganz einfach ist und eben nur ein bisschen Zeit braucht. Wer (so wie ich…) denkt, dass man für die dünnen Knusperschichten sicher viele hauchdünne Schichten ausrollen muss, hat weit gefehlt. Ein paar Mal ca. 1,5 cm dick ausrollen, ein paar Mal falten, zwischendrin immer schön ruhen lassen, schon fertig.

Mit diesem Blätterteig habe ich mir dann passend zur aktuellen Blutorangensaison eine Tarte ausgedacht – mit Blutorangen natürlich, die auf einem Bett von Crème Fraîche,  die nur leicht mit etwas Vanillezucker gesüßt wird, gebacken wird und schließlich mit Salzkaramell beträufelt.

Orange ist wohl meine Farbe im Winter, wenn ich mir so meine letzten Posts anschaue, ist es die dominierende Farbe, ob Topf oder Zutat… scheint meiner Seele im Wintergrau wohl gut zu tun.
Die Blutorangen sind für mich immer noch ein besonderes Highlight im späteren Winter, herber, dunkler, aromatisch. Und so schön!

Ich glaube, die Tarte schmeckt frisch am besten, kann es aber gar nicht genau sagen, denn sie war so schrecklich schnell verschwunden!!
Teig und Belag sind kaum gesüßt, die notwendige Süße kommt vom Salzkaramell, den man je nach Vorliebe etwas mehr oder weniger darübersprenkeln kann.
Und gekauften Blätterteig gibt es bei mir auf jeden Fall erst mal nicht mehr, das ist einfach nicht zu vergleichen und ich hoffe, ich kann euch auch zum Selbermachen motivieren, seht ihr diese wunderbaren, knusprig-blättrigen Schichten?

Zutaten für den Teig:
(ich schätze mal, die Menge passt prima für eine runde Tarteform, für diese eckige war sie zu groß. Allerdings hab ich sowieso gleich die doppelte Menge gemacht und eingefroren)
190 g Mehl
3 g Salz
ca. 80 g Wasser
135 g Butter

Zuerst Wasser, Salz  und Mehl zu einem glatten Teig verkneten. Zu einer Kugel formen, in eine Schüssel geben, abdecken und ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.
Eine ausführliche Faltanleitung gibt es bei mir nicht noch mal, wie man die Butter platziert, findet ihr hier bei Micha sehr schön erklärt und wie man mit dem restlichen Teig vorgeht, ist bestens hier bei Roger erklärt.

Die Teigkugel nun kreuzförmig einschneiden, die Lappen nach unten drücken, so dass ein Quadrat entsteht und ca. 1 cm dick ausrollen. Darauf die Butter in dünnen Scheiben legen. Nun wie bei Micha beschrieben einfalten und vorsichtig wieder zu einem ca. 1,5 cm dicken Rechteck ausrollen, die Butter darf nicht durch den Teig quellen.
Dann bekommt der Teig seine erste einfache Tour – das heißt, ein Drittel wird eingeklappt, das restliche Drittel darüber, siehe Anleitung Roger.
Ab in den Kühlschrank für 2 Stunden mit dem Teig und danach gleich noch mal wiederholen.
Nach weiteren 2 Stunden Ruhepause (das dürfen sehr gerne auch mehr sein, ich hab ihn über Nacht einfach weiter ruhen lassen…) bekommt er eine doppelte Tour, das heißt, wieder zum Rechteck ausrollen, den linken Teil des Teigs bis in die Mitte einschlagen, dann den rechten ebenso und das Ganze noch mal aufeinanderklappen.
Gleich noch einmal wiederholen, weitere 2 Stunden kühlen und der Teig ist fertig und kann weiterverarbeitet werden.
Der Blätterteig lässt sich auch prima einfrieren, ich habe natürlich gleich eine doppelte Menge gemacht.

Für den Belag
(für eine kleinere eckige Tarteform, für eine normale runde braucht man sicher ca. 1/3 mehr an Zutaten):
2 Blutorangen, sauber abgeschält (also alles Weiße außen mit einem sehr scharfen Messer entfernt)
100 g Crème Fraîche
1 EL Vanillezucker
abgeriebene Schale von 1/4 Bitterorange oder 1/2 Bio-Blutorange

Ofen auf 190° vorheizen. Den Zucker mit der Orangenschale ordentlich verkneten, so dass die Schale ihr Aroma richtig entfalten kann.

Crème Fraiche mit dem gemischten Zucker verrühren, auf dem Teig verteilen und mit den Orangenscheiben belegen.
Im Ofen auf mittlerer Schiene backen, bis der Teig schön goldbraun ist – ich hab mir leider vergessen die Zeit aufzuschreiben, schätze aber so 25 Minuten.

Für das Salzkaramell:
75 g Zucker
4 EL Wasser
30 ml Sahne
ca. 15 g Butter
3 g Fleur de Sel

Zucker in einem Topf schmelzen, bis er braun wird – Achtung, soll nicht zu dunkel werden, sonst wird der Karamell zu bitter!
Mit dem Wasser und der Sahne ablöschen, wahrscheinlich wird sich dann erst mal ein fester Klumpen bilden, einfach noch mal aufkochen, der löst sich dann wieder auf.
Butter unterrühren und Fleur de Sel, die fertige Tarte damit beträufeln.

 

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Kommt Zeit, kommt Brot – No-Knead Brot im Topf gebacken

Da ist es nun, mein erstes Topfbrot und es ist gleich so gut gelungen!
Ich gestehe, ich war sehr stolz darauf…
Vielen lieben Dank Sandra für die geduldige und ausführliche (Echtzeit-??) Hilfestellung und Auseinandersetzung mit meinen Fragen und Anfänger-Ängsten!

Die große Brotbäckerin bin ich ja normalerweise nicht, der Grund dafür war, dass ich das Ergebnis in einem normalen Backofen meistens recht unbefriedigend fand.
Diese in gusseisernen Töpfen gebackenen Brote, die man aber in den letzten Monaten überall bewundern darf, haben mich neugierig gemacht.

Knusprig sollten sie sein, innen saftig, so, wie man ein Brot eben mag, das liegt an den Backeigenschaften der Töpfe.
Dazu kam noch, dass wir letztens im Elsass wundervolles Brot gekauft haben, besser als von jedem Bäcker hier und so komme ich jetzt wie die alte Fassenacht hinterher, mit meinem Premierenbrot.
Und mal ehrlich, ein ganz frisches Brot am Sonntagmorgen ist doch einfach herrlich, oder?

Ein weiterer Grund für mich: ich weiß, was drin ist.
Auch einer meiner Vorsätze für dieses Jahr, den ich umsetze, noch mehr selbst machen, noch weniger „Fertiges“.
Deshalb gibt es heute auch besonders viele Bilder, wie immer möchte ich euch auch Lust auf Selbstfabriziertes machen und die Lebensmittelindustrie mit ihren vielen Zusatzstoffen etc. damit ein bisschen ärmer.
Als nächstes ist dann ein richtiger Sauerteig dran, den ich aber natürlich erst mal anstellen muss, was ich momentan dauernd vergesse…

Für den Anfang war aber dieses ganz einfache No-Knead Mischbrot (das ich auch bei Sandra von Snuggs Kitchen entdeckt habt) schon super! Es ist auf Anhieb gelungen, hatte eine wunderbare Kruste, saftige Krume mit großen Poren und schmeckte auch noch nach 2 Tagen.

Wer sich übrigens wie ich Sorgen macht, dass das Brot im Topf festkleben könnte – tut es nicht! Nicht, wenn der Teig in den mit vorgeheizten Topf kommt, er bildet dann sofort eine Kruste.

Und apropos Topf: die Kunststoffteile am Knauf von le Creuset sind ja nur bis ca. 200° hitzefest, dafür hab ich eine tolle Lösung bei Katha entdeckt und mir gleich auch so einen hübschen Aluknaufzipfelchen gebastelt.

Dem Teig muss man allerdings, wie eigentlich allen guten Teigen, etwas Zeit lassen.
In der man aber überhaupt nichts tun muss, denn das macht der Teig während seiner Gehzeit von ganz alleine.
Deshalb: kommt Zeit, kommt Brot. Fast von ganz alleine.

Zutaten (diese Menge passte ganz genau für meinen 22er Topf):
100 gr Roggenvollkornmehl
300 gr Weizenmehl Typ 550
15 gr frische Hefe
350 ml lauwarmes Wasser
1,5 TL Salz

Die beiden  Mehlsorten und das Salz in einer Schüssel vermengen und die Hefe im lauwarmen Wasser auflösen, dann zum Mehl geben. Nun alles mit einem Löffel gut verrühren, bis alles ordentlich vermengt ist. Die Schüssel verschließen und für 12-18 Std. in den Kühlschrank geben.
Den Ofen inklusive Topf rechtzeitig auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

Den Teig nun aus dem Kühlschrank herausnehmen und 1-2 Std. in der Küche stehen lassen, bis er die Zimmertemperatur angenommen hat. Die Arbeitsfläche nun mit Mehl bestäuben und den Teig darauf geben. Den Teig etwas flach drücken und wie einen Brief falten, dann nochmals von der anderen Seite her falten (bei mir war der Teig sehr feucht und etwas schwer zu falten, ich habe noch etwas Mehl hinzugegeben, was der Saftigkeit keinen Abbruch getan hat).
Den Teig bemehlen und in den heißen Bräter/Topf geben, mit dem Deckel verschließen.
Nun das Brot im Topf für 6 Min. bei 250°C backen, dann auf 230°C reduzieren und weitere 30 Min. mit Deckel backen. Den Deckel abnehmen und nochmals 20 Min. bei 230°C ohne Deckel zu Ende backen.
Anschließend das Brot aus dem Topf nehmen und auf einem Gitter auskühlen lassen.

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Die Unaussprechlichen: Kritharaki-Pfanne mit Paprika, Rinderhack und Pinienkernen

Die Unaussprechlichen.
So heißen sie bei den meisten Bloggern, wie zum Beispiel hier auch bei Christina,  die kleinen griechischen Krr-Krrr- Kritharaki.

Um diese Jahreszeit ist meistens herzhafte Alltagsküche bei mir angesagt.
Schön heiß und gerne pikant gewürzt.
Diese Nudelpfanne mit Rinderhack, frischem rotem Spitzpaprika, Ajvar, gerösteten Pinienkernen und Schmandflöckchen gehört bei uns zu den absoluten Dauerbrennern meiner Eigenkreationen, aus Paprikaresten im Kühlschrank geboren und ursprünglich eigentlich Reis beinhaltend.

Nachdem ich aber einmal die griechischen kleinen Nudeln darin ausprobiert hatte, konnte der Reis leider einpacken.
Mit den Kritharaki schmeckt das Ganze nämlich noch um Längen besser, auch wenn dann die Pinienkerne optisch leider fast verschwinden.

Diese Pfanne ist ein schnelles, deftiges Abendessen, das schön wärmt an kalten Wintertagen und ein bisschen Farbe ins Grau bringt (so langsam gehe ich nämlich schon wieder auf dem Zahnfleisch und träume von Frühling, bunten Farben und Blumen…)

Schmand- oder auch Joghurtflöckchen bringen cremige Frische und Kontrast zum scharfen Ajvar.
Der übrigens am besten schmeckt, wenn man ihn in türkischen Lebensmittelgeschäften kauft.

Zutaten für ca. 3-4 Personen:
400 g Rinderhack
1 große Zwiebel oder 2 kleine
3 Knoblauchzehen
2-3 große rote Spitzpaprika
140 ml Gemüsebrühe
50 ml Weißwein
4 EL Ajvar, scharf (wer es nicht so scharf mag, kann natürlich auch die milde Variante nehmen)
2 TL mildes Paprikapulver
30 g Pinienkerne, geröstet
350 g Kritharaki
100 – 150 g Schmand oder griechischen Sahnejoghurt
1/2 Bund glatte Petersilie, grob gehackt
etwas Olivenöl zum Anbraten

Die Kritharaki in reichlich Salzwasser gar kochen, beiseite stellen.
Zwiebeln in Würfel oder feine Scheiben schneiden, Paprika putzen, entkernen und ebenfalls in feine Scheiben schneiden. Knoblauch fein hacken.
Rinderhack in Olivenöl anbraten, Zwiebeln und Paprika hinzugeben, alles sollte etwas Farbe beim Braten bekommen. Hitze etwas herunterdrehen, den Knoblauch hinzugeben, dann den Ajvar und das Paprikapulver.

Mit dem Weinwein ablöschen, kurz einkochen lassen, Gemüsebrühe hinzugeben, einige Minuten köcheln lassen.
Die Nudeln und die gehackte Petersilie hinzugeben, alles gut vermengen.
Mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen, kleine Mulden in die Oberfläche drücken und die Schmand-/Joghurtflöckchen hineinsetzen, servieren.

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Kleine Madeleines-Testreihe, heute: Schokolade-Zitrone von Pierre Hermé

Nachdem ich mir beim letzten Besuch im Elsass endlich mal ein Madeleineblech zugelegt habe, habe ich beschlossen, eine kleine Testreihe mit Rezepten zu starten – passend zum Wochenendkaffee oder zum gemütlichen Frühstück am Sonntag.
Getestet werden die Schokoladen-Zitronen Madeleines von Pierre Hermé, die vielgelobten von Lea Linster sowie eine Variante von Heston Blumenthal.

Frischgebackene Madeleines sind nicht mit der pappartigen Pampe, die man fertig kaufen kann, zu vergleichen. Außen knusprig, innen weich und saftig, ein herrliches kleines Gebäckstück zum Kaffee.
Außerdem mag ich die Form so sehr – sie ist so schön nostalgisch.

Fangen wir also an mit den Schokoladen-Zitronenmadeleines von Pierre Hermé, dem traditionsreichen Pariser Patissier, das Rezept habe ich hier gefunden.
Um ehrlich zu sein, hatte ich in dieses Rezept die meisten Hoffnungen gelegt, Hermé ist einfach ein Meister seines Fachs.
Mit diesem Madeleines hatte ich aber ein wenig Probleme – das Testküchlein ist verbrannt, die erste Fuhre war viel zu weich und wohl auch zu viel in den Förmchen drin, der zweite Schub war dann gut.
Lag vielleicht auch an dem in der Tür festgeklemmten Holzlöffel (siehe Rezept), vielleicht war die Temperatur einfach nicht gleichmäßig genug.

Gut waren sie, aber für mein Gefühl auch noch ein bisschen Luft nach oben… ich hatte ehrlich gesagt ein klein bisschen mehr erwartet, was die Konsistenz angeht.
Hier wird die Butter nur weich und nicht flüssig zugegeben, ich fand, dass sie sich dadurch irgendwie schlechter mit den restlichen Zutaten verbunden hat.
Die Kombi Schokolade-Zitrone ist allerdings sehr gut, für meinen Geschmack hätte fast noch ein bisschen mehr Zitrone hineingedurft.
Der Teig muss – wie die meisten Madeleines-Teige – über Nacht ruhen, nur dann entwickeln sie ihre typischen hübschen (und erwünschten) Beulchen auf der Rückseite.

Ich habe festgestellt, dass das am besten funktioniert, wenn man die Förmchen nicht komplett  bis zum Rand befüllt – zu voll, keine Beulchen!

Zutaten für ca. 12-16 Madeleines (je nach Größe des Blechs):
100 g weiche Butter
2 Eier, Größe M
90 g Zucker
70 g Mehl
abgeriebene Schale einer viertel Zitrone
20 g Kakaopulver (Hermé empfiehlt Valrhona, ist bei mir ja eh immer im Haus ;-))
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz

Mehl mit Kakao- und Backpulver gut mischen. Zucker, Salz und Zitronenschale in einem kleinen Schüsselchen mit den Händen gut durchmischen, die Schale richtig in den Zucker einreiben, bis er zu duften beginnt und leichte Klümpchen bildet.
Eier mit dem Zucker aufschlagen, dann die Butter noch mal mit den Finger durchkneten und dazugeben, weiterschlagen, bis alles gut vermischt ist.
Nach und nach die Mehl-Kakaomischung dazugeben, gut vermengen.
In eine abgedeckte Schüssel geben und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Vorm Backen den Ofen auf 220° aufheizen. Eine Madeleineform mit Butter einfetten, mit etwas Mehl bestäuben und den Teig in die Mulden füllen.
Die Form in den Ofen stellen, die Hitze sofort auf 180° zurückdrehen und einen Holzlöffel in der Tür platzieren, so dass ein kleiner Spalt entsteht.
13-15 Minuten backen, dann auf einem Gitter auskühlen lassen und wenn gewünscht mit Puderzucker bestäuben.

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