Die Unaussprechlichen: Kritharaki-Pfanne mit Paprika, Rinderhack und Pinienkernen

Die Unaussprechlichen.
So heißen sie bei den meisten Bloggern, wie zum Beispiel hier auch bei Christina,  die kleinen griechischen Krr-Krrr- Kritharaki.

Um diese Jahreszeit ist meistens herzhafte Alltagsküche bei mir angesagt.
Schön heiß und gerne pikant gewürzt.
Diese Nudelpfanne mit Rinderhack, frischem rotem Spitzpaprika, Ajvar, gerösteten Pinienkernen und Schmandflöckchen gehört bei uns zu den absoluten Dauerbrennern meiner Eigenkreationen, aus Paprikaresten im Kühlschrank geboren und ursprünglich eigentlich Reis beinhaltend.

Nachdem ich aber einmal die griechischen kleinen Nudeln darin ausprobiert hatte, konnte der Reis leider einpacken.
Mit den Kritharaki schmeckt das Ganze nämlich noch um Längen besser, auch wenn dann die Pinienkerne optisch leider fast verschwinden.

Diese Pfanne ist ein schnelles, deftiges Abendessen, das schön wärmt an kalten Wintertagen und ein bisschen Farbe ins Grau bringt (so langsam gehe ich nämlich schon wieder auf dem Zahnfleisch und träume von Frühling, bunten Farben und Blumen…)

Schmand- oder auch Joghurtflöckchen bringen cremige Frische und Kontrast zum scharfen Ajvar.
Der übrigens am besten schmeckt, wenn man ihn in türkischen Lebensmittelgeschäften kauft.

Zutaten für ca. 3-4 Personen:
400 g Rinderhack
1 große Zwiebel oder 2 kleine
3 Knoblauchzehen
2-3 große rote Spitzpaprika
140 ml Gemüsebrühe
50 ml Weißwein
4 EL Ajvar, scharf (wer es nicht so scharf mag, kann natürlich auch die milde Variante nehmen)
2 TL mildes Paprikapulver
30 g Pinienkerne, geröstet
350 g Kritharaki
100 – 150 g Schmand oder griechischen Sahnejoghurt
1/2 Bund glatte Petersilie, grob gehackt
etwas Olivenöl zum Anbraten

Die Kritharaki in reichlich Salzwasser gar kochen, beiseite stellen.
Zwiebeln in Würfel oder feine Scheiben schneiden, Paprika putzen, entkernen und ebenfalls in feine Scheiben schneiden. Knoblauch fein hacken.
Rinderhack in Olivenöl anbraten, Zwiebeln und Paprika hinzugeben, alles sollte etwas Farbe beim Braten bekommen. Hitze etwas herunterdrehen, den Knoblauch hinzugeben, dann den Ajvar und das Paprikapulver.

Mit dem Weinwein ablöschen, kurz einkochen lassen, Gemüsebrühe hinzugeben, einige Minuten köcheln lassen.
Die Nudeln und die gehackte Petersilie hinzugeben, alles gut vermengen.
Mit den gerösteten Pinienkernen bestreuen, kleine Mulden in die Oberfläche drücken und die Schmand-/Joghurtflöckchen hineinsetzen, servieren.

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28 Kommentare zu Die Unaussprechlichen: Kritharaki-Pfanne mit Paprika, Rinderhack und Pinienkernen

  1. sehr schön, damit kommt der Frühling bestimmt schneller
    Du könntest doch auch die Kritharaki, anstelle sie vorab extra zu kochen, als Pastasotto in der Pfanne zubereiten und hättest somit noch einen Topf gespart 😉

    • Britta sagt:

      gute Idee, wird nächstes Mal so gemacht 🙂 und wenn der Frühling damit schneller kommt, gibt es das jetzt täglich!!

  2. Cheriechen sagt:

    Das sieht sehr lecker aus! Die Nudeln haben meine Kinder immer „Reisnudeln“ genannt, fertig! Dann brauchten sie sich an dem Unaussprechlichen gar nicht abzumühen..
    Ich versuche hier auch wieder innerlich warm zu werden, fühle mich als würde ich krank, Paprika habe ich leider gestern aufgebraucht, aber es wird mir etwas einfallen…
    Deine leckere Pfanne werde ich mir vormerken..
    Liebe Grüße
    Cheriechen

  3. Sandra Gu sagt:

    Oh ja, genau meine Wellenlänge! Ich mag die kleinen Scheisser auch! Rezept ist schon notiert. Wollen gerade noch etwas Winterspeck abbauen, da passt das Rezept ganz gut – nicht viel Fett drin, wenn man zum normalen Joghurt greift.

    Werde ich gleich mal für nächste Woche auf den Essensplan setzen 😀

  4. ninive sagt:

    wir sagen auch immer Reisnudeln… und ich liebe sie sehr. Und von wegen auf dem Zahnfleisch gehen… da sind wir uns ganz einig. Wobei, auf der Wiese vor meiner Terrasse hab ich letzthin jedemenge Gänseblümchen entdeckt, ein Hoffnungsschimmer!

    • Britta sagt:

      das ist von der komischen Wärme letztens… hier stehen zwei leicht blühende Mandelbäume in der Nähe, das ist aber gar nicht gut… viiiel zu früh!

  5. Eva sagt:

    Jaja, das Zahnfleisch. 😉 Zum Glück hat morgen zumindest der Dauerfrost ein Ende und in wenigen Tagen ist Maria Lichtmess, von da an werden die Tage wieder länger und deine Pfanne ist so wunderbar farbenfroh, also nicht nur die Pfanne, auch der Inhalt, da geht es mir beim Anschauen gleich ein bisschen besser. 🙂

  6. Birdie sagt:

    ich überspringe das Rezept, aber: ist das eine Creuset-Pfanne oder was anderes?

  7. Da geht die Sonne ja richtiggehend auf, wenn man sich dieses Essen anschaut. Perfekt für diese Jahreszeit!
    Und die Pfanne macht sich natürlich auch sehr, sehr gut dazu. Richtig edel.

  8. Sandkorn sagt:

    Die Kritharaki-Nudeln sind eine wunderbare Entdeckung für uns, vielen Dank! Ich habe heute Dein Rezept für dieses Pfannengericht ausprobiert (leider habe ich die Pinienkerne vergessen): farbenfroh und sehr lecker, das wird unbedingt wiederholt!
    Herzliche Grüße aus Schleswig-Holstein,
    Sandkorn

  9. Juliane sagt:

    Hallöchen 🙂 wieder so ein schönes schnelles Gericht. Ich habe gestern Abend das Rezept nachgekocht und….es war natürlich wieder mal superlecker! Danke Britta und liebe Grüße,
    Juliane

  10. Cook Mahl sagt:

    Liebe Britta,
    gestern Abend nachgekocht und für absolut lecker befunden! Die Pinienkerne mögen zwar rein optisch gesehen etwas untergehen- verleihen dem Gericht aber das gewisse Etwas! Danke für die Inspiration 🙂
    Liebe Grüsse, Christina

    • Britta sagt:

      Danke für’s Feedback 🙂 ja, das mit den Pinienkernen ist mir auch schon aufgefallen 😀 man kann sie ja kaum von den Nüdelchen unterscheiden!

  11. Gabi sagt:

    Hach…ich bin für das Rezept sehr dankbar :o)
    Allerdings gestehe ich ein paar Abwandlungen vorgenommen zu haben.
    Bei mir kam eine Knolle Fenchel dazu (ich fand das passt gut und harmoniert mit dem Weißwein ) und statt Schmand oder Joghurt habe ich mich für Ziegenrahm entschieden.

    Mein Mann war ja eher skeptisch,aber wir sind begeistert….das wird es wieder geben.
    Frohes Weiterkochen wünscht
    Gabi

    • Britta sagt:

      Das passt bestimmt auch sehr gut, und ein bisschen eigene Kreativität ist doch immer gut 🙂 ich kann nur leider nichts von der Ziege essen, das geht einfach nicht an mich 😉

  12. Katharina sagt:

    Wow, das war lecker. Ich weiß auch nicht, was das immer ist bei deinen Rezepten: Ich mach schon immer mehr als im Rezept steht, aber denkst du ich hab mal einen Rest, um auf Arbeit ein bisschen anzugeben? Kein Fitzelchen übrig … ich nehms als Kompliment 🙂 und freu mich, dass ich deinen Blog gefunden habe.
    Vielen Dank! Liebst, Kathi

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