Kohlrabi-Kerbelsuppe mit Vermouth

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Wenn man Frühling mit einer Farbe assoziiert, ist es natürlich immer Grün. Überall sprießt es jetzt schon und das junge, zarte Frühlingsgrün ist eben auch ein ganz besonderes.
Besonders saftig, besonders strahlend, einfach besonders grün.

Wenn ich den Frühling mit Aromen in Verbindung bringe, sind sie sanft und frisch.
Chili, Curry und anderes allzu Würziges darf momentan gerne mal im Schrank bleiben, es ist Zeit für Sanftheit, für Kräuter und eben für – Grün.
Draußen fängt die Natur gerade an, zu explodieren und der Frühling hat endlich so wirklich, richtig, echt angefangen.
Im Gemüsebeet zeigen sich die ersten Sprösslinge von Spinat und Radieschen, der Rasen inklusive der saisonspezifischen Unkräuter sprießt, der Knospen am Kirschbaum sind dick und schier vorm Platzen und meine Fingernägel werden wieder malträtiert, um die sich hartnäckig darunter sammelnde Erde irgendwie wieder zu entfernen.

Mit etwas Glück findet man jetzt den ersten jungen, frischen Freilandkohlrabi, der jetzt besonders fein schmeckt. Wir essen Kohlrabi oft roh, wie einen Apfel in Stücke geschnitten.  Wer das noch nie ausprobiert hat, sollte es unbedingt nachholen!

Hier habe ich mir aber für den jungen Kohlrabi eine Suppe ausgedacht – mit Vermouth und Kerbel. Und ich kann nur sagen – Vermouth (in diesem Fall Noilly Prat) und Kohlrabi sind ein Traumpaar, die sich gegenseitig sehr schmeicheln.
Dazu das frische, ganze eigene Aroma des Kerbels, der auch noch das heißgeliebte Grün in die Suppe bringt.
Die zarten, ersten Frühlingsgemüse und Kräuter sollte man meiner Meinung nach einfach mal etwas purer genießen und in den feinen Aromen schwelgen.


Ein schönes, frühlingshaftes und grünes Wochenende voller Sonne wünsche ich euch. Hier soll es diesen Sonntag über 20° werden und ich kann es noch kaum glauben und bin schon voller Vorfreude, denn heute oder morgen wird hier tatsächlich das erste Mal der Grill angeworfen.
Hallo Frühling, ich kann gar nicht in Worte fassen, WIE willkommen du hier bist!

Zutaten für ca. 4 Portionen:

600 g junge, möglichst kleine Kohlrabi (geschält)
1 kleine Zwiebel
35 g Butter
250 ml Gemüse- oder Hühnerbrühe
150 ml Milch
70 ml Noilly Prat
70 ml Sahne
1 Bund Kerbel
Salz und weißer Pfeffer
etwas frisch geriebene Muskatnuss

Kohlrabi in Stücke schneiden, Zwiebel sehr fein hacken. Butter in einem großen Topf schmelzen, die Kohlrabistücke mit der Zwiebel darin ein paar Minuten andünsten. Mit Noilly Prat ablöschen und ganz kurz etwas einköcheln lassen. Gemüsebrühe hinzufügen, dann die Milch und Sahne und wenig frisch geriebene Muskatnuss. Köcheln lassen, bis die Kohlrabi weich ist, dann mit Salz und weißem Pfeffer abschmecken.
Kerbelblättchen von den Stielen zupfen, 3/4 des Kerbels zusammen mit der Suppe in einen Blender geben und fein pürieren, danach die Suppe nicht mehr weiter erhitzen, sonst verliert der Kerbel seinen feinen Geschmack!
Den restlichen, fein gehackten Kerbel vorm Servieren unter die Suppe rühren.

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11 Kommentare zu Kohlrabi-Kerbelsuppe mit Vermouth

  1. Julia sagt:

    Wie immer fantastisch, Britta! Und da doch noch ein kalter Wind weht, genau das richtige für diese Jahreszeit 🙂 Ich ess Kohlrabi übrigens auch so wie Du, dazu gibts dann noch einen Kräuterdipp, mehr braucht es nicht!
    Liebe Grüße!
    Julia

    • Britta sagt:

      Och, hier ist der Wind schon richtig warm, es ist herrlich heute und wir haben draußen gefrühstückt <3 ich geh jetzt auch noch ein bisschen in Sonne. Kohlrabi hatten wir heute morgen auch schon wieder zum Frühstück 😀

  2. Liebe Britta,
    wir essen unseren Kohlrabi meistens auch roh in Scheiben geschnitten oder angedünstet mit einem großen Löffel Butter. Eine Suppe steht schon lang auf der Liste und deine Kreation hört sich klasse an. Da werden wir auf dem Markt unbedingt nach frischem Kohlrabi Ausschau halten.
    Viele Grüße aus Ye Olde Kitchen, Eva und Philipp

  3. Mit Kerbel, Noilly Prat und überhaupt Anisaromen, die so wunderbar zu Kohl passen, hast Du mich ja so_fort! Und mir ist aufgefallen, dass ich zwar regelmäßig Kohlrabi esse, aber schon seit ewigen Zeiten nicht mehr als Suppe.

  4. Da hast du aber auch einen besonders feinen Wermuth ausgesucht! Das Süppchen ist sicher himmlisch.
    Man sieht, dass auch bei deinen Fotos die Sonne Einzug gehalten hat, nun ist alles wunderschön hell geworden.

  5. Eva sagt:

    Wie gut, dass vom Estragon noch einiges übrig blieb und Kohlrabi ist auch da! 🙂

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