Grün, grüner, Frühling! Spinattarte mit knusprigem Röstkartoffelrand

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Spinat, Kartoffeln und Eier.

Ein deutscher Klassiker, den ich über alles liebe.
Nach meiner kleinen Osterpause gibt es aber mal eine etwas andere Variante davon, eine Tarte mit einem Boden und Rand aus gebratenen, knusprigen Kartoffeln.
Gefüllt mit gehacktem, zarten Baby-Frühlingsspinat, Knoblauch, Ricotta, Eiern und Parmesan.

Leider noch kein eigener Spinat aus dem Garten, allerdings hab ich schon die ersten zarten Spitzchen entdeckt und jetzt wird es wohl zum Glück nicht mehr lange dauern mit der ersten Ernte.

Denn ich warte diese Woche bei den angekündigten 20° plus auf eine Explosion da draußen, natürlich im positiven Sinn… denn einiges ist dieses Jahr ganz schön spät dran, zumindest für unsere Region.
Ich hoffe aber, dass bis zum Wochenende der große Kirschbaum endlich in voller Pracht aufblüht, bis dahin nehme ich eine gelegentliche Pink Shower in Mandelblütenblättern, denn davon regnet es hier schon ordentlich und der Kater hat sich auch schon ordentlich damit paniert, rosa sieht auf seinem schwarzen Fell einfach entzückend aus.
Blüten momentan überall, dazu laue und aprilfrische Luft, abends endlich wieder hell, das Leben ist so schön gerade.

Zur Tarte… Die Inspiration hierfür habe ich hier gefunden, dann aber noch mal ordentlich abgewandelt, denn Ziegenkäse mag ich nicht.
Eigentlich hatte ich gedacht, das hier ist ein schönes, schnelles Abendessen, Pustekuchen. Ich hatte mich sehr darauf gefreut, endlich mal wieder abends bei Tageslicht zu fotografieren, aber daraus wurde dann doch nichts mehr…

Das genaue Schneiden der Kartoffeln und das Braten, bevor die Tarte in den Ofen kommt, nimmt dann doch einige Zeit in Anspruch, die ihr auch einplanen solltet… für einen schönen Brunch oder Ähnliches ist die Tarte aber bestimmt ein Blickfang und die knusprige Kartoffelkruste sehr gut.
Das Anbraten der Scheiben für den Boden kann man sich meiner Meinung nach sparen, denn durch die Spinat-Ricottamasse, die darauf kommt, geht die Knusprigkeit sowieso wieder verloren.

Eine schöne, kurze Restwoche wünsche ich euch, dieses Mal gibt es keine lange Pause, denn es gibt schon den ersten Rhabarber, der dann auch bald hier auftauchen wird.

Rezept für eine Springform von ca. 26 cm:

4-6 mittelgroße bis große Kartoffeln
250 g Ricotta
300 g frischer, junger Babyspinat
1-2 Knoblauchzehen
50 g Parmesan
2 Eier, Klasse M
abgeriebene Schale 1/4 Zitrone
frisch geriebene Muskatnuss
Butterschmalz zum Braten und etwas Butter zum einfetten der Form
Salz und Pfeffer

Kartoffeln etwas vorkochen, aber nicht ganz gar. Schälen, 2-3 davon (es kommt hier sehr auf die Größe der Kartoffeln an, man braucht ein bisschen Augenmaß…)  in Längsscheiben von ca. 3-4 mm Dicke schneiden, den Rest in ganz normale Scheiben.
Backofen auf 190° vorheizen.
Die längs geschnittenen Scheiben in einer großen schweren Pfanne rundherum goldbraun braten, salzen.
In der gleichen Pfanne den gewaschenen, nassen Spinat kurz zusammenfallen lassen und grob hacken.
Ricotta mit Eiern, Parmesan, Zitronenschale glattrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken. Den gehackten Spinat unterrühren.
Springform buttern, mit den nicht gebratenenen Kartoffelscheiben den Boden auskleiden und mit ein wenig Salz bestreuen, die längs geschnittenen und gebratenen für den Rand nehmen, vorsichtig in die Form drücken, ohne dass sie brechen.
Die Ricotta-Spinat-Füllung hineingeben und alles im Ofen für ca. 35-40 Minuten backen, bis die Mischung gestockt ist.

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13 Kommentare zu Grün, grüner, Frühling! Spinattarte mit knusprigem Röstkartoffelrand

  1. Vivian sagt:

    Ich mag auch keinen Ziegenkäse und freue mich daher sehr über diese Abwandlung, die mir schon beim Lesen ein Pfützchen im Mund beschert hat.

    • Britta sagt:

      Ach, ich bin ein Käsebanause… das ärgert mich oft, weil mir viel entgeht 😉 ich mag nur milde Käse, nur die Hartkäse dürfen gerne etwas kräftiger sein.

  2. Deine Tarte sieht zauberhaft aus, auch wenn du sie noch nicht aus der eigenen Ernte ‚bestücken‘ kannst.

  3. zorra sagt:

    Klingt köstlich und sieht auch so aus! Wunderschön fotografiert.

  4. nini sagt:

    Für sowas bin ich immer zu haben- den Rand aus Kartoffeln müßte ich mal probieren; ob er sich wesentlich von dem Rand aus Kartoffelmasse unterscheidet wie ich ihn schon verschiedentlich gemacht hab- weil er einfach so gut schmeckt!

  5. Sandra Gu sagt:

    Oh mit Ricotta, trifft genau meinen Geschmack. Bei mir ist der Spinat auch schon ausgesät und am Wachsen. Dann warte ich jetzt geduldig bis er soweit ist und dann kommt Deine Tarte hier auf den Tisch 😀

    • Britta sagt:

      Ricotta gibt’s ja bei mir auch dauernd, große Liebe <3 er ist so vielseitig, recht neutral und macht vieles saftig...

  6. Oo, mit Ricotta klingt echt lecker, ich finde die Fotos hier sehr schön und ich freue mich die Rezept zu probieren!

  7. Lara sagt:

    Hi, das klingt super lecker – aber ich frage mich, ob die Spinatmasse nicht in die Lücken zwischen den Kartoffelscheiben im Boden läuft und Sauerei macht? Denn ganz dicht kriegt man das doch bestimmt nicht, oder? Wie funktioniert das? Danke und Grüße 🙂

    • Britta sagt:

      Der Boden ist natürlich nicht ganz „dicht“ 😉 das macht aber gar nichts, denn durch die Eier stockt die Masse eh. Wenn die Tarte fertig ist, ist alles schön fest und raus läuft da nichts 🙂

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