Tomatentarte mit Ricotta-Parmesan-Thymiancreme

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Nach den Gurken nun die Tomaten, die über mich hereinbrechen… warum muss eigentlich immer alles zusammen und auf einmal reif werden?
Über den Kopf gewachsen sind mir die Pflanzen schon lange – obwohl ich eine Weile alle 2 Tage ausgegeizt habe, sind sie gewuchert, und gewuchert und weiter gewuchert.

Bei den Tomaten finde ich die aktuelle Schwemme allerdings sehr inspirierend – sie sind ja einfach so vielseitig. Saucen, Suppen, Salate und natürlich Tartes.
Tomaten sind ja auch meine ganz große Liebe – das allererste Gericht, das ich mir als Kind selbst zubereiten konnte, war ein Tomatensalat.

Die pinken Ochsenherzen, die ich dieses Jahr habe, erröten nicht nur wunderschön mädchenhaft pink, sondern schmecken auch ganz wunderbar und eignen sich durch viel Fruchfleisch und wenig Kerne perfekt für herzhafte Kuchen und Tartes.

Die ersten habe ich vor zwei Wochen schon zu dieser herzhaften Tarte verarbeitet – mit Mürbeteig und einem saftigen Belag aus Ricotta, Parmesan, frischem Thymian und Piment d’Espelette.
Diese Chilisorte gibt für mich Tomaten den letzten Kick – nur wenig Schärfe, dafür ganz viel fruchtiger Geschmack. Auch an Salaten ganz toll.

Macht bitte nicht den gleichen ungeduldigen Fehler wie ich… Obwohl ich es besser wusste, war ich hungrig nach der Arbeit und habe dem Mürbeteig nicht genügend Zeit zum Ruhen gegeben, er war ein wenig bröselig durch meine Ungeduld.
Mindestens 30, besser 60 Minuten sollte er dann doch noch im Kühlschrank rasten dürfen.

Zutaten für eine Tarte von 26 cm:

300 g Mehl
150 g Butter, eiskalt, in Flöckchen
1 Eigelb
1 TL Meersalz
evtl. etwas eiskaltes Wasser wenn der Teig zu bröselig ist

Belag:
250 g Ricotta
4-5 Zweige Thymian, die Blättchen abgezupft
1 große junge Knoblauchzehe
40 g Parmesan
1 TL Meersalz
1 Ei
3/4 – 1  TL Piment d’Espelette
3 große Ochsenherztomaten
1 Handvoll kleine Kirschtomaten
etwas Olivenöl

Die Zutaten für den Teig schnell verkneten, gerade so, dass er gut vermengt ist. Nicht zu lange kneten und die Butter nicht zu warm werden lassen. Trotz Küchenmaschine knete ich den Mürbeteig eigentlich lieber mit den Händen, da man so ein besseres Gefühl hat, wann es reicht.
Zu einer Rolle formen, in Klarsichtfolie packen und mindestens 30, besser 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

Ofen auf 200° vorheizen. Für den Belag die Knoblauchzehe zerdrücken und alle Zutaten bis auf die Tomaten gut verrühren.
Ochsenherzen in Scheiben schneiden.
Den Teig ausrollen und in eine Tarteform drücken, die Ricotta-Parmesancreme darauf streichen.
Außen mit den Ochsenherztomaten belegen, innen die Kirschtomaten daraufsetzen und auf mittlerer Schiene ca. 25-30 Minuten backen, bis der Teig goldbraun ist und noch ein wenig Olivenöl darüberträufeln.

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16 Kommentare zu Tomatentarte mit Ricotta-Parmesan-Thymiancreme

  1. Eine sehr schöne Tarte!
    Paradeiser kann man nie genug haben! Man kann sie ja auch gut für den Winter konservieren, daher freu ich mich jeden Tag wieder aufs Neue, wenn ich ernten darf.

  2. Sandra Gu sagt:

    Lecker! Rezept ist schon vorgemerkt, zumal die Tarte mit nur einem Ei auskommt. Ricotta und Parmesan mag ich sowieso sehr gerne.

    Jetzt warte und hoffe ich mal darauf, dass meine auch bald reif werden… Bisher konnte ich viele kleine und auch drei größere Tomaten ernten, der Rest lässt noch auf sich warten o.O

    • Britta sagt:

      bei dir kommt dann bestimmt im September die große Schwemme 😉 hast du sie in Töpfen? da dauert es meistens etwas länger…

  3. Werner sagt:

    Danke dir für deine Steilvorlage heute.
    Habe dein Rezept etwas umgebaut und auf meine Roten Beeten zugeschnitten.
    Fand es sehr, sehr köstlich.

    • Britta sagt:

      Oh, schon getestet? das ging ja schnell 🙂 Rote Bete hab ich immer noch nicht gepflanzt, muss mal schauen, ob das jetzt für den Herbst noch reicht…

  4. ninive sagt:

    Ricotta! Und Tomaten! besser gehts ja wohl kaum noch….

  5. Kathi sagt:

    Yeay, ein schönes Rezept für die Riesentomaten, ich hab auch die pinken Paradeiser. Bei mir im Edeka gibts kein Ricotta, kann man den durch 0,1 % Frischkäse ersetzen? Würde ich dann gleich heute Abend backen … Liebst Kathi

    • Britta sagt:

      Mh, ich weiß nicht genau, wie der fettarme Frischkäse von der Konsistenz ist… den benutze ich nie 😀 wenn er nicht zu weich ist, müsste das aber sicher gehen.
      Toll, die Pinkies, oder? Ich hab die Pflanzen von einem Freund bekommen und erst beim reifen gesehen, dass sie diese schöne Farbe bekommen 🙂

      • Kathi sagt:

        Hallo Britta, hat ein bisschen länger gedauert, aber wir hatten die Tarte schon 2 Mal und es funktioniert auch mit dem fettarmen Frischkäse, es war großartig lecker. Hast du noch mehr so leckere Ideen für die Pinkys? Ich weiß, es ist jammern auf hohem Niveau, aber die werden bei uns rieeeesig und hängen steif voll … und es kann nicht immer nur Tarte geben. Und dann sind da noch die kleinen Schwarzen, die Spitzen … Liebst Kathi

  6. Oh schön, du hast Ochsenherz, die fehlt mir heuer! Ich mag sie unheimlich gern, dieses Jahr muss ich mir leider mit Fremdkäufen behelfen. Dafür hab ich Tomaten, die ein wahrer Schatz sind (mehr wird noch nicht verraten :-), ich muss sie ja noch verbloggen)

    • Britta sagt:

      Oh! da bin ich aber mal sehr gespannt und warte…
      Ich schwelge gerade auch noch, gestern Panzanella, heute Pasta mit Kirschtomaten… herrlich!

  7. Gabi sagt:

    Hallo Britta,

    mit Deinem Tomaten-Tarte-Rezept hast Du uns gestern einen wunderbaren Sommerabend gezaubert.
    Naja, der Sommer war zwar nur auf dem Teller, aber immerhin!
    Ein Gläschen Wein dazu und wir konnten das kalte Wetter draussen ganz vergessen.

    Vielen Dank für das schöne Rezept und liebe Grüße
    Gabi

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