Kartoffeltarte mit gerösteten Maronen, geräuchertem Scamorza und Rucola

Share

Ein paar schöne Dinge hat der Herbst ja doch.
Eigentlich mag ich ihn nicht so sehr, Abschied vom Sommer, Früchte, Sonne und Wärme werden gegen Dunkelheit, Kohl, Wurzeln und Kälte eingetauscht.

Kein gutes Geschäft, wie ich finde.
Really bad business.

Ich tröste mich mit Lesestoff, Kerzen, Sport (wenigstens schwitzt man jetzt nicht mehr in Strömen…) und das eine oder andere kulinarische Highlight hat ja auch der Herbst zu bieten.
Maronen sind da für mich ganz vorne mit dabei, ich liebe ihren Geschmack, ihre Konsistenz und die Vielseitigkeit.

Was Juliane von Schöner Tag noch der Kürbismarathon, sind für mich die Maronen.

Mit Schokolade als Kuchen, klassisch glasiert zu Ente oder Gans, in einer Carbonara, als Pasta mit Rosenkohl kombiniert oder als Brötchen – Rezepte mit Kastanien sind hier schon einige zu finden und dazu fällt mir auch immer was Neues ein.

Das erste Rezept, das ich mir für dieses Jahr ausgedacht habe ist eine bodenlose (nein, keine Frechheit…) Tarte aus geraspelten Kartoffeln, ofengerösteten Maronen, Rucola und geräuchertem Scamorza.

Und hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich mitten in einer Kastaniengegend wohne?
Jedes Jahr im Oktober fallen bei uns die Sammeltouristen ein, es wird in die Vorderpfalz gefahren, „Keschde sammle“.
Wäre ja traurig, wenn man aus diesem Glück nicht das Beste machen würde, oder?

Die rustikale Tarte macht eigentlich nicht sehr viel Arbeit und schmeckt sehr gut zu einem guten Glas Wein.

Die am Vortag gekochten Kartoffeln werden geraspelt, für einen schönen Röstgeschmack noch mal kurz angebraten, mit Crème Fraîche, gehacktem Rucola und gerösteten Maronen gemischt und in einer Tarteform mit grob geraspeltem Räucherscamorza überbacken.

Dazu noch einen (oder wie bei mir gerne gleich zwei) Salat(e) und fertig ist das vegetarische Herbstgericht.

Für eine durchschnittlich große Tarteform braucht ihr:
1 kg  Kartoffeln, festkochend
1/2 Bund Rucola
100 g Crème Fraiche
200 g Kastanien
150 g geräucherter Scamorza
1 Ei
Butterschmalz
etwas Butter für die Form
Salz
schwarzer Pfeffer

Die Kartoffeln entweder am Vortag knapp gar kochen oder morgens schon, wenn sie abends verwendet werden sollen.

Die Maronen kreuzweise einschneiden und im Ofen bei 200° ca. 20-25 Minuten rösten. Abkühlen lassen, schälen und dann in ganz grobe Stücke hacken. Rucola ebenfalls grob hacken.

Kartoffeln grob raspeln und in einer großen Pfanne in Butterschmalz schön braun anrösten.

Die Masse mit den gerösteten Kastanien, der Crème Fraîche und dem  Rucola sowie dem Ei gut vermischen, dann den Teig in eine gebutterte Tarteform hineindrücken.
Mit dem grob geraspelten Scamorza bestreuen und bei 210° so lange überbacken, bis der Käse goldbraun ist – ca. 15-20 Minuten.

Print Friendly

Mehr davon!

Share
Dieser Beitrag wurde unter Gemüse, Kuchen, Vegetarische Hauptgerichte abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

12 Kommentare zu Kartoffeltarte mit gerösteten Maronen, geräuchertem Scamorza und Rucola

  1. ninive sagt:

    Kastanien-Fan, das bin ich auch, viel mehr als Kürbis (g) , meist in Form von Mehl veredeln sie verschiedenstes gebäck, angefangen von simplen Pfannkuchen. Mit den Früchten selber hab ich mich außer in Gans-Füllung noch nicht beschäftigt, muß mal Ausschau halten obs hier auch welche frisch gibt. Tartes, die liebe ich sowieso.

  2. Susanne sagt:

    Oh, die ist toll, die Tarte! Fafür muss ich mal ein paar Maronen anschaffen. Zu sammeln gibt es hier leider nur Roßkastanien, für die essbaren muss ich auf den Markt.
    Ich mag den Herbst ganz gern….die bunten Blätter gefallen mir, und die Vielfalt an Obst und Gemüse im Frühherbst. Aber viel später dann, so im Januar, wenn es immer noch so dunkel ist und wir quasi von Kohl leben….dann reicht es mir auch…

  3. Corinne sagt:

    Oh, das klingt wirklich lecker! Ich liebe Maronen oder wie wir sie nennen Maroni 🙂 ebenfalls sehr. In allen Variationen!

    Danke für’s teilen und alles Liebe,
    Corinne

    • Britta sagt:

      Maroni heißen sie bei uns an den Wägelchen in der Stadt oder auf Festen 🙂 hört sich ja irgendwie auch viel schöner an, wie vieles von euch Schweizern.

  4. Eva sagt:

    Ich habe sie, die Maroni, tatsächlich vor zwei Tagen zum ersten Mal gegessen und es war Liebe auf den ersten Biss. 😉 Und es ist noch Scarmorza da… ich koche jetzt mal Kartoffeln vor. Danke!

  5. CarolineH sagt:

    Könnte man die Kartoffeltarte nicht noch mit ein wenig Kürbis verfeinern? Ich denke doch das werde ich mal zum Wochenende probieren 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.