Kastanienbrötchen

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Der Nächste bitte!
Also das nächste Maronenrezept meine ich.

Für diesen Winter hab ich mir ja vorgenommen, einige neue Kastanienrezepte zu testen, wie z. B. den Maronenkuchen (dieser hier macht mich allerdings auch noch sehr neugierig…) oder die Carbonara mit Kastanien. Beides war ausgesprochen gut.

Auf der Unbedingt-Testen-Liste standen aber auch noch diese Kastanienbrötchen von Deichrunner bzw. von Christian Rach.
Seit ich als Kind den Roman „Wölfe ums Schloss“ von Joan Aiken gelesen habe, in dem süße Brötchen aus Kastanienmehl in einem kalten Winter voller Entbehrungen beschrieben werden, hat mich diese Vorstellung nicht mehr losgelassen.

Eigentlich hatte ich die Brötchen zu einem Vacherin Mont d’Or geplant, der musste dann aber schnell weg (und war leider auch schon überreif) und es war keine Zeit mehr zum backen.

Und so hab ich sie zu toskanischen Bohnen mit Fenchelsalsiccia serviert, schließlich gibt es dort auch viele Rezepte mit Kastanien und es hat auch wunderbar dazu gepasst.

Die kleinen Brötchen gehen ganz einfach und schnell in der Zubereitung und haben ein wunderbar süßlich-rauchiges Aroma. Nur stachlig sind sie bei mir nicht geworden, trotz der vielen Einschnitte, aber ich hatte auch das Gefühl,. dass meine Hefe nicht so umtriebig war, wie sie eigentlich sollte.

Sie sehen trotzdem superhübsch aus durch den dunklen Teig und das weiße Mehl obendrauf und ich kann sie mir optimal zu einem Käsefondue vorstellen.

Für einen Satz Brötchen für 2-3 Personen hab ich verwendet:

200 g Weizenmehl Type 550
75 g Kastanienmehl
1 TL Salz
10 g Hefe
150-180 ml lauwarmes Wasser
1 Prise Zucker
Quelle: Deichrunner/Christian Rach: Das Kochgesetzbuch

Die Hefe in 25 ml lauwarmem Wasser mit einer Prise Zucker auflösen.
Beide Mehlsorten in eine Schüssel sieben, Salz hinzugeben.
Hefemischung zum Mehl geben, mit den Händen oder einer Küchenmaschine einarbeiten.
Restliche Flüssigkeit zugeben und langsam einarbeiten, der Teig darf nicht zu feucht und klebrig sein, sondern muss schön elastisch sein, ich hab eher weniger Flüssigkeit gebraucht.

An einem warmen und zugluftgeschützten Ort 40-60 Minuten gehen lassen.

Danach die Luft aus dem Teig schlagen, nochmals gut durchkneten und eine Rolle formen.
Mit einem Messer den Teig in gleichmäßige Stücke teilen und Kugeln formen.
Die Kugeln leicht mit Mehl bestäuben.
In der Zwischenzeit den Ofen auf 200° vorheizen.
Die Brötchen auf ein Blech mit Backpapier setzen und mit einer kleinen Schere mehrfach einschneiden (die Brötchen sollten dann stachelig wie Kastanien werden, bei mir haben sie hier allerdings gestreikt ;-)). Nochmals um etwa 2/3 aufgehen lassen.
Backblech in den Ofen schieben und vor dem Schließen der Tür einen Schuss Wasser auf den Ofenboden geben.

Bei mir haben die Brötchen ca. 23 Minuten gebraucht und waren dann genau richtig, sie sollten, wie bei Eva erwähnt, schön braun sein oben.

Die Brötchen lassen sich auch prima am nächsten Tag nochmals bei 150° ca. 10 Minuten aufbacken und schmecken dann noch richtig gut und frisch.

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6 Kommentare zu Kastanienbrötchen

  1. Micha sagt:

    Die sind aber hübsch geworden. Und Brötchen mit Kastanienmehl sind ja schon was Edles. Mal schauen, ob ich an dem Rezept drehe und es auf WeizenST ummodle. Schöne Idee, die Brötchen.

  2. Eva sagt:

    Und wieder finde ich einen schönen, mir bislang noch unbekannten Blog!

    Freut mich, dass dir die Kastanienbrötchen auch geschmeckt haben – sie sehen toll aus!

  3. Gisa sagt:

    Toll, toll, toll! Danke für die gute Idee, die mach ich bestimmt ganz bald mal nach!

  4. Britta sagt:

    Micha, verträgst du kein Kastanienmehl oder magst du es einfach nicht?
    Es schmeckt wirklich lecker und ist einen Versuch wert 🙂

    Eva, ja, ich bin noch recht „frisch“, aber es macht mir schon total viel Spaß. Ich hab vor ein paar Monaten erst Foodblogs für mich entdeckt und hatte einen inneren Zwang, das sofort selbst zu tun 😉

    Gisa, dir fällt doch bestimmt noch ein toller Kräuteraufstrich dazu ein, oder?

  5. Birdie sagt:

    Oh, die sehen so toll aus, werde ich unbedingt testen! Ich liebe deinen Blog, du machst das so toll!

    Ich musste schmunzeln: als ich die Überschrift gelesen habe, musste ich sofort an genau das Buch denken! 🙂

  6. Britta sagt:

    Willkommen Birdie und danke 🙂
    Freu mich, wenn du öfters mal vorbeischaust!

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