Herbstpasta – mit Salsiccia, Marsala und Pilzen

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Wenn Fremde meine Hausbar sehen würden, würden sie sich wohl erst mal insgeheim fragen, ob ich das wirklich alles trinke. Wahrscheinlich würden sie die Frage für sich behalten und ein paar nicht ganz gerechtfertigte Schlüsse ziehen.
Beim Umzug letztes Jahr habe ich mich auch ein bisschen geschämt angesichts eines ganzen Umzugskartons voll mit diversen Likören, Bränden und Süßweinen.

Fakt ist, ich brauche eigentlich fast alles davon zum kochen oder backen.
Und doch hab ich mir vor einer Weile die dringende, essenzielle Frage gestellt:
Braucht man auch noch eine Flasche Marsala im Haus oder nicht?

Die gleiche Frage hatte sich vor ein paar Monaten die Kochpoetin Eva, gestellt… und wir sind beide zu dem Schluss gekommen, ja, auch wenn man einen Port im Haus hat und von mir aus auch noch einen Vin Santo, so ein Fläschchen Marsala zum Kochen ist einfach wunderbar.

Bei mir durfte dann ein Marsala all’Uovo einziehen, der noch ein wenig milder und süßer ist als der normale – er hat noch etwas Ei und Zucker mit dabei.
Er macht sich trotzdem prima in herzhaften Gerichten, man sollte nur vorsichtig mit der Dosierung sein, sonst wird das Gericht schnell zu süß.

Aber in Kombination mit einer herzhaften Salsiccia, Pilzen und Pasta, die ich letztens beim Sweet Home Blog des Tagesanzeigers gesehen habe – perfekt.
Eine schönes, schnelles Abendessen für die schon deutlich länger und kühler werdenden Abende, das auch noch sehr schnell fertig ist.
Kein leichtes Gericht, aber dafür sind Herbst und Winter doch da, dass man endlich mal wieder die deftigen und gehaltvollen Kracher herauskramen kann, oder?

Ein kräftiger Pecorino darüber passt wunderbar, aber auch Parmesan ist eine gute Ergänzung.
Ach ja, mir fällt gerade auf, da war schon wieder diese Pfanne… ich mag sie halt einfach, sie brät gut und fotografiert sich irgendwie ebenfalls gut.
Das nächste Mal keine Pfanne, versprochen.

Zutaten für 2 Personen:
250-300 g Pasta, Fusilli oder ähnliche
150-200 g Salsiccia
100 g Champignons
1 kleine Knoblauchzehe, fein gehackt
1/2 Chilischote, fein gehackt
evtl. ein paar Fenchelsamen
Olivenöl
150 ml Sahne
50 ml Marsala
Salz und Pfeffer
1 Handvoll gehackte Petersilie
Parmesan oder Pecorino nach Geschmack

Die Salsiccia von der Haut befreien und zerkleinern, eventuell ein paar Fenchelsamen daruntermischen, falls die Wurst keine enhält.
Olivenöl in einer großen schweren Pfanne erhitzen, die Wurst rundherum schön braun anbraten, wieder herausnehmen und beiseite stellen. Hitze etwas reduzieren, dann den Knoblauch und die Chilischote hinzugeben und etwas anbraten, dann die Champignons ebenfalls kurz braten. Marsala hinzugeben, etwas einköcheln lassen. Nun die Salsiccia wieder hinzugeben, die Sahne dazugießen, noch kurz köcheln lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit den zwischenzeitlich gegarten Nudeln und der Petersilie gut vermengen. Mit Pecorino oder Parmesanspänen bestreuen und servieren.

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10 Kommentare zu Herbstpasta – mit Salsiccia, Marsala und Pilzen

  1. Also das ganze Spiritousenzeugs in meiner Küche brauche ich auch nur zum Kochen. Dafür schäme ich mich, wenn ich die Tonnen von Weinflaschen-Leergut zum Container bringe. Was ich nur im Nachbardorf mache, wo mich keiner kennt 😉

    • Britta sagt:

      Bei uns werden die abgeholt 😀 und die ganze Pracht steht dann vorm Haus. Allerdings fallen wir hier bei uns in der Straße nicht groß auf (hey, Vorderpfalz!) und soo viel Wein trinken wir auch nicht 😉

  2. Sandra Gu sagt:

    Was für eine wunderbare Pasta! Ich müsste noch Salsiccia im Froster haben und wollte am Wochenende mit der Nachbarin noch zum Pilze sammeln – die Pasta ist schon mal vorgemerkt!

    Und wir haben „das Glück“, dass in Küche und Wohnzimmer nicht genug Platz ist und deshalb sämtlicher Alkohol (ausser Gin) im Keller steht. Weniger auffällig für den Besuch 😉

    • Britta sagt:

      Salsiccia hab ich auch noch eingefroren. Bekomme die hier nicht immer und bestelle dann oft, sie lässt sich auch prima einfrieren 🙂

  3. Eva sagt:

    Marsala, jaha, die Flasche steht neben ihren ganzen Kollegen auch immer noch wacker im Wohnzimmer. Die halten sich (ganz im Gegensatz zu den Weinflaschen) ewig und. Und köstlich, deine Kombination! So etwas ähnliches hatten wir gestern Abend auch. Ich könnte mich gerade ausschließlich von Pasta ernähren. 🙂

  4. Unsere Hausbar ist auch sehr gut sortiert. Man braucht aber nur die Flaschen aufheben, dann sieht man den Staubrand und weiß, wie oft sie in Gebrauch sind. 😉
    Deine Pfanne ist wunderschön, also bitte weiter damit kochen.
    Die Kombination aus Pasta, Pilzen und Salsiccia klingt super!

    • Britta sagt:

      Wird ja nicht so schnell schlecht das Zeug, manche auch viel besser mit der Zeit… ich hab mal eine Sauce zu Rinderfilet gemacht mit einem uralten Cognac von meinem Papa, die war traumhaft <3

  5. Eline sagt:

    Marsala hab ich keinen im Schrank, ich nehme mir immer wieder vor, welchen zu meinen Ports und Noilly Prats zu stellen. Aber irgendwie vergess ich immer, ihn zu kaufen. Pasta mit ein bisschen Wurst mag ich immer, ich habe auch gerade eine gepostet. Schon als Kind kochte ich für die ganze Familie „Wurstnudeln“ – mit Ketchup :-))

    • Britta sagt:

      Man braucht einen, doch 😉 nach deinen Wurstnudeln muss ich jetzt auch mal schauen gehen, bin noch gar nicht zum Lesen gekommen…

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