Upside Down Kuchen mit Blutorangen, Schokolade und Ricotta

Es wird mal wieder Zeit für einen kleinen Kuchen zum Sonntag!
Meine kleine Springform mag ich sehr und sie kommt oft zum Einsatz, die Größe ist einfach perfekt für 2 Personen und noch 2, 3 Stückchen für nette Nachbarn oder Kollegen.
Einen neuen Orangenkuchen auszuprobieren ist für mich im um diese Jahreszeit immer ein Muss und dieses Mal ist es ein saftiger Upside Down Kuchen mit Blutorangen, viel Kakao und Ricotta geworden.

Gesehen hab ich letztens diesen ähnlichen Kuchen bei Smitten Kitchen, meiner ist dann aber doch ganz anders geworden, denn ich wollte etwas schokoladigeres, was auch prima zu den Blutorangen passt.

Ricotta macht den Teig schön feucht und die Blutorangenscheiben karamellisieren mit der Zuckermischung, die auf dem Boden der Form verteilt wird, Ergebnis ist ein saftiger, kompakter Kuchen mit karamelliger Frucht obenauf.
Leider habe ich keine unbehandelten Blutorangen bekommen, denn dann kann man die Schale daranlassen und mitbacken, die auch noch mal zusätzlichen Geschmack liefert.
Wer den Kuchen gerne etwas lockerer möchte, trennt die Eier, schlägt das Eiweiß separat auf und hebt es am Schluss unter den restlichen Teig.

Man könnte das Rezept auch als kleine Desserts abwandeln, indem man die Orangenscheiben in kleine Dessertringe setzt und den Teig obenauf gibt, wie bei diesem Kuchen, nur eben in einer noch kleineren und dessertauglichen Variante.
Für ein bisschen mehr Glanz kann man zum Schluss noch ein wenig kurz erwärmte Orangen- oder wie hier bei mir Mandarinenmarmelade auf den Kuchen pinseln.

Mehr Kuchen mit Orangen gesucht?
Dann hätte ich noch diese ganz einfache und köstliche Variante hier mit ganzen Orangen und Mandeln im Angebot.
Oder die Tarte mit hausgemachtem Blätterteig, Blutorangen und Salzkaramell.
Kein Kuchen, aber wunderbar für ein dekadentes Sonntagsfrühstück sind diese Pancakes mit weißer Schokolade und Blutorangencurd.

Einen schönen, friedlichen und erholsamen Sonntag wünsche ich euch, hier schreit das Wetter gerade sehr nach einem gemütlichen Tag auf der Couch ein…

Zutaten für eine kleine Springform von ca. 18 cm:

125 g Butter, Zimmertemperatur
200 g Ricotta
35 g hochwertigen Kakao
50 g Mandeln oder Haselnüsse, gemahlen
110 g Mehl
2 kleine Eier
100 g Zucker
abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Orange
1 Prise Salz
1 EL Vanillezucker
60 g brauner Zucker + 1 TL Wasser
2 mittelgroße Blutorangen, wenn möglich Bio/unbehandelt
Evtl. etwas Orangen- oder Mandarinenmarmelade

Butter mit Zucker/Vanillezucker und der Prise Salz zu einer hellen Creme aufschlagen, die Eier nacheinander hinzugeben und alles gut vermischen. Mehl mit Kakao und gemahlenen Mandel/Nüssen vermengen und abwechselnd mit dem Ricotta unter den Teig rühren.
Wie oben schon erwähnt, wer den Kuchen etwas weniger kompakt möchte, trennt die Eier, schlägt das Eiweiß separat auf und hebt es am Schluss vorsichtig unter den Teig.

Ofen auf 180° vorheizen. Blutorangen in Scheiben schneiden (wenn ihr auch keine unbehandelten bekommen habt, müsst ihr erst mit einem scharfen Messer die Schale, inkl. der weißen Haut, entfernen) und den braunen Zucker mit einem Teelöffel Wasser verrühren.
Den Boden der Springform mit Backpapier auskleiden, die Seiten etwas buttern.
Nun den Zucker auf dem Backpapier verteilen und die Orangenscheiben darauflegen, darauf den Teig verteilen und glattstreichen. Der Kuchen muss ca. 37-45 Minuten backen, Stäbchenprobe nicht vergessen.
Etwas abkühlen lassen, Backform entfernen und vorsichtig das Backpapier abziehen. Wer noch etwas zusätzlichen Glanz möchte, erwärmt ein wenig Zitrusmarmelade und überpinselt den Kuchen damit.

Print Friendly

Mehr davon!

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Kuchen abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

14 Antworten auf Upside Down Kuchen mit Blutorangen, Schokolade und Ricotta

  1. Julia sagt:

    Oh, wow, der Kuchen sieht ja spektakulär aus, fantastisch! Ein tolles Rezept, liebe Britta!

    • Britta sagt:

      Ja, ich muss sagen, dass ich ein wenig skeptisch war, ob er so funktioniert, aber er ist dann doch ganz hübsch geworden und natürlich vor allem gut :-)

  2. Nicole sagt:

    Uuuuuuh! Sehr schönes Rezept. Würde das auch mit weisser Schoggi funktionieren?

    Liebe Grüsse aus der Schweiz

    • Britta sagt:

      Hallo Nicole,
      da ist Kakaopulver drin, das geht ja schlecht in weiß ;-) du könntest es aber weglassen und dafür ca. 50 g gehackte weiße Schokolade nehmen, das müsste auch funktionieren!

  3. lieberlecker sagt:

    Ein optischer Knaller :-)
    … und es scheint trotzdem ein unkompliziertes Rezept zu sein.
    Liebe Grüsse aus Zürich,
    Andy

    • Britta sagt:

      Ja, der ging wirklich zack-zack, der Kuchen :-) und meine Bedenken, ob das alles so gelingt, waren dann doch recht schnell zerstreut!

  4. Wenn der Kuchen nur halb so gut schmeckt wie der ausschaut, dann hat er schon gewonnen!
    Wie immer sind deine Fotos wunderschön. Das Brett hat es mir besonders angetan.

    • Britta sagt:

      Dankeschön :-) das Brett kommt anscheinend nicht nur bei dir gut an und ich liebe es auch sehr, steht bei mir zusammen mit einem antiken Hackbrett auch als Deko rum.

  5. Gourmettatze sagt:

    Ich bekomme bitte ein kleines Stück davon :)
    Das sieht köstlich aus und schmeckt sicherlich noch besser.

    Viele Grüße,
    -Swetlana

  6. Hi Britta,
    ich kann mich tatsächlich nur meinen Vorrednern anschließen: Dein Kuchen sieht fantastisch aus! Und so schön saftig – ich könnt direkt reinbeißen!
    Liebe Grüße,
    Eva

  7. Katharina sagt:

    Den gab es bei mir an diesem Wochenende. Sieht nicht nur spektakulär aus, schmeckt auch köstlich. ABER: Ich hatte sehr saftige Blutorangen und der zuckerige Saft ist in den Herd getropft … das war ein Unglück, kaum vorstellbar. Nur mal kurz für 15 min die Küche verlassen und dann war alles blau geräuchert und stank, ich dachte schon der Kuchen brennt. Dem Kuchen hat es nichts ausgemacht, der ist trotzdem geworden. Aber als Hinweis für alle, die nachbacken wollen: Achtet auf den Saft, am besten Alufolie um die Form legen. Dankeschön für das Rezept, wie immer ein kleiner Schatz :-) Schönen Sonntagabend noch!

    • Britta sagt:

      Ich hatte meine Scheiben sehr dünn geschnitten, vielleicht waren deine ein wenig zu dick…? ein bisschen Saft ist auch bei mir rausgekommen, aber es hielt sich sehr in Grenzen…
      Danke für den Tipp!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>