Slowcooker Balsamico Pulled Beef Pasta mit Pangrattato

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Lange drei Wochen gab es hier auf dem Blog nichts mehr zu lesen bzw. zu essen.
Das liegt daran, dass ich momentan einfach eine anstrengende Phase habe und abends meistens ziemlich erschlagen nach Hause komme.
Stress mit dem Bloggen möchte ich mir nicht machen und glücklicherweise muss ich das auch nicht, das Bloggerleben ist schön und einfach ohne Kooperationen, Termine und (oft selbstauferlegtem) Druck.
Keine Zeit, keine Lust, kein Blogpost.
Nur die Freiheit, zu schreiben wann ich will und was ich will und das genieße ich manchmal sehr.

Pulled_Beef11 (1 von 1)Zu essen gab es in der Zwischenzeit aber natürlich trotzdem etwas und dieses Pulled Beef mit Balsamico muss ich unbedingt noch loswerden, bevor sich die Zeit für Schmorgerichte erst mal zu Ende neigt.
Denn das tut sie definitiv, hier startet der Frühling mit voller Wucht, blühenden Forsythien, summenden Bienen, die Sonne hat endlich wieder mehr Kraft. Und die schlechte Laune des Katers verschwindet langsam, immer zusammen mit seinem Winterfell, wir hoffen, dass die Kratz- und Bisswunden in der nächsten Zeit endlich wieder weniger werden.

Pulled_Beef1 (1 von 1)Ich finde allerdings, alles „gepullte“ gehört nicht unbedingt zu den nur winterlichen Schmorgerichten. Denn seit ich es das erste Mal probiert habe, bin ich dem zerfallenen Fleisch verfallen. Geht für mich persönlich eigenlich immer und im Sommer werde ich definitiv eine Variante vom Grill ausprobieren.

Pulled_Beef4 (1 von 1)Dieses hier kommt allerdings aus dem Crockpot: Querrippe vom Rind, saftig und nicht zu mager, langsam, ganz laaangsam geschmort, bis das Fleisch zerfällt… Mit Balsamico abgeschmeckt und mit einer ordentlichen Portion Pasta und Parmesan serviert.
Dazu als Knuspereffekt ein Pangrattato mit Panko und Petersilie.

Pulled_Beef6 (1 von 1)Braucht man eigentlich unbedingt einen Slowcooker?
Das habe ich mich lange auch gefragt. Meinen hab ich jetzt ungefähr zwei Jahre in Benutzung und ich finde, er ist ein very nice to have. Man kann unbesorgt das Haus verlassen oder schlafen gehen während er arbeitet, was ich mit dem Herd nicht so gerne mache. Die darin zubereiteten Gerichte haben ein wunderbares Aroma, Fleisch wird butterzart, aber man muss vorsichtiger mit dem Würzen sein finde ich, da der Geschmack der verwendeten Zutaten etwas intensiver herauskommt als beim klassischen Schmoren.

Pulled_Beef2 (1 von 1)Einen schönen Sonntag wünsche ich euch, ich hoffe, das Wetter bei euch ist genauso traumhaft wie hier heute, genießt den Frühling und diesen schönen Tag!

Zutaten für 2-3 Personen:
Für das Pulled Beef:
500 g Querrippe vom Rind
1 große Zwiebel, gewürfelt
1 Karotte, gewürfelt
1 EL Tomatenmark
1 kleine Knoblauchzehe, sehr fein gehackt.
1 Lorbeerblatt
etwas Butterschmalz zum Anbraten
1 EL brauner Zucker
50 ml Rotwein
2 EL Balsamico
250 ml Rinderfond
Salz + Pfeffer
etwas alten Balsamico zum Beträufeln

ca. 300 Pasta, Tagliatelle o.ä.

Für das Pangrattato:
1 EL Butter
1 EL Olivenöl
1 Handvoll Panko
3 EL Petersilie, gehackt
etwas Salz

etwas Parmesan zum Servieren

Slowcooker ca. 15 Minuten vorheizen, in der Zwischenzeit das Fleisch in einer Pfanne scharf anbraten. Herausnehmen und Zwiebeln mit Möhre anbraten, dann die Hitze ein wenig herunterdrehen und den Knoblauch hinzugeben, dann das Tomatenmark. Mit dem Wein und der Brühe ablöschen, Lorbeerblatt hinzufügen. Alles in den Slowcooker geben, leicht salzen und pfeffern, den Balsamico hinzufügen und für ca. 6-7 h auf low garen lassen.
Wenn das Fleisch so zart ist, dass es sich mit zwei Gabeln zerteilen lässen, in mundgerechte Stücke zerreißen und gut mit der Sauce mischen. Eventuell noch mit etwas Salz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer sowie etwas Balsamico abschmecken.
Die Pasta kochen und in der Zwischenzeit das Pangrattato zubereiten: Butter mit Olivenöl erhitzen, das Panko darin braun braten und leicht salzen. Ganz am Schluss die Petersilie unterrühren.
Die Pasta mit Pulled Beef servieren und noch ein wenig richtig guten, alten Balsamico darüberträufeln. Zuletzt mit dem Pangrattato und Parmesan bestreuen.

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20 Kommentare zu Slowcooker Balsamico Pulled Beef Pasta mit Pangrattato

  1. Miriam sagt:

    Ich habe seit knapp drei Wochen auch einen Slowcooker und bin ganz begeistert, was man damit alles machen kann. Während des Skiurlaubs war er die Rettung: wenn man abends ausgehungert zurückkommt und kaum mehr etwas gekocht werden muss, sammelt man sich da bei sehr vielen Leute jede Menge Punkte 😉
    Und ja, das Fleisch aus dem Slowcooker ist der Hammer! Dein Rezept wird definitiv nachgemacht!
    Lg, Miriam

  2. auch ich bin begeisterte „slowcookerin“ und werde dein Rezept sicherlich ausprobieren

  3. FEL!X sagt:

    Britta, dein Pulled Beef mit Pasta gefällt mir um Längen besser, als alle Versionen, bei denen das Fleisch in Burger-Buns gepackt wird!
    Ich habe zwar keinen Slowcooker, aber mein intelligenter Reiskocher hat einen «Gang» für etwa 75 Grad, was (wie ich glaube) der Einstellung «low» eines Crockpots entspricht.
    Ich freue mich auf diese Art der Zubereitung, die all meine bisherigen – nicht sehr überzeugenden – Ofen-Methoden bestimmt schlagen wird!
    Mit besten Grüssen aus Fernost,
    FEL!X

    • Britta sagt:

      hm, ich bin mir nicht ganz sicher, glaube aber dass die Temperatur ein wenig höher liegt… teste doch einfach mal mit einem kleinen Stück Fleisch 🙂

      • FEL!X sagt:

        Das mache ich jetzt immer so! Danke für diese Anregung.
        Gemäss einem Anbieter von verschiedenen Geräten heizt die Einstellung «low» eines Slowcookers auf ca. 75 Grad. War also perfekt und nach 6 Stunden wunderbar. Auch die Menge der Flüssigkeit hat bestens gepasst.
        Erinnerte mich sehr an meine «Pappardelle alla lepre», für welche würzig gegartes Kaninchenschenkelfleisch zerzupft wird.
        Mit besten Grüssen aus Fernost,
        FEL!X

        • Britta sagt:

          Mmmh, für Kaninchen bin ich auch immer zu haben 😉 Du hast das jetzt echt im Reiskocher gemacht? Sehr kreativ, vielleicht sollte ich meinen auch mal umfunktionieren 😀

          • FEL!X sagt:

            Ja, mit der Warmhalte-Funktion meines «Fuzzy Rice Cookers», die hält die Temperatur tatsächlich auf 75 Grad.
            Geht bei anderen Reiskochern wahrscheinlich auch, aber man muss die Temperatur zuvor im mit Wasser gefüllten Einsatz über mindestens 1 Std. testen. Mein anderer Reiskocher hält nämlich nur bei etwa 60 Grad warm und das ist auf jeden Fall zu wenig!

          • Bentolily sagt:

            Mein Reiskocher hat direkt ein Programm Slowcook (90-92°) – das nehme ich für Slowcook High (Kochzeit um 1/4 reduziert), Warmhalten hat auch 75° – Slowcook Low. Besonders bei heiklem Fleisch wie Huhn lasse ich 1 h Slowcook High laufen und dann schaltet er automatisch auf Warmhalten/Low – das entspricht in etwa Slowcook Medium. Die Ergebnisse sind hervorragend. Fleisch brate ich übrigens nicht extra an. Ich musste einen zweiten Reiskocher kaufen (für Reis)…

          • Britta sagt:

            😀 scheint eine gute Methode zu sein. Bei den Reiskochern nervt mich nur die Beschichtung, die irgendwann dann hinüber ist… beim Slowcooker hab ich einen Keramiktopf, was ich vom Prinzip mehr mag 🙂

  4. Zerzupftes Fleisch liebe ich in allen Varianten. Hier gefällt mir das Pangrattato ausnehmend gut. Wenn es was ganz Weiches gibt wie das zerfallende Fleisch, dann liebe ich ein wenig Knusper dazu.

  5. Eva sagt:

    Das mit dem Stress machen sehe ich genauso. Bei mir geht es gerade auch etwas langsamer zu. Ist halt so. Und geht für dich die Zeit für Schmorgerichte wirklich vorbei? Ich habe manchmal sogar im Hochsommer Lust drauf. 🙂

  6. Katharina sagt:

    Hallo Britta, klingt wirklich verführerisch. Ich habe bisher mein Fleisch zum Pullen immer im Backofen gemacht, aber das ist wirklich Arbeit. Welchen Slowcooker benutzt Du? Gibt es da viel zu beachten? Vll. haben die Mitleser ja auch noch Ratschläge?
    LG Katharina

    • Britta sagt:

      ich hab irgendso einen recht günstigen von amazon… Murphy irgendwas glaub ich, der reicht für meine Zwecke vollkommen aus 🙂

      • FEL!X sagt:

        Nicht dass ich jemandem die Anschaffung eines Slowcookers ausreden will, aber lies doch mal meine Kommentare weiter oben!

        • Katharina sagt:

          Hab ich schon gelesen, aber einen Reiskocher habe ich auch nicht und wir sind auch nicht die Reiseesser, so dass sich diese Anschaffung m. E. weniger lohnt. LG

  7. Sandra sagt:

    Das Rezept nehme ich direkt mal mit, den auch ich bin gezupftem verfallen 😀

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