Tomatenfinale… mit einem Fattoush

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Es ist soweit, die letzten Tomaten ernte ich gerade wehmütig, zumal die beste Ernte leider genau in unseren Urlaub gefallen ist… Aber darüber haben sich dann wenigstens die Nachbarn gefreut.
Die viele Sonne der letzten Tage hat aber doch noch einige der Ochsenherzen schön rot werden lassen, die kleinen sind leider durch einige Tage starken Regen alle aufgeplatzt.
Und für die letzten sonnengereiften Tomaten ist ein Salat gerade gut genug, heute gibt es mal wieder einen meiner heißgeliebten Brotsalate, einen Fattoush mit zitronigem Joghurt, bevor dann endgültig in die Herbstküche mit wärmenden Schmorgerichten, Gewürzen, Äpfeln und Nüssen gestartet wird.

Bye-bye, Sommer.
Du warst schön, du warst heiß. Das hat das Leben ein klein wenig langsamer gemacht, wobei etwas Entschleunigung manchmal auch wunderbar ist. Du hast kleine Äpfel, große Tomaten, wenig Schnecken und wunderbare Paprika gebracht. Du hattest einen wundervollen Urlaub für mich auf Lager und viele schöne Abende draußen.
Ich mag dich, Sommer 2015 und werde dich in bester Erinnerung behalten.

Lieber Herbst… so wie du momenta bist, darfst du dann auch gerne noch bis Ende November bleiben.
Solches Wetter, das mag ich auch! Tagsüber schön sonnig, abends und morgens kühl, die Luft ist herrlich frisch.
Ab Anfang Dezember darf es dann schneien, bitte aber nur so, dass rechtzeitig alle Straßen geräumt werden können, also auf keinen Fall einen Schneeeinbruch morgens um 6 oder so.

Und nach dem 31.12. könnte sich dann von mir aus nahtlos der Frühling anschließen, was aber leider eine Utopie bleiben wird…
Naja, ich freue mich jetzt erst mal über den schön goldenen Oktober, denn der November, dass nasse, graue, kalte Arschgesicht ist jetzt schon näher, als ich mir das wünsche. Golden und angenehm hab ich ihn noch nie erlebt…
Ich habe schon mal vorgesorgt und Kerzen und neue, große Tassen für Tee und heiße Schokolade gekauft sowie einen Haufen Brennholz bestellt für den Kuschelfaktor.
Und Desinfektionsspray muss ich dringend nachkaufen, denn wenn die Winterdepression des Katers erst anfängt, ist man vor gelegentlichen Bissen und Kratzern auch nicht mehr sicher.
Der Frust muss ja irgendwo raus und was bietet sich da besser an, als die Hand, die einen füttert?

Zurück zu schönen Dingen, wie diesem Fattoush Salat, in dem noch so viel Sonne, Sommer und Energie in Form von Tomaten steckt. Ich habe mir ein paar Rezepte angeschaut und dann mal wieder meine eigene Version zusammengebaut, der Zitronenjoghurt muss im Original nicht dazu, war aber die perfekte Ergänzung.
Knuspriges Knoblauchbrot, knackiges Gemüse und cremiger Joghurt… habt ihr auch noch ein paar Tomaten am Strauch?

Zutaten für 2 Personen:
2 große Tomaten und einige kleine
2 Minigurken
6-7 Radieschen
1 kleine, süße Spitzpaprika
1 Handvoll glatte Petersilie
1 Handvoll frische Minze, gehackt
150 g griechischer Sahnejoghurt
abgeriebene Schale einer halben Zitrone
1/2 Fladenbrot, darf gerne etwas älter sein
2 Knoblauchzehen
Olivenöl zum anbraten
Sumach zum bestreuen

Für das Dressing:
2 EL Granatapfelsirup/-essig
2 EL Olivenöl
Saft einer halben Zitrone
Salz

Tomaten, Gurke, Radieschen und Spitzpaprika in feine Scheiben schneiden und alles in eine Schüssel geben, etwas salzen und vermischen. Den Joghurt mit der Hälfte der Minze und der Zitronenschale verrühren, mit etwas Salz abschmecken.
Alle Zutaten für das Dressing ebenfalls gut verrühren.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, das Fladenbrot in mundgerechte Stücke reißen. Knoblauch kleinhacken und in der Pfanne anrösten, die Brotstücke dazugeben und goldbraun braten.
Restliche Minze und Petersilie zum Salat geben und alles gut mit dem Dressing vermischen. Zum Schluss die knusprigen Brotstücke untermischen, alles mit Sumach bestreuen und den Fattoush mit dem Zitronen-Minz-Joghurt servieren.

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10 Kommentare zu Tomatenfinale… mit einem Fattoush

  1. Fattoush! Immer wieder gern in allen möglichen Varianten. Und deine schaut wieder einmal besonders hübsch aus.
    Bei uns weicht die Sommerbepflanzung dieses Wochenende auch den Herbstblumen und der Wintersaat. Hach ja, ich bin auch immer ein wenig wehmütig, wenn ich den Sommer verabschieden muss.

    • Britta sagt:

      Zum Glück bin ich nicht alleine… so viele schwärmen ja immer so vom Herbst, aber ich bin einfach ein Frühlings- und Sommerkind 🙂

  2. Frau Ziii sagt:

    Lieber Herbst, Du darfst nicht bleiben bis November, Du musst! Die Fenster sind nicht fertig gestrichen und es hängen noch ein paar grüne Tomaten am Strauch. Ein paar Tage Sonne noch bitte, damit sich dieser Salat ausgeht. Wäre sehr nett. Bitte, Danke und Tschüss. Und ach ja, noch einen lieben Gruß aus Wien von der Frau Ziii.

    • Britta sagt:

      Ich glaube, man soll das nicht so laut sagen… hier schüttet es heute aus Kübeln 😀 naja, der Garten war ja auch wieder ziemlich trocken und ein guter Grund, es sich heute richtig gemütlich zu machen 🙂

  3. Sandra Gu sagt:

    Sehr lecker! Und ich bin immer noch sehr pienzig, weil ich dieses Jahr garkeine Tomaten hatte… Passiert mir nächstes Jahr nicht mehr…

    Und bis dahin würde ich mal so eine Gabel von Deinem…. siehr köstlich aus ♥

  4. Perfektes Tomaten-Finale – der Anblick macht ganz sommerwehmütig… Wir hoffen noch auf ein paar letzte Freilandtomaten auf dem Markt, da wir absurd spät auf die Idee gekommen sind, welche selbst zu dörren, und sollte es noch Tomaten geben, wir dieser Salat gleich mit ausprobiert – das Granatapfeldressing klingt super.

    • Britta sagt:

      Augen zu und durch, durch den Herbst und Winter meine ich 😀
      Am Strauch hab ich noch ein paar wenige Tomaten und die schmecken selbst jetzt noch köstlich 🙂

  5. Julia sagt:

    Fattoush! Immer wieder ein Gaumenschmaus!!! Deiner sieht wirklich köstlich aus und erinnert mich an den Sommer, der jetzt schon wieder so weit weg erscheint, nicht wahr?

    Ganz liebe Grüße,
    Julia

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